Beim Kölner „Tatort“ beginnt eine neue Ära: Ricarda Seifried wird die neue Kommissarin an der Seite von Freddy Schenk. Die Schauspielerin übernimmt die Rolle der Kriminalhauptkommissarin Merle Rautenberg und folgt damit auf Klaus J. Behrendt alias Max Ballauf. Für Zuschauer passiert der Wechsel allerdings nicht sofort, berichtet timestuff.de.
Der WDR bestätigte die Personalie am 1. Oktober 2026 offiziell. Die Dreharbeiten zum ersten Fall mit Ricarda Seifried laufen bereits. Bis Merle Rautenberg tatsächlich im Fernsehen ermittelt, wird es aber noch ungefähr ein Jahr dauern.
Damit steht nicht nur fest, wer Max Ballauf ersetzt. Klar ist inzwischen auch, wie die neue Figur heißt, mit wem sie ermittelt und worum es in ihrem ersten Fall geht.
Wer ist Ricarda Seifried im Kölner „Tatort“?
Ricarda Seifried spielt künftig Kriminalhauptkommissarin Merle Rautenberg. Sie wird Teil des Kölner Ermittlerteams und arbeitet mit Freddy Schenk zusammen, der weiterhin von Dietmar Bär gespielt wird.
„Für die Zuschauerinnen und Zuschauer wird der Wechsel im Kölner Ermittlerteam erst in einem Jahr zu sehen sein.“
WDR, 1. Oktober 2026
Das ist ein wichtiger Punkt, denn die Nachricht über Seifrieds Einstieg bedeutet nicht, dass sie bereits in der nächsten ausgestrahlten Köln-Folge auftaucht. Zunächst bekommt Max Ballauf noch seinen Abschied: Klaus J. Behrendt wird im 100. Kölner „Tatort“ seinen letzten Einsatz als Kommissar haben.
Erst danach beginnt die neue Konstellation mit Rautenberg und Schenk. Ricarda Seifrieds erster Fall ist damit der 101. Kölner „Tatort“.
| Frage | Stand 1. Oktober 2026 |
|---|---|
| Wer wird neue „Tatort“-Kommissarin in Köln? | Ricarda Seifried |
| Wie heißt ihre Rolle? | Kriminalhauptkommissarin Merle Rautenberg |
| Mit wem ermittelt sie? | Freddy Schenk, gespielt von Dietmar Bär |
| Wen ersetzt sie? | Max Ballauf, gespielt von Klaus J. Behrendt |
| Wie heißt ihr erster Fall? | „Tatort – Entfesselt“ |
| Welche Folge ist das? | Der 101. Kölner „Tatort“ |
| Wann läuft die Folge? | Voraussichtlich in etwa einem Jahr; ein genauer Sendetermin steht noch nicht fest |
Wann ist Ricarda Seifried erstmals im „Tatort“ zu sehen?
Einen konkreten Ausstrahlungstermin für „Tatort – Entfesselt“ hat der WDR bisher nicht genannt. In der offiziellen Ankündigung heißt es lediglich, dass die neue Teamkonstellation für das Publikum ungefähr ein Jahr später zu sehen sein wird.
Aus heutiger Sicht bedeutet das: Mit dem ersten Einsatz von Merle Rautenberg ist ungefähr im Herbst 2027 zu rechnen. Das ist allerdings nur eine zeitliche Einordnung auf Basis der WDR-Angabe und noch kein bestätigter Sendetermin.
Wer nach einem konkreten Datum sucht, muss sich deshalb noch gedulden. Einen festen Sonntag, eine Uhrzeit oder einen ARD-Termin für „Entfesselt“ gibt es bislang nicht.
„Tatort – Entfesselt“: Darum geht es in ihrem ersten Fall

Ganz ohne Details lässt der WDR die Zuschauer dennoch nicht. Die Dreharbeiten zur Folge laufen bereits, unter anderem im Kölner Zoo. Im Zentrum des Falls steht ein ermordeter Tierarzt.
Freddy Schenk und seine neue Kollegin Merle Rautenberg übernehmen gemeinsam die Ermittlungen. Auch zwei bekannte Figuren des Kölner „Tatort“ bleiben dabei: Roland Riebeling ist als Kommissar Norbert Jütte zu sehen, Joe Bausch spielt erneut den Rechtsmediziner Dr. Roth.
Zum weiteren Ensemble gehören laut WDR-Presselounge unter anderem Urs Jucker, Franziska Benz, Andreas Nickl, Josefa Heinsius, Sergen Meral, Moritz Klaus, Therese Hämer und Aram Tafreshian.
Das Drehbuch stammt von Eva Zahn und Volker A. Zahn. Regie führt Torsten C. Fischer. Produziert wird der Film von Bavaria Fiction im Auftrag des WDR für die ARD.
Woher kennt man Ricarda Seifried?
Für einen großen Teil des „Tatort“-Publikums dürfte Ricarda Seifried zunächst ein neues Gesicht im festen Ermittlerteam sein. Eine Newcomerin vor der Kamera ist sie jedoch nicht.
Die 1990 in München geborene Schauspielerin war bereits in Kino-, Fernseh- und Streamingproduktionen zu sehen. Zu ihren bekannteren Arbeiten zählen „Deutsches Haus“, der Kinofilm „Axiom“ sowie „Polizeiruf 110: Das Gespenst der Freiheit“. Auch mit dem „Tatort“-Kosmos hatte sie bereits Berührungspunkte.
