Eigentlich sollte Königin Mette-Marit an diesem Dienstag einen der wichtigsten Termine der neuen norwegischen Monarchie an der Seite ihres Mannes erleben. Noch am Montag hatte der Königshof angekündigt, dass sie König Haakon VIII. gemeinsam mit Kronprinzessin Ingrid Alexandra zur Vereidigung im Storting begleiten werde. Am Dienstagvormittag folgte jedoch die kurzfristige Änderung: Mette-Marit kann aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen, berichtet timestuff.de.
Das bestätigte das norwegische Königshaus in einer offiziellen Mitteilung vom 1. September. Lungenfacharzt Are Holm vom Rikshospitalet erklärte darin, dass es nach einer Lungentransplantation zu Komplikationen kommen könne. Bei der Königin seien solche Probleme seit der Operation bereits bei einigen Gelegenheiten aufgetreten – auch an diesem Dienstag. Deshalb müsse sie im Laufe des Tages medizinisch beobachtet werden.
Bemerkenswert ist vor allem der Zeitpunkt: Die Absage erfolgte nur wenige Stunden vor Haakons Auftritt im norwegischen Parlament.
Warum Mette-Marit heute nicht bei Haakon sein kann
Der Königshof nennt diesmal einen konkreten medizinischen Zusammenhang für die kurzfristige Programmänderung: Komplikationen nach der Lungentransplantation von Mette-Marit.
Nach Angaben ihres behandelnden Lungenarztes muss die Königin aufgrund der am Dienstag aufgetretenen Komplikationen im Laufe des Tages beobachtet werden. Deshalb kann sie nicht an der Vereidigung im Storting teilnehmen.
Welche Art von Komplikationen konkret aufgetreten ist, teilte der Palast allerdings nicht mit. Auch über deren Schwere oder mögliche Auswirkungen auf kommende Termine gibt es bislang keine offiziellen Angaben.
Deshalb wäre es falsch, aus der Absage allein eine weitergehende medizinische Prognose abzuleiten. Gesichert ist derzeit lediglich, dass ihr Gesundheitszustand eine Beobachtung am 1. September erforderlich macht und sie deshalb nicht an der Zeremonie teilnehmen kann.

Auch die norwegische Zeitung VG berichtet über die kurzfristige Absage Mette-Marits und verweist dabei auf die Mitteilung des Königshauses sowie die Erklärung von Lungenarzt Are Holm.
Noch am Montag war Mette-Marit öffentlich zu sehen
Die Nachricht kommt auch deshalb überraschend, weil Mette-Marit erst einen Tag zuvor an einem bedeutenden Termin der königlichen Familie teilgenommen hatte.
Am 31. August wurde der Sarg des verstorbenen Königs Harald V. innerhalb des Königlichen Schlosses in die Schlosskapelle überführt. Mette-Marit nahm gemeinsam mit König Haakon, Kronprinzessin Ingrid Alexandra, Königin Sonja und weiteren Mitgliedern der Familie an der Zeremonie teil.
Das norwegische Königshaus dokumentierte die Prozession offiziell.
Zwischen diesem öffentlichen Termin und der Absage für die Vereidigung liegt damit weniger als ein Tag.
Der Palast erklärt ausdrücklich, dass Mette-Marit auch am 1. September Komplikationen hatte. Weitere medizinische Einzelheiten wurden nicht veröffentlicht.
Wer Haakon nun zur Vereidigung begleitet
Nach der Absage Mette-Marits wurde das Programm kurzfristig angepasst. Kronprinzessin Ingrid Alexandra begleitet ihren Vater zum Storting.
| Mitglied der Königsfamilie | Rolle bei der Vereidigung |
|---|---|
| König Haakon VIII. | Legt den Eid auf die norwegische Verfassung ab |
| Kronprinzessin Ingrid Alexandra | Begleitet König Haakon |
| Königin Mette-Marit | Teilnahme kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen abgesagt |
| Königin Sonja | Verfolgt die Vereidigung im Storting |
| Prinz Sverre Magnus | Verfolgt die Vereidigung im Storting |
Diese Zusammensetzung bestätigte das Königshaus in seiner aktualisierten Mitteilung.
Am Montag war Mette-Marit noch fest eingeplant
Wie kurzfristig sich die Situation geändert hat, zeigt ein Vergleich der beiden offiziellen Mitteilungen des Königshauses.
- 31. August: Der Palast kündigt an, dass Mette-Marit und Kronprinzessin Ingrid Alexandra König Haakon zum Storting begleiten sollen.
- 1. September: Der Königshof teilt mit, dass Mette-Marit wegen gesundheitlicher Komplikationen nicht teilnehmen kann.
- 1. September, 13 Uhr: König Haakon VIII. legt seinen Eid vor dem Storting ab.
Die ursprüngliche Ankündigung des Königshauses vom 31. August nennt Mette-Marit ausdrücklich noch als Begleiterin des Königs.
Es handelt sich somit nicht um eine seit Tagen bekannte Abwesenheit, sondern um eine Änderung des offiziellen Programms am Tag der Vereidigung.
