Betrüger „verkleiden“ sich derzeit massenhaft als Deutsche Rentenversicherung (DRV), um Versicherten und Rentnerinnen sowie Rentnern persönliche Daten zu entlocken, berichtet timestuff.de unter Berufung auf hna.de. Betroffen sind vor allem Menschen, die offiziellen Briefen und Mitteilungen der Rentenversicherung gewohnt sind zu vertrauen. Die DRV warnt aktuell vor mindestens zwei Betrugsmaschen, die gerade besonders häufig auftreten.
Warum Schreiben der DRV ein ideales Deckmäntelchen für Betrüger sind
Die Deutsche Rentenversicherung gehört zu den wichtigsten Institutionen des deutschen Sozialsystems und ist für Millionen Menschen ein fester Ansprechpartner. Rentenbescheide, Hinweise zur Rentenanpassung oder Informationen zur Altersvorsorge kommen regelmäßig per Post oder digital – und wirken deshalb völlig normal. Genau diese Routine schafft Vertrauen, sodass viele Empfänger erst einmal keinen Grund sehen, an der Echtheit zu zweifeln.
Kriminelle nutzen diese Erwartung gezielt aus und melden sich als angebliche „DRV-Mitarbeitende“. Ihr Ziel ist fast immer dasselbe: sensible Informationen abgreifen, etwa persönliche Daten oder Zugangsdaten. Wer in Stress versetzt wird oder schnell reagieren soll, tappt besonders leicht in die Falle.
Phishing-Mails, die Gestaltung und Ton der DRV nachahmen

Nach Angaben der DRV kursieren seit einiger Zeit Phishing-E-Mails, die auf den ersten Blick wie echte Nachrichten der Rentenversicherung wirken. In diesen Mails übernehmen Betrüger Logo, Layout und typische Formulierungen, um einen offiziellen Eindruck zu erzeugen. Anschließend werden die Empfänger aufgefordert, persönliche Daten „dringend“ einzugeben oder zu aktualisieren – genau dort beginnt das Risiko.
Ein schneller Check hilft oft schon weiter: der Blick auf die Absenderadresse. Statt einer seriösen DRV-Adresse tauchen in betrügerischen Nachrichten zum Beispiel „noreply@drv.de“ oder „admin@lenterasafety.co.id“ auf – Adressen, die nichts mit der Deutschen Rentenversicherung zu tun haben. Zusätzlich fallen manchmal ungewöhnliche Anreden, untypische Formulierungen oder Schreibfehler auf, worauf auch die Verbraucherzentrale hinweist.
Was tun, wenn eine verdächtige E-Mail im Postfach landet?
Die DRV rät, auf solche E-Mails nicht zu reagieren und sie konsequent in den Spam-Ordner zu verschieben. Links in der Nachricht sollten unter keinen Umständen angeklickt werden, selbst wenn alles auf den ersten Blick seriös aussieht. Auch Aufforderungen zur Dateneingabe oder zur Installation von Software sollten ignoriert werden, weil dadurch Daten in falsche Hände geraten oder Geräte kompromittiert werden können.
Wer unsicher ist, sollte lieber einen sicheren Weg wählen und Informationen nur über offizielle Kontaktkanäle der DRV prüfen. So lässt sich vermeiden, dass ein kurzer Klick später zu langem Ärger führt.
Anrufe bei Rentnern: Der erfundene „Staatsbonus“ von 1.000 Euro
Neben den gefälschten E-Mails meldet die DRV eine zweite Masche, die sich vor allem gegen ältere Menschen richtet. Dabei rufen Betrüger über Mobilfunk an und behaupten, es könne ein einmaliger Zuschuss von 1.000 Euro pro Kind beantragt werden. Ein solches Angebot existiert nicht – die Geschichte ist frei erfunden und soll Menschen zu schnellen Angaben verleiten.
Die DRV stellt klar, dass ihre Mitarbeitenden in der Regel nicht per Mobilfunkanruf Kontakt aufnehmen. Falls es ausnahmsweise doch einen Rückruf gibt, etwa im Rahmen eines laufenden Antragsverfahrens, wird stets eine Rückrufnummer genannt. Persönliche Daten werden ausschließlich schriftlich abgefragt, und Hausbesuche durch die DRV finden grundsätzlich nicht statt.
Wer einen solchen Anruf erhält, sollte das Gespräch sofort beenden und keinerlei Informationen zur eigenen Person preisgeben. Je weniger Angriffsfläche Betrüger bekommen, desto schwerer wird es für sie, Schaden anzurichten.
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