„Unsere kleine Farm“ ist zurück – allerdings nicht als Fortsetzung der bekannten Kultserie. Seit dem 9. Juli 2026 ist die neue Adaption von „Little House on the Prairie“ bei Netflix verfügbar. Alle acht Episoden der ersten Staffel können sofort gestreamt werden, berichtet timestuff.de.
Die Neuauflage erzählt erneut von Laura Ingalls und ihrer Familie, orientiert sich dabei aber stärker an den Büchern von Laura Ingalls Wilder. Wer eine Kopie der Fernsehserie aus den 1970er-Jahren erwartet, dürfte deshalb überrascht sein: Netflix setzt auf eine neue Besetzung, ein raueres Prärieleben und Perspektiven, die in früheren Verfilmungen kaum vorkamen.
„Unsere kleine Farm“ auf Netflix: Das Wichtigste in Kürze
- Netflix-Start: 9. Juli 2026
- Anzahl der Folgen: acht Episoden
- Veröffentlichung: alle Folgen gleichzeitig
- Originaltitel: „Little House on the Prairie“
- Handlungsort in Staffel 1: Umgebung von Independence im US-Bundesstaat Kansas
- Vorlage: vor allem Laura Ingalls Wilders drittes „Little House“-Buch
- Staffel 2: bereits offiziell bestätigt

Seit wann läuft „Unsere kleine Farm“ auf Netflix?
Die komplette erste Staffel steht seit Donnerstag, dem 9. Juli 2026, bei Netflix bereit. Anders als bei Serien mit einem wöchentlichen Erscheinungsrhythmus müssen Zuschauer nicht auf neue Folgen warten: Netflix hat alle acht Episoden am selben Tag veröffentlicht.
Die Serie ist im Netflix-Katalog unter dem Originaltitel „Little House on the Prairie“ zu finden. Im deutschsprachigen Raum wird die Geschichte weiterhin überwiegend mit dem vertrauten Namen „Unsere kleine Farm“ verbunden.
| Information | Details zur Netflix-Serie |
|---|---|
| Starttermin | 9. Juli 2026 |
| Streamingdienst | Netflix |
| Staffel | Staffel 1 |
| Folgenzahl | 8 Episoden |
| Veröffentlichungsmodell | Komplette Staffel sofort verfügbar |
| Genre | Familiendrama, Western, Historien- und Überlebensserie |
| Serienschöpferin | Rebecca Sonnenshine |
Worum geht es in der neuen Netflix-Serie?
Charles und Caroline Ingalls verlassen mit ihren Töchtern Mary und Laura die Wälder von Wisconsin. Mit einem Planwagen machen sie sich auf den Weg nach Westen, um in der Nähe der wachsenden Siedlung Independence ein neues Zuhause aufzubauen.
Was zunächst wie ein Neuanfang voller Freiheit wirkt, entwickelt sich schnell zu einem täglichen Kampf. Die Familie muss ein Haus errichten, Nahrung beschaffen, Krankheiten überstehen und sich gegen Feuer, Kälte und wilde Tiere schützen. Gleichzeitig entstehen neue Freundschaften – und Konflikte mit Menschen, die bereits lange vor den Siedlern in dieser Region lebten.
„Im Kern geht es um eine Familie, die füreinander da ist und ihre Geschichten miteinander teilt.“
Serienschöpferin Rebecca Sonnenshine im Gespräch mit Netflix
Die Prärie wird in dieser Version nicht als romantische Kulisse gezeigt, sondern als schöner, gefährlicher und politisch umkämpfter Lebensraum.
Warum die Netflix-Serie kein einfaches Remake ist
Die neue Produktion wird häufig als Reboot bezeichnet. Genau genommen handelt es sich jedoch weniger um eine Neuverfilmung der alten Fernsehserie als um eine weitgehend neue Adaption der Bücher von Laura Ingalls Wilder.
1. Die Bücher stehen stärker im Mittelpunkt
Die Handlung der ersten Staffel basiert vor allem auf dem dritten Band der Buchreihe, der ebenfalls den Titel „Little House on the Prairie“ trägt. Viele bekannte Situationen – darunter die Reise mit dem Planwagen, der Bau des Hauses, Krankheiten und gefährliche Begegnungen – stammen direkt aus der literarischen Vorlage.
2. Staffel 1 spielt noch nicht in Walnut Grove
Die klassische Fernsehserie wird vor allem mit Walnut Grove in Minnesota verbunden. Die erste Netflix-Staffel führt die Ingalls zunächst jedoch nach Independence in Kansas. Erst die bereits angekündigte zweite Staffel soll die Familie nach Walnut Grove bringen.
