Prinzessin Marie von Dänemark lebt mit ihrer Familie Tausende Kilometer von Kopenhagen entfernt. Das ist seit Jahren bekannt. Doch Ende September 2026 bekommt die räumliche Distanz plötzlich eine neue Bedeutung: In Dänemark wird öffentlich darüber diskutiert, warum die 50-Jährige in diesem Jahr so selten in ihrer Heimat zu sehen war – obwohl sie weiterhin zahlreiche Schirmherrschaften innehat, berichtet timestuff.de.
Von einem handfesten „Royals-Skandal“ zu sprechen, wäre allerdings übertrieben. Fest steht bislang vor allem, dass einzelne Vertreter von Organisationen und Royal-Beobachter Kritik äußern und der Hof keine ausführliche Erklärung für Maries wenige Auftritte in Dänemark gegeben hat.
Interessant ist dabei gerade der Widerspruch: Marie ist keineswegs vollständig aus dem öffentlichen Leben verschwunden. Ihre Arbeit findet derzeit nur zu einem erheblichen Teil außerhalb Dänemarks statt.
Warum Marie von Dänemark gerade in der Kritik steht
Auslöser der aktuellen Diskussion sind Berichte über Maries geringe Präsenz in Dänemark. BUNTE berichtet, dass sie 2026 in ihrer Heimat kaum öffentlich aufgetreten sei. Als einer ihrer letzten großen Auftritte in Kopenhagen wird der traditionelle Neujahrsempfang Anfang Januar genannt.
Besonders deutlich äußerte sich Niels Lautrup Holm von Rainbow Business Danmark. Gegenüber der dänischen Zeitung „Ekstra Bladet“ kritisierte er Maries Prioritäten und zeigte sich enttäuscht über ihre geringe Präsenz.
Die aktuelle Debatte dreht sich deshalb weniger darum, ob Marie überhaupt arbeitet, sondern darum, wo und wie sichtbar sie ihre royale Rolle wahrnimmt.
Zusätzliche Aufmerksamkeit bekam das Thema durch einen geplanten Empfang anlässlich ihres 50. Geburtstags. Dieser sollte Berichten zufolge im Juni stattfinden, wurde jedoch wegen „unvorhergesehener Umstände“ verschoben. Eine detaillierte öffentliche Erklärung dafür gibt es bislang nicht.
Marie hat weiterhin 18 Schirmherrschaften
Dass ihre Abwesenheit überhaupt auffällt, hat einen konkreten Grund. Marie besitzt weiterhin eine ungewöhnlich breite Liste offizieller Aufgaben. Auf der offiziellen Website des dänischen Königshauses werden aktuell 18 Schirmherrschaften genannt.
Dazu gehören unter anderem:
- Autism Denmark,
- DanChurchAid,
- die Danish Epilepsy Association,
- die Danish Dyslexia Association,
- die Schackenborg Foundation,
- Stop Wasting Food,
- das Tønder Festival,
- die Alliance Française in Denmark,
- die Danish National Commission for UNESCO.
Ihre Schwerpunkte reichen damit von sozialen und humanitären Projekten über Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen bis zu Kultur, Bildung und Lebensmittelverschwendung.
Marie hat also keineswegs nur einen repräsentativen Titel. Hinter ihrer Rolle stehen konkrete Organisationen, für die königliche Sichtbarkeit durchaus einen Wert besitzt.
Ist Prinzessin Marie tatsächlich „verschwunden“?

Nein. Genau hier braucht die aktuelle Geschichte etwas mehr Differenzierung.
Marie war 2026 durchaus öffentlich tätig – nur nicht unbedingt in Dänemark. Am 22. April nahm sie beispielsweise als Schirmherrin von DanChurchAid an der Veranstaltung „Strengthening humanitarian response and security through partnership“ in der dänischen Botschaft in Washington teil. Das dänische Königshaus dokumentierte den Termin offiziell.
Bei der Veranstaltung ging es unter anderem um humanitäre Einsätze in der Demokratischen Republik Kongo und in der Ukraine sowie um die Zusammenarbeit zwischen Dänemark und den USA.
Auch bei einem wichtigen Familientermin war Marie öffentlich zu sehen: Ihre Tochter Athena wurde am 2. Mai 2026 in der Georgetown Lutheran Church in Washington konfirmiert. Das Königshaus veröffentlichte anschließend offizielle Bilder der Familie.
| Frage | Was bekannt ist |
|---|---|
| Lebt Marie noch in Dänemark? | Nein, die Familie wohnt derzeit in Washington D.C. |
| Warum lebt die Familie in den USA? | Prinz Joachim arbeitet an der dänischen Botschaft. |
| Hat Marie weiterhin royale Aufgaben? | Ja, sie führt 18 Schirmherrschaften. |
| Ist sie 2026 öffentlich aufgetreten? | Ja, unter anderem bei einem offiziellen Termin in Washington. |
| Warum war sie so selten in Dänemark? | Dafür gibt es bislang keine ausführliche offizielle Erklärung. |
| Wann kehrt die Familie zurück? | Nach aktuellem Plan im August 2027. |
Warum Marie und Joachim überhaupt in Washington leben
Der Aufenthalt in den USA hängt vor allem mit der beruflichen Aufgabe von Prinz Joachim zusammen. Er trat am 1. September 2023 seinen Posten als Verteidigungsindustrieattaché an der dänischen Botschaft in Washington D.C. an.
