Ein deutscher Tourist ist während seines Urlaubs in Süditalien nach einer Kajaktour ums Leben gekommen, berichtet timestuff.de unter Berufung auf spiegel.de. Der Mann war allein aufs Wasser gefahren, kehrte danach aber nicht mehr zu seiner Unterkunft zurück.
Tragödie nahe Capaccio Paestum
In der Nähe der Kleinstadt Capaccio Paestum, südlich von Neapel, entdeckten Rettungskräfte ein umgekipptes Kajak mit dem leblosen Körper des Touristen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa handelt es sich um einen 71-jährigen Deutschen, der gemeinsam mit seiner Ehefrau in der Region Urlaub machte. Einige italienische Medien nennen hingegen ein Alter von 72 Jahren, weshalb es in den Berichten zu dem Unglück eine kleine Abweichung gibt.
Nach ersten Erkenntnissen war der Mann auf dem Fluss Capodifiume unterwegs und wollte offenbar in Richtung Mittelmeer paddeln. Während der Fahrt kenterte sein Kajak aus bisher ungeklärter Ursache. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass der Tourist nach dem Unfall eingeklemmt wurde und sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien konnte.
Ehefrau meldete ihn nach mehreren Stunden als vermisst
Der Mann verbrachte seinen Urlaub mit seiner Frau in einer Gegend, die für archäologische Stätten und die Nähe zur Küste Kampaniens bekannt ist. Am Sonntag verabschiedete er sich von ihr und brach allein zu einer Paddeltour auf, die eigentlich ein gewöhnlicher Ausflug während der Reise werden sollte. Als er nach mehreren Stunden nicht zurückkehrte, alarmierte seine Ehefrau die Behörden und meldete ihn als vermisst.
Die Suche nach dem deutschen Urlauber dauerte die gesamte Nacht, blieb zunächst jedoch ohne Ergebnis. Erst im Morgengrauen fanden die Einsatzkräfte das gekenterte Kajak mit dem Verunglückten. Nach Angaben der Rettungskräfte wies der Mann Verletzungen im Gesicht auf, die möglicherweise entstanden, als das Boot von der Strömung erfasst wurde und gegen Steine im Flussbett prallte.
Obduktion soll genaue Todesursache klären
Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion an, um die genaue Todesursache des deutschen Touristen festzustellen. Die Ermittler wollen klären, ob der Mann direkt infolge des Kajak-Unfalls starb oder ob zuvor ein plötzliches gesundheitliches Problem eine Rolle gespielt haben könnte. Solange die Untersuchungsergebnisse nicht vorliegen, bleibt die Annahme eines Unglücks vorläufig.
Nähere Angaben zur Herkunft des Mannes innerhalb Deutschlands machten die italienischen Behörden zunächst nicht. Auch sein vollständiger Name wurde nicht öffentlich genannt, während einige lokale Medien lediglich die Initialen K.O. erwähnen. Für Capaccio Paestum sorgt der Fall für besondere Aufmerksamkeit, da die Region regelmäßig viele Reisende anzieht, die wegen der Küste, der Natur und der historischen Sehenswürdigkeiten nach Süditalien kommen.
Auch auf Reisen kann ein einzelner Zwischenfall schnell zum ernsten Sicherheitsrisiko werden, wie der Virus-Ausbruch auf der MV Hondius vor Kap Verde zeigt.
