Nach der aufsehenerregenden Trennung von Collien Fernandes und Christian Ulmen hat die Geschichte nun eine deutlich schwerwiegendere Wendung genommen, berichtet timestuff.de unter Berufung auf spiegel.de. Die Schauspielerin erhebt gegen ihren Ex-Partner schwere Vorwürfe, die inzwischen Gegenstand von Vorermittlungen am Gericht in Palma de Mallorca sind.
Nach der Trennung bekam der Fall eine strafrechtliche Dimension
Im September 2025 gaben Collien Fernandes und Christian Ulmen ihre Trennung bekannt, doch inzwischen hat ihre persönliche Geschichte eine juristische Ebene erreicht. Laut Spiegel reichte die 44-jährige Schauspielerin eine Anzeige ein, in der sie ihrem Ex-Mann Handlungen vorwirft, die sie selbst als „virtuelle Vergewaltigung“ beschreibt. Es handelt sich um äußerst schwere Anschuldigungen, deshalb ist in diesem Fall besonders wichtig, an die Unschuldsvermutung für Christian Ulmen zu erinnern.
Fernandes spricht schon seit längerer Zeit öffentlich über Demütigungen und digitale Verfolgung im Netz. Nach ihren Angaben kursierten im Internet pornografische Fotos und Videos mit Frauen, die ihr täuschend ähnlich sahen, zudem wurden gefälschte Profile in ihrem Namen erstellt. Bereits im November 2024 hatte sie sich in Berlin mit einer Anzeige gegen Unbekannt an die Ermittlungsbehörden gewandt, weil sie damals noch nicht wusste, wer hinter diesen Vorgängen steckt.
Was Fernandes ihrem Ex-Mann konkret vorwirft
Später, so schildert es die Schauspielerin, habe sie eine Antwort auf die entscheidende Frage bekommen. Nach ihrer Version soll Christian Ulmen ihr am ersten Weihnachtstag 2024 selbst gestanden haben, dafür verantwortlich zu sein. Fernandes zitiert ihn mit den Worten: „Ich war das, ich habe das getan.“
Ende 2025 reichte sie schließlich beim Bezirksgericht in Palma de Mallorca Anzeige gegen ihn ein. Auf Anfrage von Spiegel bestätigte das Gericht, dass Vorermittlungen bereits eingeleitet wurden. In dem Fall geht es unter anderem um Identitätsanmaßung, öffentliche Beleidigung, die Offenlegung von Geheimnissen, wiederholte Körperverletzung im familiären Nahverhältnis sowie schwere Bedrohung.
Vorwürfe über Jahre digitaler Erniedrigung
Nach den Angaben in der Anzeige soll Ulmen in ihrem Namen mit Hunderten Männern Kontakt aufgenommen haben. Fernandes erklärt, diesen Personen seien erotische Bilder und Videos geschickt worden, während ungefähr 30 Männer auf die Nachrichten reagiert hätten. Darüber hinaus sagt sie, unter ihrer Identität seien Online-Affären und Telefonsex geführt worden, und all das sei ohne ihr Wissen und ohne ihre Zustimmung geschehen.
Für die Schauspielerin war das nach eigenen Worten nicht nur ein Schock, sondern eine tiefe psychische Erschütterung. Ihren Zustand nach dem mutmaßlichen Geständnis beschreibt sie so, als habe sie eine Todesnachricht erhalten und sei weder in der Lage gewesen zu sprechen noch zu weinen. Genau deshalb reicht dieser Fall weit über einen privaten Beziehungskonflikt hinaus und berührt Themen wie digitale Gewalt, Identitätsmissbrauch und jahrelange Verletzungen der Privatsphäre.
„Mir wurde über Jahre mein Körper gestohlen“
Am stärksten tritt in dieser Geschichte die persönliche Dimension dessen hervor, was passiert sein soll. Fernandes sagt, man habe ihr „über Jahre ihren Körper gestohlen“, und macht deutlich, dass der größte Schmerz für sie darin liege, dass dies nach ihrer Darstellung ausgerechnet von dem Menschen ausgegangen sein soll, der ihr am nächsten stand. Diese Worte zeigen, wie tief sie nicht nur die digitale Verfolgung selbst trifft, sondern auch der mögliche Vertrauensbruch im engsten persönlichen Umfeld.
Geschichten über Fake-Accounts, digitale Gewalt und die Nutzung fremder Identitäten ohne Zustimmung sind längst keine Einzelfälle mehr. Wenn allerdings bekannte Persönlichkeiten im Zentrum eines solchen Skandals stehen, zeigt das erneut, wie zerstörerisch solche Handlungen für den Ruf, die psychische Stabilität und das grundlegende Sicherheitsgefühl eines Menschen sein können.
Eine Stellungnahme von Ulmen liegt bisher nicht vor
Christian Ulmen selbst hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht öffentlich geäußert. Wie die Quelle schreibt, bemühte sich t-online um eine Stellungnahme, erhielt bislang jedoch keine Antwort. Auch eine Anfrage an das Bezirksgericht in Palma blieb bisher unbeantwortet.
Der Fall befindet sich derzeit noch im Stadium der Vorermittlungen, deshalb wären endgültige Schlüsse zum jetzigen Zeitpunkt verfrüht. Gleichzeitig hat allein das Ausmaß der Anschuldigungen bereits große Aufmerksamkeit ausgelöst, weil es nicht nur um einen Konflikt zwischen ehemaligen Eheleuten geht, sondern um mögliche jahrelange Handlungen rund um Identitätsmissbrauch, Erniedrigung im Netz und massive Eingriffe in das Privatleben.
Mehr Wirbel um prominente Namen gibt es aktuell auch bei Let’s Dance, wo Gustav Schäfer sowie Bill und Tom Kaulitz für neue Schlagzeilen sorgen.