3. Die Geschichte der Osage bekommt mehr Raum
Die neue Serie erzählt die Westexpansion nicht ausschließlich aus der Sicht weißer Siedler. Parallel zur Familie Ingalls werden Mitglieder der Osage-Gemeinschaft gezeigt, die das Gebiet seit Generationen bewohnen.
Zu ihnen gehören William Mitchell, seine Frau White Sun sowie Good Eagle und Little Puma. Dadurch wird deutlicher, dass das von den Siedlern als „freies Land“ betrachtete Gebiet keineswegs unbewohnt war.
„Wer diese Geschichte erzählt, muss beide Seiten erzählen.“
Osage-Kulturberaterin Julie O’Keefe im offiziellen Netflix-Serienguide
4. Die Eltern sind weniger idealisiert
Charles und Caroline Ingalls werden nicht nur als geduldige und moralisch unangreifbare Eltern dargestellt. Beide treffen problematische Entscheidungen, tragen Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit mit sich und geraten angesichts von Geldsorgen, Krankheit und gesellschaftlichen Erwartungen unter Druck.
Die neue Familie Ingalls soll vertraut wirken, aber nicht makellos sein.

Alle acht Folgen von „Unsere kleine Farm“ im Überblick
Die erste Staffel erzählt eine zusammenhängende Geschichte, dennoch besitzt jede Folge einen eigenen Schwerpunkt. Der folgende Episodenguide beschreibt die Grundhandlung ohne das Ende der Staffel vorwegzunehmen.
| Folge | Titel | Handlung |
|---|---|---|
| 1 | „Independence“ | Die Ingalls verlassen Wisconsin und wagen die gefährliche Reise nach Kansas. Schon unterwegs zeigt sich, wie schnell der Traum vom Neuanfang zur Überlebensprobe werden kann. |
| 2 | „Die Farm in der Prärie“ | Mit Unterstützung eines neuen Nachbarn beginnt die Familie mit dem Bau ihres Hauses. Gleichzeitig holen Charles und Caroline belastende Erinnerungen ein. |
| 3 | „Nachrichten aus aller Welt“ | Das neue Zuhause ist beinahe fertig. Eine beunruhigende Begegnung lässt die Ingalls jedoch daran zweifeln, ob sie am richtigen Ort angekommen sind. |
| 4 | „Das Leben schätzen“ | In Independence breitet sich eine schwere Fiebererkrankung aus. Weil Medikamente fehlen, wird die Situation für die Bewohner lebensgefährlich. |
| 5 | „Ein Kreis blauer Himmel“ | Caroline und ihre Töchter versuchen, in der örtlichen Gesellschaft Anschluss zu finden. Charles sucht währenddessen nach den verschwundenen Pferden der Familie. |
| 6 | „Friede auf Erden“ | Ein Schneesturm schneidet die Ingalls an Weihnachten von ihrer Umgebung ab. Trotz der schwierigen Lage erlebt die Familie unerwartete Überraschungen. |
| 7 | „Ein sanfterer Ton im Klang des Windes“ | Die Osage beraten über die Zukunft ihres Landes. Gleichzeitig wird Lauras Freundschaft mit Good Eagle auf eine harte Probe gestellt. |
| 8 | „Das ist jetzt“ | Laura und Mary erfahren von den finanziellen Problemen ihrer Eltern und wollen selbst helfen. Eine Feier zur Gründung der Stadt bietet ihnen eine unerwartete Gelegenheit. |
Die Besetzung: Wer spielt die Familie Ingalls?
Die zentralen Rollen wurden vollständig neu besetzt. Laura Ingalls wird von Alice Halsey gespielt, die unter anderem aus „Lessons in Chemistry“ bekannt ist. Als ihr Vater Charles ist der australische Schauspieler Luke Bracey zu sehen.
| Rolle | Schauspielerin oder Schauspieler |
|---|---|
| Laura Ingalls | Alice Halsey |
| Charles „Pa“ Ingalls | Luke Bracey |
| Caroline „Ma“ Ingalls | Crosby Fitzgerald |
| Mary Ingalls | Skywalker Hughes |
| John Edwards | Warren Christie |
| Dr. George Tann | Jocko Sims |
| William Mitchell | Meegwun Fairbrother |
| White Sun | Alyssa Wapanatâhk |
| Good Eagle | Wren Zhawenim Gotts |
| Little Puma | Xander Cole |
| Emily Henderson | Barrett Doss |
| Jemma James | Mary Holland |
| Eli James | Michael Hough |

Ist die neue „Unsere kleine Farm“-Serie für Kinder geeignet?
