Der neue Trailer zu „7 vs. Wild“ Staffel 6 zeigt, wie schnell ein Survival-Abenteuer zur körperlichen Belastungsprobe werden kann. Das Nachrichtenmagazin timestuff.de beleuchtet die neuen Aufnahmen, in denen besonders Olympiasieger Matthias Steiner auffällt: Sein Oberkörper ist von roten Hautstellen übersät. Mehr als 10.000 Mückenstiche soll er abbekommen haben. Die spektakuläre Zahl hat allerdings einen wichtigen Haken.
Matthias Steiner: Was hinter den 10.000 Mückenstichen steckt
Auf den Aufnahmen ist dem früheren Gewichtheber anzusehen, dass die Zeit in der dominikanischen Wildnis Spuren hinterlassen hat. Zahlreiche rote Flecken bedecken seinen Oberkörper. Die Bilder gehören zu den auffälligsten Eindrücken aus dem Material zur sechsten Staffel.
Wie BILD am 15. Oktober berichtet, stammt die Angabe von mehr als 10.000 Mückenstichen aus Produktionskreisen. Es handelt sich jedoch nicht um eine genaue Zählung.
Stattdessen wurden Stiche auf einer begrenzten Hautfläche erfasst und anschließend auf eine größere betroffene Fläche hochgerechnet. Das Ergebnis ist damit eine Schätzung, deren Genauigkeit sich anhand der veröffentlichten Angaben nicht unabhängig überprüfen lässt.
Die entscheidende Nachricht ist deshalb nicht die exakte Zahl der Stiche, sondern die außergewöhnlich starke Belastung, die auf den Aufnahmen sichtbar wird.
Für Steiner kommt eine weitere Herausforderung hinzu: Der 44-Jährige lebt seit seinem 20. Lebensjahr mit Typ-1-Diabetes. Unter extremer Hitze und bei begrenztem Zugang zu Wasser können Flüssigkeitshaushalt und Blutzuckermanagement besonders anspruchsvoll werden. Welche konkreten gesundheitlichen Schwierigkeiten Steiner während der Dreharbeiten hatte, lässt sich aus dem Trailer allein allerdings nicht feststellen.
Auch Tatjana Sabitzer zeigt auffällige Hautreaktionen
Steiner ist nicht der einzige Teilnehmer, dem die Bedingungen sichtbar zusetzen. Bei Tatjana Sabitzer, einer österreichischen Elitesoldatin, fällt auf den veröffentlichten Bildern vor allem ein stark geschwollenes Augenlid auf. Ihr Gesicht wirkt gerötet, auch an anderen Körperstellen sind deutliche Hautveränderungen zu erkennen.
Was diese Reaktionen genau verursacht hat, ist bislang nicht geklärt. Insektenstiche kommen als Erklärung infrage, doch allein aus Bildern lässt sich keine medizinische Diagnose ableiten.
Für die Survival-Show sind solche Probleme mehr als eine unangenehme Begleiterscheinung. Wer tagelang Hitze, Schlafmangel und Insekten ausgesetzt ist, muss selbst einfache Aufgaben unter erschwerten Bedingungen bewältigen. Schon die Suche nach Wasser oder einem geeigneten Schlafplatz kann dann deutlich anstrengender werden.
„Sierra El Diablo“: Warum die Location so anspruchsvoll ist
Die sechste Staffel wurde in Xaraguá in der Dominikanischen Republik gedreht. Das Gebiet wird für die Show als „Sierra El Diablo“, auf Deutsch „Gebirge des Teufels“, bezeichnet.
Nach offiziellen Angaben von Amazon erwarten die Kandidaten dort Temperaturen von bis zu 40 Grad im Schatten. Die gefühlte Temperatur kann sogar über 50 Grad liegen.
Dazu kommen mehrere Schwierigkeiten, die den Aufenthalt besonders fordernd machen:
- Wassermangel: Trinkbare Wasserquellen sind nur schwer zugänglich.
- Extreme Hitze: Körperliche Anstrengung wird zur zusätzlichen Belastung.