Ihr Profil bei der Agentur Scenario führt unter anderem folgende Produktionen auf:
- „Deutsches Haus“
- „Axiom“
- „Wintermärchen“
- „Polizeiruf 110: Das Gespenst der Freiheit“
- „Tatort: Wie alle anderen auch“
- „Tatort Dresden: Das, was du zurücklässt“
- „Jenseits der Spree“
- „Marie Brand und der entsorgte Mann“
- „Der Alte“
- „SOKO Leipzig“
Seifried bringt also Erfahrung im klassischen Fernsehkrimi mit, ohne beim Kölner „Tatort“ bislang eine Figur gespielt zu haben, die das Publikum dauerhaft mit ihr verbindet. Genau das kann für die neue Hauptrolle ein Vorteil sein: Merle Rautenberg beginnt weitgehend ohne Altlasten.
Ricarda Seifried wurde 2026 beim Filmfest München ausgezeichnet
Der Wechsel nach Köln fällt für Seifried in ein besonderes Jahr. Beim Filmfest München 2026 erhielt sie für ihre Arbeit in „Erzähl mir dein Morgen“ den Förderpreis Neues Deutsches Kino für die beste schauspielerische Leistung.
Die Auszeichnung wurde Anfang Juli vergeben und ist auch in der offiziellen Bekanntgabe von Bavaria Film dokumentiert.
Zuvor war Seifried bereits für ihre Darstellung in „Wintermärchen“ aufgefallen. Dafür wurde sie 2020 beim Preis der Deutschen Filmkritik als beste Darstellerin nominiert.
Dass der WDR gerade jetzt auf Seifried setzt, wirkt deshalb weniger wie die Suche nach einem möglichst bekannten TV-Gesicht – und eher wie die Entscheidung für eine Schauspielerin, deren Profil zuletzt deutlich an Sichtbarkeit gewonnen hat.
Welche Ausbildung hat Ricarda Seifried?
Seifried absolvierte ihre Schauspielausbildung an zwei renommierten Einrichtungen. 2010 bis 2011 besuchte sie die London Academy of Music & Dramatic Art (LAMDA). Von 2014 bis 2017 studierte sie anschließend an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München.
Neben Film und Fernsehen stand sie auch regelmäßig auf der Theaterbühne, unter anderem am Staatstheater Nürnberg, am Stadttheater Ingolstadt und bei den Luisenburg-Festspielen.
Ihre Laufbahn verlief damit nicht über eine einzelne große Serienrolle. Seifried arbeitete über Jahre hinweg in sehr unterschiedlichen Formaten – vom Theater über Kinofilme bis zu Krimireihen und Streamingproduktionen.
Was ändert sich nach dem Abschied von Max Ballauf?
Die größte Veränderung ist offensichtlich: Aus dem langjährigen Duo Ballauf/Schenk wird künftig das Team Rautenberg/Schenk.
Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär prägten den Kölner „Tatort“ über Jahrzehnte gemeinsam. Behrendts Abschied nach dem 100. gemeinsamen Kölner Fall beendet deshalb eine ungewöhnlich lange TV-Ära.
Der WDR setzt anschließend nicht auf einen möglichst ähnlichen Ersatz für Ballauf. Schon die neue Figurenkonstellation verändert die Dynamik. Freddy Schenk bleibt als vertraute Konstante, während Merle Rautenberg als neue Hauptkommissarin erst ihren eigenen Platz innerhalb des Teams finden muss.
Wie unterschiedlich Rautenberg und Schenk angelegt sind, welche Vorgeschichte die neue Ermittlerin mitbringt und wie ihr Verhältnis zu Schenk erzählt wird, hat der Sender bislang allerdings nicht ausführlich verraten.
Gerade deshalb wäre es verfrüht, aus der Besetzung bereits einen bestimmten neuen Stil des Kölner „Tatort“ abzuleiten.
Merle Rautenberg statt Max Ballauf: Der eigentliche Neustart kommt später
Für Zuschauer entsteht zunächst eine ungewöhnliche Übergangsphase: Die Nachfolgerin ist bereits bekannt und steht schon vor der Kamera, während Ballaufs letzter Fall noch nicht ausgestrahlt wurde.
Damit laufen Abschied und Neustart zeitlich nebeneinander. Auf Produktionsseite hat das neue Kapitel schon begonnen. Im Fernsehen ist die alte Konstellation aber noch nicht beendet.
Fest steht derzeit: Ricarda Seifried übernimmt den Platz im Kölner Ermittlerteam, ihr erster Fall heißt „Entfesselt“, die Dreharbeiten laufen und Dietmar Bär bleibt als Freddy Schenk an Bord.
Offen bleibt vor allem der genaue Sendetermin. Sobald die ARD den Termin für den 101. Kölner „Tatort“ bekannt gibt, lässt sich auch die Frage beantworten, an welchem Sonntag Merle Rautenberg tatsächlich ihren ersten TV-Einsatz haben wird.
Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag über Wayne Carpendales persönlichen Wendepunkt und die Kraft, die ihm durch schwierige Monate geholfen hat.
