Mehr als neun Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer 19-jährigen Frau in Köln unternehmen Polizei und Staatsanwaltschaft einen neuen Versuch, den tatverdächtigen Vater zu finden, berichtet timestuff.de unter Berufung auf focus.de. Die Ermittler haben nach eigenen Angaben aktuelle Fahndungsplakate veröffentlicht, um wieder Hinweise aus der Bevölkerung zu erhalten. Für Informationen, die entscheidend zur Aufklärung oder zur Ergreifung des Gesuchten beitragen, hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.
Verdächtiger soll nach der Tat in den Irak geflohen sein

Der heute 54-Jährige steht im Verdacht, seine schwangere Tochter am 4. Januar 2017 getötet zu haben. Nach Einschätzung der Ermittler könnte das Motiv darin gelegen haben, dass der aus dem Irak stammende Mann jesidischen Glaubens mit der Lebensführung seiner Tochter nicht einverstanden war. Nach der Tat soll der Vater in den Irak geflohen sein, weshalb die Suche nach ihm seit Jahren andauert.

Die Leiche der jungen Frau wurde damals nach einem telefonischen Hinweis in einer Garage im Kölner Stadtteil Buchheim gefunden. Die Ermittler gingen früh davon aus, dass es sich bei dem Anrufer möglicherweise um den Vater der 19-Jährigen handelte. Seitdem wird nach dem Mann gefahndet, nun soll die erneute Veröffentlichung der Fahndungsplakate Bewegung in den Fall bringen.
Auch auf der Bahnstrecke München–Nürnberg mussten Reisende zuletzt Geduld mitbringen, nachdem eine RE1-Panne den Verkehr zeitweise ausgebremst hatte.