Netflix positioniert die Produktion als Familienserie, die sich grundsätzlich auch gemeinsam mit älteren Kindern ansehen lässt. Sie ist jedoch deutlich mehr als harmlose Nostalgieunterhaltung.
In den acht Folgen werden unter anderem folgende Themen gezeigt:
- gefährliche Flussüberquerungen und Unfälle;
- Krankheiten und fehlende medizinische Versorgung;
- Brände, Wölfe und andere Bedrohungen der Prärie;
- Armut und finanzielle Sorgen;
- Vorurteile und gesellschaftliche Ausgrenzung;
- Vertreibung und Verlust von Land;
- Trauer, Kriegserfahrungen und Alkoholprobleme.
Einige Szenen können für jüngere Kinder belastend sein. Eltern sollten daher nicht allein vom bekannten Titel auf eine durchgehend leichte Serie schließen.
„Unsere kleine Farm“ bleibt eine Geschichte über Hoffnung und Zusammenhalt – sie blendet die Gefahren ihrer Zeit aber nicht aus.
Ist Staffel 2 von „Unsere kleine Farm“ bestätigt?
Ja. Netflix hat die zweite Staffel bereits vor der Premiere der ersten Folgen bestellt. Die Geschichte endet somit nicht nach den acht veröffentlichten Episoden.
Nach Angaben im offiziellen Netflix-Ausblick auf Staffel 2 verlässt die Familie die Umgebung von Independence und zieht nach Walnut Grove in Minnesota. Damit nähert sich die neue Adaption jenem Handlungsort, den viele Zuschauer aus der klassischen Fernsehserie kennen.
Diese neuen Figuren kommen in Staffel 2
- Willa Dunn spielt Nellie Oleson, Lauras berühmte Rivalin.
- Charlotte Sullivan übernimmt die Rolle von Nellies Mutter Margaret Oleson.
- Rachelle Lefevre spielt die Lehrerin Eva Beadle.
Ein konkreter Starttermin für die zweite Staffel wurde bislang nicht bekannt gegeben. Auch ein Trailer und eine endgültige Folgenzahl fehlen noch. Behauptungen über einen festen Veröffentlichungstermin sind daher derzeit reine Spekulation.

Lohnt sich die neue Serie für Fans des Klassikers?
Wer ausschließlich die vertraute Welt der alten Fernsehserie wiedersehen möchte, sollte keine detailgetreue Neuauflage erwarten. Die Figuren tragen dieselben Namen, wichtige Ereignisse stammen aus den bekannten Büchern und der Zusammenhalt der Familie bleibt das emotionale Zentrum. Inszenierung, Tempo und historischer Blickwinkel wurden jedoch deutlich verändert.
Die Netflix-Version richtet sich damit an zwei Gruppen: an langjährige Fans, die Laura Ingalls’ Geschichte aus einer anderen Perspektive erleben möchten, und an Zuschauer, die bisher weder die Bücher noch die klassische Serie kennen.
Der wichtigste Unterschied: Netflix versucht nicht, Michael Landons Serie nachzuspielen. Stattdessen entsteht eine eigenständige Familien- und Überlebensgeschichte, die den Mythos des amerikanischen Westens kritischer betrachtet.
Häufige Fragen zu „Unsere kleine Farm“ auf Netflix
Wie viele Folgen hat die erste Staffel?
Staffel 1 umfasst acht Folgen. Alle Episoden sind seit dem 9. Juli 2026 gleichzeitig bei Netflix verfügbar.
Ist die neue Serie eine Fortsetzung des Originals?
Nein. Es handelt sich um eine neue Adaption der Bücher von Laura Ingalls Wilder mit einer vollständig neuen Hauptbesetzung.
Spielt Staffel 1 in Walnut Grove?
Nein. Die erste Staffel spielt überwiegend in der Nähe von Independence in Kansas. Der Umzug nach Walnut Grove ist für Staffel 2 angekündigt.
Wer spielt Laura Ingalls?
Die junge Laura wird von Alice Halsey dargestellt. Mary Ingalls spielt Skywalker Hughes.
Kommt eine zweite Staffel?
Ja. Staffel 2 ist offiziell bestätigt. Ein genauer Veröffentlichungstermin steht allerdings noch nicht fest.
Ist Nellie Oleson in Staffel 1 dabei?
Die bekannte Rivalin von Laura wird für Staffel 2 eingeführt. Gespielt wird Nellie Oleson von Willa Dunn.
Auch abseits der Streamingwelt sorgt das Thema „Cathy Hummels bestätigt Anzeige: Was über die Vorwürfe bekannt ist“ für Aufmerksamkeit.
