In Frankfurt am Main fand der Mainova Halbmarathon statt, in dessen Rahmen auch die Medaillen der Deutschen Meisterschaften im Halbmarathon vergeben wurden, berichtet timestuff.de unter Berufung auf leichtathletik.de. Zu den Hauptfiguren des Tages wurden Esther Pfeiffer und Richard Ringer, die sich souverän die Goldmedaillen sicherten und damit ihren Status als zwei der stärksten Läufer Deutschlands untermauerten.
Der Frankfurter Lauf war nicht einfach nur ein weiteres Rennen der Saison, sondern ein wichtiger Gradmesser für die deutsche Leichtathletik mit Blick auf die kommenden großen internationalen Wettbewerbe.
Richard Ringer wird zum zweiten Mal Deutscher Meister
Im Männerrennen setzte sich der 37-jährige Richard Ringer vom LC Rehlingen durch. Er bewältigte die Distanz in 1:03:26 Stunden und entschied das Rennen in der zweiten Hälfte der Strecke, als er sich deutlich von seinen Konkurrenten absetzen konnte.
Für Ringer war es der zweite Titel bei Deutschen Halbmarathon-Meisterschaften nach seinem Triumph im Jahr 2023.
Den zweiten Platz belegte Tom Thurley von Munich Athletics mit einer Zeit von 1:04:24. Bronze ging an Lars Franken von LG Olympia Dortmund, der nach 1:04:40 ins Ziel kam. Für ihn war es ein besonders erfolgreicher Auftritt, denn neben dem Platz in den Top 3 gewann er auch die U23-Wertung.
Die Sieger im Männerrennen
- Richard Ringer — 1:03:26
- Tom Thurley — 1:04:24
- Lars Franken — 1:04:40
- U23-Sieger — Lars Franken
Warum Ringers Sieg besonders viel Aufmerksamkeit bekam
Für Richard Ringer war es bereits der dritte starke Auftritt seit Beginn des Jahres. Zuvor überzeugte er bereits in Valencia und Dubai, und auch in Frankfurt bewies er erneut, dass er sich in sehr guter Form befindet.
Besonders bedeutend ist dieses Ergebnis auch deshalb, weil Ringer zu Beginn der Saison bereits die Norm für die Teilnahme an den Europameisterschaften erfüllt hatte. Deshalb wird sein Sieg in Frankfurt nicht nur als nationaler Erfolg gewertet, sondern auch als Bestätigung seiner Bereitschaft für starke internationale Konkurrenz.
Ringer bestreitet die Saison bislang äußerst konstant, und genau diese Form macht ihn zu einem der wichtigsten deutschen Favoriten bei den großen Wettkämpfen des Jahres 2026.
Esther Pfeiffer verteidigt erfolgreich ihren Titel
Im Frauenrennen gewann erneut Esther Pfeiffer von Düsseldorf Athletics. Sie lief die Distanz in 1:10:39 Stunden und wiederholte damit ihren Erfolg aus dem Vorjahr.
Bemerkenswert war, dass ihr Ehemann Hendrik Pfeiffer sie während des Rennens begleitete und als Pacemaker fungierte. Diese Unterstützung wurde zu einem auffälligen Detail des Rennens und half der Athletin dabei, ihr Tempo bis zum erfolgreichen Zieleinlauf konstant zu halten.
Die Silbermedaille ging an Antonia Schiel vom LAV Stadtwerke Tübingen mit 1:11:08. Bronze sicherte sich Nina Reuter von Frankfurt Athletics, die nach 1:12:00 ins Ziel kam.
Die Siegerinnen im Frauenrennen

| Platz | Athletin | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Esther Pfeiffer | 1:10:39 |
| 2 | Antonia Schiel | 1:11:08 |
| 3 | Nina Reuter | 1:12:00 |
Wer gewann die U23-Wertung bei den Frauen?
In der U23-Kategorie setzte sich Maja Schmidt vom Läuferbund Schwarzenberg durch. Sie erreichte eine Zeit von 1:19:54 und lag damit nur ganz knapp vor Louise Micol von TG Traisa, die in 1:19:58 finishte.
Diese Entscheidung war eine der spannendsten des gesamten Wettbewerbs, denn über Gold entschieden am Ende nur wenige Sekunden.
Auch das Fehlen einer Favoritin prägte das Frauenrennen
Eine der auffälligsten Nachrichten des Tages war, dass Domenika Mayer, die ebenfalls für den Start in Frankfurt gemeldet war, nicht antrat. Stattdessen lief sie beim parallel ausgetragenen City-Lauf in Dresden über 10 Kilometer und gewann dort in 32:33 Minuten.
Dadurch verlor das Frauenrennen in Frankfurt zwar einen der prominentesten Namen im Feld, doch das schmälert in keiner Weise den Wert des Sieges von Esther Pfeiffer, die ihren Meisterschaftserfolg sehr überzeugend bestätigte.
Manchmal sagt eine erfolgreiche Titelverteidigung mehr über die Klasse einer Athletin aus als ein erster Sieg.
Die wichtigsten Erkenntnisse der Deutschen Halbmarathon-Meisterschaften in Frankfurt

Die Deutschen Meisterschaften in Frankfurt machten mehrere Entwicklungen deutlich:
- Richard Ringer bleibt einer der konstantesten deutschen Läufer auf den langen Distanzen
- Esther Pfeiffer bestätigte ihren Status als Führende im deutschen Frauen-Halbmarathon
- die U23-Wertungen zeigten ein enges Rennen und neue interessante Namen
- die Ergebnisse von Frankfurt waren ein wichtiger Schritt in der Vorbereitung auf die internationale Saison
Übersicht der Siegerinnen und Sieger
| Kategorie | Siegerin / Sieger | Ergebnis |
|---|---|---|
| Männer | Richard Ringer | 1:03:26 |
| Frauen | Esther Pfeiffer | 1:10:39 |
| U23 Männer | Lars Franken | 1:04:40 |
| U23 Frauen | Maja Schmidt | 1:19:54 |
Was bedeuten diese Ergebnisse für die Saison?
Der Halbmarathon in Frankfurt war ein wichtiger Formtest für die führenden deutschen Athletinnen und Athleten. Für Ringer stärkt dieser Sieg die Position vor den internationalen Starts, während Pfeiffer damit beweist, dass ihr Erfolg aus dem Vorjahr keineswegs zufällig war.
Schon jetzt lässt sich sagen, dass beide Champions in sehr guter Verfassung in den weiteren Saisonverlauf gehen. Ihre Ergebnisse von Frankfurt dürften deshalb noch lange als eines der prägenden Ereignisse im deutschen Leichtathletik-Frühjahr 2026 in Erinnerung bleiben.
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