In der Innenstadt von Hannover ist ein weiteres auffälliges Geschäft verschwunden, das bis vor Kurzem mit einer bunten Schaufensterfront und einem ungewöhnlichen Sortiment Aufmerksamkeit auf sich zog, berichtet timestuff.de unter Berufung auf haz.de. Die Filiale von House of Sweets in der Nähe des Hauptbahnhofs hat ihren Betrieb eingestellt, hinter der Schließung steht die offizielle Insolvenz der Betreibergesellschaft. Der Fall ist besonders bemerkenswert, weil es sich nicht um ein kleines lokales Projekt handelt, sondern um eine Kette, die dank sozialer Netzwerke schnell gewachsen ist und Filialen in ganz Deutschland eröffnet hat.
Was über die Schließung des Geschäfts in Hannover bekannt ist
Grund für das Aus ist die Zahlungsunfähigkeit der House of Sweets Hannover GmbH. Nach den vorliegenden Gerichtsdaten wurde das Insolvenzverfahren am 2. April 2026 eröffnet, zum Insolvenzverwalter wurde der Wirtschaftsjurist Lars Rühmland bestellt. Das Geschäft in Hannover ist inzwischen auch online als dauerhaft geschlossen gekennzeichnet, was das Ende des Verkaufsbetriebs für Kundinnen und Kunden praktisch bestätigt.
Die größte Filiale der Kette war nur kurze Zeit geöffnet
Die Filiale hatte erst im August 2024 eröffnet und galt zum Start als größte House of Sweets-Niederlassung in Deutschland. Auf rund 350 Quadratmetern wurden Süßigkeiten, Getränke und Snacks aus verschiedenen Ländern angeboten, genau dieses internationale Sortiment war der Kern des gesamten Konzepts. Heute sind hinter den Schaufenstern statt Regalen voller Importwaren nur noch leere Flächen zu sehen, was in starkem Kontrast zu den ehrgeizigen Expansionsplänen der Kette steht.
Worauf der Erfolg von House of Sweets beruhte

Das Konzept von House of Sweets setzte auf importierte Süßwaren, die in herkömmlichen Supermärkten in Deutschland nur schwer zu finden sind. Gerade dieses Modell half der Marke dabei, schnell die Aufmerksamkeit eines jungen Publikums zu gewinnen, während die starke Präsenz in sozialen Medien die Kette zu einem wiedererkennbaren Format mit Standorten in mehreren Städten machte. Das Unternehmen, das seinen Ursprung in Niedersachsen hat, wirkte eine Zeit lang wie eine klassische Erfolgsgeschichte eines schnell wachsenden Handelskonzepts, doch dieser Aufschwung ist inzwischen in ernsthafte wirtschaftliche Probleme umgeschlagen.
Die Probleme der Kette reichen weit über Hannover hinaus
Die Lage in Hannover scheint kein Einzelfall zu sein. Nach jüngsten Berichten sind auch andere Städte betroffen, unter den bereits geschlossenen Standorten werden mindestens Braunschweig sowie Dortmund und Kassel genannt. Das deutet darauf hin, dass es sich nicht nur um ein lokales Problem einer einzelnen Filiale handeln könnte, sondern um eine umfassendere Krise innerhalb der gesamten Kette.
Anzeichen für die Krise waren schon früher sichtbar
Auf wirtschaftliche Schwierigkeiten deuteten bereits mehrere indirekte Hinweise hin. Auf der Unternehmenswebsite erschien der Hinweis, dass Bestellungen im Onlineshop vorübergehend nicht möglich seien, als Begründung wurde ein Umzug in eine größere Lagerhalle genannt. Gleichzeitig kam die Aktivität des Unternehmens auf Instagram faktisch schon Ende Dezember 2024 zum Stillstand, was bei einer Marke, die ihren Aufstieg vor allem sozialen Netzwerken verdankte, besonders auffällt.
Warum die Kette insolvent wurde
Die konkreten Ursachen für die Insolvenz von House of Sweets sind bislang nicht öffentlich bekannt. Bisher ist nur klar, dass für einzelne Gesellschaften der Kette Insolvenzverfahren eröffnet wurden und mehrere Filialen bereits geschlossen sind. Damit steht im Moment nicht nur die Frage im Raum, warum das Geschäft im Zentrum von Hannover verschwunden ist, sondern auch, ob sich die Marke nach dieser Welle von Schließungen überhaupt noch auf dem deutschen Markt behaupten kann.
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