Im südhessischen Raunheim im Kreis Groß-Gerau ist es in der Nacht zu einer doppelten tödlichen Schießerei in einem Bistro gekommen, berichtet timestuff.de unter Berufung auf hessenschau.de. Die Polizei fahndet nach einem bewaffneten Täter, der nach bisherigen Erkenntnissen gegen 3.45 Uhr das Lokal betreten und zwei Männer tödlich verletzt haben soll.
Was über die Opfer und den Ablauf der Tat bekannt ist
Die Ermittler haben die Identität der beiden Todesopfer inzwischen festgestellt. Bei einem der Getöteten handelt es sich um den 62 Jahre alten Betreiber des Bistros, in dem die Tat verübt wurde. Das zweite Opfer ist ein 34-jähriger Mann. Diese Angaben machten die Behörden nach den ersten Maßnahmen am Tatort öffentlich.
Nach der bisherigen Rekonstruktion betrat eine bewaffnete Person in den frühen Morgenstunden, gegen 3.45 Uhr, das Bistro und eröffnete fast sofort das Feuer auf die beiden Männer. Nach den Schüssen flüchtete der Täter, eine Festnahme gab es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht. Deshalb lief in der Stadt unmittelbar eine groß angelegte Fahndung an, denn die Ermittler gehen von einem besonders schweren Gewaltverbrechen mit zwei Todesopfern aus.
Die Ermittlungen hat inzwischen das Hessische Landeskriminalamt übernommen, das gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Darmstadt an dem Fall arbeitet. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Suche nach dem Schützen, sondern auch die Frage nach dem Motiv und den genauen Hintergründen der Tat. Bislang haben die Behörden noch nicht erklärt, was konkret hinter dem Angriff stecken könnte, machen aber deutlich, dass dieser Aspekt mit besonderem Nachdruck geprüft wird.
Wie der Polizeieinsatz in Raunheim ablief
Am Morgen arbeiteten Kriminaltechniker in weißen Schutzanzügen und mit Masken am Tatort. Sie sicherten Spuren, dokumentierten die Umgebung fotografisch und untersuchten das Bistro, das sich im Erdgeschoss eines zweigeschossigen Hauses befindet, sehr genau. Das gesamte Umfeld des Lokals wurde in der rund 17.000 Einwohner zählenden Stadt mit roten Absperrbändern weiträumig abgesperrt, und die Spurensicherung dauerte auch am Nachmittag noch an.
Wegen des Polizeieinsatzes wurden in Raunheim über mehrere Stunden hinweg gleich mehrere wichtige Straßen gesperrt. Betroffen waren die Mainzer Straße, die Frankfurter Straße und die Kelsterbacher Straße im Abschnitt zwischen Schlesierstraße und Ernst-Reuter-Straße, und zwar in beiden Fahrtrichtungen. Auch der Busverkehr war von den Einschränkungen betroffen, am späten Vormittag blieb dann nur noch ein Teil der Frankfurter Straße gesperrt.
An der Fahndung beteiligten sich zahlreiche Polizeikräfte sowie ein Hubschrauber, der zur Suche über dem Stadtgebiet eingesetzt wurde. Das zeigt, wie ernst die Behörden die Flucht des Täters einschätzen und wie groß der Druck ist, ihn schnell zu finden. Gleichzeitig appellierte die Polizei an Anwohner und mögliche Zeugen, sich mit Hinweisen zu melden, die bei der Rekonstruktion der Flucht oder bei der Identifizierung des Schützen helfen könnten.
Mehr zum Thema zeigt auch ein aktueller Fall aus Niederbayern, wo die Polizei zwei völlig überfüllte Fahrzeuge mit Kindern im Kofferraum und insgesamt elf Menschen in einem Van stoppte.