Joachim arbeitet dort an der Schnittstelle zwischen Dänemark und der amerikanischen Verteidigungsindustrie. Seine ursprüngliche Entsendung war auf drei Jahre angelegt und enthielt eine Verlängerungsoption.
Diese Option wurde genutzt. Im September 2025 teilte das dänische Verteidigungsministerium mit, dass Joachim bis Ende August 2027 in Washington bleiben werde.
Das Königshaus bestätigte anschließend, dass Marie sowie die gemeinsamen Kinder Henrik und Athena ebenfalls bis dahin in Washington wohnen werden.
Der Lebensmittelpunkt der Familie in den USA ist damit keine spontane private Entscheidung, sondern unmittelbar mit Joachims offizieller Tätigkeit für Dänemark verbunden.
August 2027 wird zum entscheidenden Datum
Der Aufenthalt in Washington ist nach aktuellem Stand nicht dauerhaft. Anfang 2026 wurde erstmals deutlich, dass die Familie nach Ablauf von Joachims Vertrag nach Dänemark zurückkehren will.
Das Datum ist bemerkenswert konkret: August 2027.
Für Henrik und Athena spielt dabei auch die Schule eine Rolle. Die Jahre in den USA sollen ihnen ermöglichen, einen wichtigen Abschnitt ihrer Ausbildung dort abzuschließen. Für Marie dürfte die Rückkehr gleichzeitig bedeuten, dass Termine bei ihren dänischen Schirmherrschaften wieder wesentlich einfacher zu organisieren sind.
Warum die Kritik trotzdem nachvollziehbar ist
Die Diskussion lässt sich nicht allein mit der Entfernung zwischen Washington und Kopenhagen erklären. Wer Schirmherrin zahlreicher Organisationen ist, erzeugt Erwartungen. Für kleinere Verbände kann ein Besuch eines Mitglieds der Königsfamilie erhebliche mediale Aufmerksamkeit bringen.
Gleichzeitig wäre es falsch, aus Maries geringer Präsenz in Dänemark automatisch Untätigkeit abzuleiten. Die offiziellen Angaben des Königshauses zeigen, dass sie auch während ihres Aufenthalts in den USA Termine wahrnimmt und Organisationen begleitet.
Damit treffen derzeit zwei berechtigte Perspektiven aufeinander:
- Die Organisationen in Dänemark wünschen sich sichtbare Unterstützung ihrer Schirmherrin.
- Marie lebt mit ihrer Familie in Washington und nimmt dort ebenfalls öffentliche Aufgaben wahr.
- Der Hof hat die geringe Präsenz in Dänemark bisher nicht ausführlich erklärt – genau dadurch entsteht Raum für Spekulationen.
Was über Maries Situation nicht bekannt ist
Gerade bei Royal-Themen wächst aus wenigen Fakten schnell eine große Geschichte. Im Fall von Prinzessin Marie gibt es jedoch derzeit keinen bestätigten Hinweis darauf, dass sie ihre Schirmherrschaften aufgeben will oder sich grundsätzlich aus dem dänischen Königshaus zurückzieht.
Ebenso wenig ist offiziell bekannt, dass hinter ihrer Abwesenheit ein neuer Konflikt innerhalb der Königsfamilie steht.
Die präziseste Beschreibung der Situation lautet deshalb: Marie ist deutlich seltener in Dänemark zu sehen – aber sie hat ihre öffentlichen Aufgaben nicht vollständig eingestellt.
Was als Nächstes wichtig wird
Spannend dürfte nun vor allem sein, ob der Hof weitere Termine von Marie in Dänemark ankündigt. Bis zur geplanten Rückkehr der Familie sind es noch knapp elf Monate. Je länger ihre persönliche Präsenz bei dänischen Organisationen gering bleibt, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Diskussion weitergeht.
Spätestens im Sommer 2027 dürfte sich die Situation jedoch grundsätzlich verändern. Läuft alles nach dem bisher kommunizierten Plan, endet dann Joachims Tätigkeit in Washington und die Familie kehrt nach Dänemark zurück.
Bis dahin bleibt von der großen Aufregung vor allem eine offene Frage: Wie lässt sich eine royale Rolle in Dänemark dauerhaft aus Washington ausfüllen?
Auch Tom Cruise sorgt derzeit für Aufsehen, denn in „Digger“ ist er kaum wiederzuerkennen.