Was bei Haakons Vereidigung passiert
Der Termin im Storting ist keine Krönung. Ebenso wird Haakon durch die Zeremonie nicht erst zum König.
Nach dem Tod von König Harald V. ging der norwegische Thron unmittelbar auf seinen Sohn über. Haakon wurde damit automatisch König Haakon VIII.
Die Vereidigung vor dem Parlament ist ein davon getrennter verfassungsrechtlicher Akt.
Das norwegische Parlament erklärt den Ablauf der Vereidigung ausführlich. Demnach verliest der Präsident des Storting zunächst die offizielle Mitteilung über den Tod von König Harald V. und den Thronwechsel.
Anschließend legt König Haakon VIII. seinen Eid auf die norwegische Verfassung ab und hält eine kurze Ansprache.
Mit dem Eid verpflichtet sich der Monarch, Norwegen entsprechend der Verfassung und den Gesetzen des Landes zu regieren.
Warum der 1. September für Haakon so wichtig ist

Mette-Marit heute: Was ist passiert – und warum fehlt sie bei Haakons Vereidigung?. Screenshot: people.com
In Norwegen ist die Vereidigung eines neuen Monarchen einer der zentralen verfassungsrechtlichen Schritte nach einem Thronwechsel.
Artikel 9 der norwegischen Verfassung schreibt vor, dass ein volljähriger König nach seinem Regierungsantritt vor dem Storting den entsprechenden Eid ablegen muss.
Das Parlament bezeichnet die Vereidigung als einen der wichtigsten konstitutionellen Akte im Zusammenhang mit einem Thronwechsel.
Für Haakon ist der Auftritt damit einer der bedeutendsten staatlichen Termine seit seiner Thronbesteigung. Dass Mette-Marit ausgerechnet diesen Termin kurzfristig verpasst, erklärt das große öffentliche Interesse an ihrer Absage.
Mette-Marit erhielt im Juni eine neue Lunge
Die gesundheitlichen Probleme der Königin haben eine längere Vorgeschichte. Bei Mette-Marit war bereits 2018 eine chronische Lungenfibrose bekannt geworden. Nachdem sich ihre Lungenerkrankung weiterentwickelt hatte, wurde 2026 eine Transplantation notwendig.
Am 17. Juni 2026 teilte der Königshof mit, dass Mette-Marit am Oslo University Hospital Rikshospitalet eine Lungentransplantation erhalten hatte.
Die Operation sei bis zu diesem Zeitpunkt erfolgreich verlaufen, hieß es in der damaligen Mitteilung. Die behandelnden Ärzte erklärten zugleich, dass Patienten nach einer Lungentransplantation zunächst intensiv medizinisch betreut werden. Dazu gehören unter anderem die Einstellung der Medikamente, Rehabilitation und die Behandlung möglicher Komplikationen.
Die offizielle Mitteilung des norwegischen Königshauses zur Lungentransplantation vom 17. Juni 2026 ist weiterhin online abrufbar.
Dieser medizinische Hintergrund ist entscheidend für die Einordnung der aktuellen Absage – ohne daraus eine eigene Diagnose oder Prognose abzuleiten.
Welche Komplikationen hat Mette-Marit?
Genau diese Frage lässt sich derzeit nicht seriös beantworten.
Der Königshof bestätigt zwar Komplikationen nach der Lungentransplantation, veröffentlicht aber keine Details darüber, welches konkrete Problem am 1. September aufgetreten ist.
Aus der offiziellen Mitteilung sind derzeit folgende Punkte gesichert:
- Mette-Marit hatte nach ihrer Lungentransplantation bereits bei mehreren Gelegenheiten Komplikationen.
- Auch am 1. September traten Komplikationen auf.
- Die Königin muss deshalb im Laufe des Tages medizinisch beobachtet werden.
- Sie kann nicht an Haakons Vereidigung teilnehmen.
- Die Art der aktuellen Komplikationen wurde nicht veröffentlicht.
- Über die Schwere der Komplikationen gibt es keine offizielle Angabe.
- Auch eine Prognose für ihre nächsten öffentlichen Termine liegt bislang nicht vor.
Wie geht es Mette-Marit heute?
Auch darauf gibt es bislang nur eine begrenzte offizielle Antwort.
Bekannt ist, dass ihr behandelnder Arzt eine Beobachtung während des Tages für notwendig hält. Gleichzeitig enthält die Mitteilung des Königshauses keine Aussage, wonach sich Mette-Marit in einem kritischen Zustand befinde.
Umgekehrt wäre es ebenso falsch, die Komplikationen zu verharmlosen. Der Palast hat schließlich einen der bedeutendsten Termine des neuen Königspaares kurzfristig abgesagt.
Seriös lässt sich derzeit nur sagen: Mette-Marit wird wegen Komplikationen nach ihrer Lungentransplantation medizinisch beobachtet. Alles darüber hinaus wäre Spekulation.
Für den 1. September steht damit fest: Bei Haakons historischem Termin im Storting wird Mette-Marit entgegen der ursprünglichen Planung nicht an seiner Seite stehen.
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