Die Kultband Scorpions nimmt Abschied von einem Mann, der in den Jahren des Aufstiegs zum Weltruhm an ihrer Seite stand, berichtet timestuff.de unter Berufung auf n-tv.de. Der frühere Bassist Francis Buchholz ist im Alter von 71 Jahren gestorben.
Nach einem Kampf gegen Krebs verstorben
Francis Buchholz erlag im Alter von 71 Jahren einer Krebserkrankung. Das teilte die Familie des Musikers auf Facebook mit und betonte, dass es sich um einen privaten Kampf handelte, über den sie öffentlich nicht gesprochen hatte. In dem Beitrag gestehen die Angehörigen, wie schmerzhaft der Verlust für sie ist – und dass sie noch immer kaum fassen können, was passiert ist.
Die Familie hob außerdem hervor, dass Buchholz ruhig gegangen sei und in seinen letzten Momenten nicht allein war. Er habe diese Welt „friedlich verlassen, umgeben von Liebe“, schrieben sie. Zugleich bedankten sich die Angehörigen bei den Fans für die Unterstützung und Treue, die sie dem Musiker über viele Jahre entgegengebracht hatten.
Wer den Beitrag unterschrieb – und die Botschaft an die Fans
Unterzeichnet ist die Veröffentlichung von Buchholz’ Ehefrau Hella sowie den drei Kindern Sebastian, Louisa und Marietta. Sie erinnern daran, dass sie während der gesamten Krankheit an seiner Seite standen und gemeinsam jede schwierige Phase durchstanden. Genau so habe er es ihnen immer vorgelebt: zusammenhalten und nicht aufgeben.
An die Anhänger gerichtet dankte die Familie ausdrücklich für die „unerschütterliche Loyalität“, die Liebe und den Glauben, den viele über die Jahre in Francis gesetzt hätten. In diesen Zeilen steckt nicht nur Dankbarkeit, sondern auch spürbar die besondere Verbindung zwischen dem Musiker und den Menschen, die seinen Bass weltweit gehört haben. Für viele Fans gehört sein Name zur „goldenen“ Scorpions-Ära.
1973–1992: die Jahre mit den Scorpions
Buchholz war von 1973 bis 1992 Mitglied der Scorpions. Auch wenn sein Ausstieg inzwischen mehr als 30 Jahre zurückliegt, fiel seine Zeit in der Band genau in jene Phase, in der sich die deutschen Hardrocker Schritt für Schritt zu internationalen Stars entwickelten. Er war einer der Musiker, die das Rückgrat der Rhythmussektion bildeten, während die Scorpions ihr Publikum weit über Deutschland hinaus vergrößerten.
Geboren wurde Francis Buchholz 1954 in Hannover. Schon als Jugendlicher spielte er in verschiedenen Bands und sammelte früh Bühnenerfahrung. 1973 schloss sich seine Formation Dawn Road mit den Scorpions zusammen, die damals im Kern aus Sänger Klaus Meine und Gitarrist Rudolf Schenker bestanden.
Was von ihm bleibt

Zum Schluss erinnerte die Familie sehr persönlich an das Vermächtnis von Francis Buchholz, ohne daraus eine formelle Abschiedsbotschaft zu machen. Selbst wenn die „Saiten verstummt“ seien, werde seine Seele in jeder Note weiterleben, die er gespielt habe – und in jedem Leben, das er berührt habe. Diese Worte erklären, warum die Nachricht vom Tod des früheren Scorpions-Bassisten nicht nur seine Familie, sondern auch viele Fans so hart trifft.
Für die Geschichte der Scorpions ist Buchholz’ Name mehr als nur eine Zeile in der Biografie. Er steht für eine ganze Epoche, in der die Band ihren Ruf als Legenden des deutschen Hardrock prägte – und ihre Musiker weltweit bekannt wurden. Genau deshalb wirkt dieser Verlust so groß.
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