- Schwieriges Gelände: Kakteen und dornige Vegetation erschweren die Fortbewegung.
- Wildtiere und Insekten: Unter anderem gehören Skorpione und Taranteln zu den Herausforderungen der Umgebung.
- Fehlende Erholung: Unbequeme Schlafplätze und nächtliche Störungen können die Regeneration beeinträchtigen.
Survival-Experte Ed Stafford, der die Staffel als Host begleitet, macht im Trailer deutlich, wie ernst er die Umgebung einschätzt:
„Das ist keine künstlich erzeugte Gefahr für eine Fernsehsendung. Das ist eine sehr reale Sache.“
Die größte Schwierigkeit könnte weniger eine einzelne spektakuläre Gefahr sein als die Summe vieler Belastungen, denen die Teilnehmer über mehrere Tage ausgesetzt sind.
Sieben Teilnehmer müssen wieder allein überleben
Auch das Konzept ändert sich. Nach Staffeln mit gemeinschaftlichen Elementen kehrt „7 vs. Wild“ zum Einzelkampf zurück. Jeder Kandidat wird an einem eigenen Ort ausgesetzt und muss sieben Tage lang möglichst selbstständig zurechtkommen.
Das Teilnehmerfeld ist dabei bewusst unterschiedlich zusammengestellt. Neben erfahrenen Sportlern und einer militärisch ausgebildeten Kandidatin wagen sich auch Menschen aus Musik und Social Media in die Wildnis.
Diese sieben Kandidaten sind für Staffel 6 bestätigt:
- Matthias Steiner: ehemaliger Gewichtheber und Olympiasieger von 2008
- Mike Singer: Sänger und Musiker
- Rick Zabel: ehemaliger Radrennfahrer
- Tatjana Sabitzer: österreichische Elitesoldatin
- Nika Sofie: Content-Creatorin
- Simon Hegewald: Wander-Content-Creator
- Jang Ludi: Gewinner der Wildcard-Competition 2026
Die Teilnehmer und das neue Konzept wurden bereits im September vorgestellt. Die jetzt veröffentlichten Bilder liefern einen deutlich konkreteren Eindruck davon, was die Gruppe bei den Dreharbeiten durchmachen musste.
Gerade der direkte Vergleich dürfte interessant werden: Wie bewährt sich Steiners Erfahrung als Spitzensportler unter diesen Bedingungen? Welche Vorteile bringt Sabitzers Ausbildung? Und wie kommen Teilnehmer zurecht, die bislang vor allem vor der Kamera statt in der Wildnis standen?
Wann startet „7 vs. Wild“ Staffel 6?
Der Starttermin steht fest: Am 23. Oktober 2026 erscheint die sechste Staffel von „7 vs. Wild“ bei Amazon Prime Video. Amazon kündigt an, dass alle Folgen ab diesem Datum verfügbar sein werden.
Die Bilder von Steiner und Sabitzer liefern schon jetzt einen Vorgeschmack auf die körperlichen Strapazen. Ob die Kandidaten trotz der schwierigen Bedingungen die vollen sieben Tage durchhalten, verrät der Trailer nicht.
Vor allem bei Matthias Steiner dürfte das Interesse groß sein. Der Olympiasieger hat in seiner Sportkarriere außergewöhnliche Belastungen gemeistert. Doch in der Wildnis zählen neben körperlicher Stärke auch der Umgang mit begrenzten Ressourcen, vernünftige Entscheidungen und die Fähigkeit, sich von Rückschlägen zu erholen.
Die Schätzung von über 10.000 Mückenstichen sorgt vor dem Start für Aufmerksamkeit. Wie schwer Steiner und die anderen Teilnehmer tatsächlich zu kämpfen hatten, wird sich erst in der neuen Staffel zeigen.
Auch in der Musikwelt gibt es Neuigkeiten, denn Nightwish und Floor Jansen gehen nach 14 Jahren getrennte Wege – und der Blick richtet sich auf die Zukunft der Band im Jahr 2027.
