Das Finale von „Germany’s next Topmodel“ läuft in diesem Jahr nicht als Liveshow aus Deutschland, sondern als vorproduzierte Sendung aus Hollywood, berichtet timestuff.de unter Berufung auf gala.de. Genau dieses Konzept bringt nun ein Problem mit sich: Noch vor der offiziellen Ausstrahlung wurden die Sieger im Netz vorab publik. Für die Show ist das ein empfindlicher Moment, denn normalerweise lebt das Finale davon, dass die Entscheidung erst am TV-Abend fällt und die Spannung bis zuletzt gehalten wird.
Heidi Klum hatte offenbar schon vorab Zweifel an der neuen Form des Finales. In Cannes sprach sie im Interview mit „Gala“ offen darüber, dass sie sich eigentlich wieder eine Live-Ausgabe gewünscht hätte. Für die Moderatorin macht gerade die direkte Atmosphäre eines Finalabends viel aus: Fans im Saal, echte Nervosität, spontane Reaktionen und das Gefühl, dass sich alles auf diesen einen Moment zuspitzt.
„Ich liebe es mehr, wenn es live ist und wollte auch, dass dieses Finale wieder live sein würde“, sagte Heidi Klum.
Warum Heidi Klum das Live-Finale bevorzugt hätte
Nach Klums Einschätzung ist eine Aufzeichnung vor allem für die Finalisten schwieriger. Bei einem Live-Finale entsteht die besondere Energie durch das Publikum, durch unvorhersehbare Momente und durch die emotionale Wucht des Abends. Genau diese Stimmung lässt sich bei einer vorproduzierten Sendung nur begrenzt übertragen, selbst wenn die Show groß inszeniert ist.
Sie räumte ein, dass bei den Kandidaten ein Teil dieser Euphorie verloren gehe. Das betrifft nicht nur die Atmosphäre vor Ort, sondern auch die Wahrnehmung des Finales selbst. Wenn die Entscheidung bereits aufgezeichnet ist und vor der Ausstrahlung durchsickert, verliert der TV-Moment zusätzlich an Exklusivität.
„Diese Euphorie verpufft bei den Kandidaten ein bisschen“, sagte Klum.
Am Ende folgte Klum dem Wunsch des Senders
Trotz ihrer Bedenken akzeptierte Heidi Klum schließlich die Entscheidung des Senders. Das Finale sollte in Hollywood produziert werden, und Klum fügte sich diesem Konzept. Ganz ablehnend bewertete sie das Ergebnis am Ende aber nicht, denn sie beschrieb die Show als gelungen und anders als frühere Finalausgaben.
„Okay, probieren wir es so, wenn ihr das unbedingt in Hollywood machen wollt“, erklärte Klum rückblickend.
Der Standort Hollywood bot der Produktion zugleich Möglichkeiten, die in Deutschland schwieriger gewesen wären. Klum verwies dabei besonders auf die prominenten Gäste. Eine internationale Größe wie Sharon Stone für einen Tag nach Deutschland zu holen, wäre aus ihrer Sicht wohl komplizierter gewesen; in Los Angeles sei der Aufwand deutlich geringer gewesen.
„Ich finde, es ist gut geworden und es ist anders“, sagte Heidi Klum.
Diese Stars sind beim GNTM-Finale dabei
Neben Sharon Stone treten beim Finale weitere prominente Gäste auf. Genannt wurden unter anderem Nicole Scherzinger, Demi Lovato, Dean Caten und Dan Caten, Adriana Lima sowie Winnie Harlow. Damit setzt die Show klar auf einen internationalen Hollywood-Rahmen, auch wenn der Preis dafür der Verzicht auf das klassische Live-Finale ist.
Im Finale stehen Aurélie, Daphne, Anna, Ibo, Tony und Godfrey. Die Entscheidung selbst sollte eigentlich erst mit der TV-Ausstrahlung ihre volle Wirkung entfalten. Durch den Leak ist diese Spannung nun beschädigt — genau jenes Risiko, das bei einer aufgezeichneten Finalshow deutlich größer ist als bei einer Livesendung.
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