In Deutschland steigt am Sonntag die Unwettergefahr deutlich. Der Deutsche Wetterdienst warnt in seinem aktuellen Warnlagebericht vor teils kräftigen Gewittern, lokal auch vor Unwettern. Besonders im Westen, in der Mitte und im Süden müssen Menschen am 31. Mai mit Starkregen, Hagel und Sturmböen rechnen, berichtet timestuff.de.
Wer heute Ausflüge, Gartenpartys, Festivals oder längere Autofahrten geplant hat, sollte die Wetterlage nicht nebenbei verfolgen, sondern aktiv prüfen.
Der DWD beschreibt die Lage als schwül-warm und gewitteranfällig. Nach Angaben des Wetterdienstes breitet sich die feuchte Luft im Tagesverlauf in weite Teile Deutschlands aus. Zwischen Nordsee und Oder bleibt die Luft zunächst trockener, während sich die Gewitterzonen von Westen und Nordwesten weiter in Richtung Mitte und Süden verlagern.
Die wichtigste Botschaft für heute: Es geht nicht nur um normalen Regen. Lokal können Gewitter sehr heftig ausfallen – mit Starkregen in kurzer Zeit, Hagel und gefährlichen Böen.
Welche Regionen sind heute besonders im Fokus?
Nach der aktuellen DWD-Lage beginnt die Gewitteraktivität zunächst im Westen und Nordwesten. Im Tagesverlauf können sich Schauer und Gewitter über die nördliche Mitte bis in den Süden ausweiten. Auch t-online berichtet unter Berufung auf die DWD-Prognose, dass zahlreiche Regionen betroffen sein können.
| Zeitraum | Regionen im Fokus | Mögliche Wettergefahren |
|---|---|---|
| Vormittag | Vor allem Westen und Nordwesten | Gewitter, Starkregen, Hagel |
| Mittag bis Nachmittag | Nördliche Mitte, Westen, Teile der Mitte | Kräftige Gewitter, örtlich Unwetter |
| Nachmittag bis Abend | Süden und Südwesten, teils auch Bayern und Baden-Württemberg | Starkregen, Hagel, Sturmböen, lokal schwere Böen |
| Nacht zum Montag | Von den Alpen bis zur östlichen Mitte, anfangs lokal Südwesten und Nordwesten | Schauer, Gewitter, mehrstündiger Starkregen möglich |
Besonders aufmerksam sollten Menschen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Niedersachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Bayern sein. Die genaue Warnlage kann sich jedoch schnell ändern. Deshalb ist die amtliche DWD-Warnkarte wichtiger als jede allgemeine Übersicht.
Was droht bei den Gewittern?
Der DWD nennt für den Sonntag mehrere Gefahren gleichzeitig. Lokal sind Unwetter durch Starkregen von mehr als 25 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich. Dazu kommt Hagel um etwa zwei Zentimeter. Im Süden besteht zusätzlich die Gefahr von schweren Sturmböen.
- Starkregen: Straßen, Unterführungen und Keller können schnell volllaufen.
- Hagel: Autos, Pflanzen, Glasdächer und Gartenmöbel können beschädigt werden.
- Sturmböen: Äste, lose Gegenstände und Baugerüste können gefährlich werden.
- Blitze: Aufenthalt im Freien, auf Feldern, an Seen oder unter einzelnen Bäumen ist riskant.
Das Tückische an der heutigen Lage: Nicht überall wird es gleich heftig, aber dort, wo ein Gewitter genau trifft, kann es sehr schnell unangenehm werden.
DWD-Warnung: Warum die Lage so schwer einzuschätzen ist
Gewitterlagen sind oft schwer punktgenau vorherzusagen. Eine Stadt kann kräftigen Starkregen bekommen, während wenige Kilometer weiter kaum etwas passiert. Genau deshalb sind kurzfristige Warnungen heute besonders wichtig.
Der DWD schreibt in seiner aktuellen Lageeinschätzung, dass sich schwül-warme und zu Gewittern neigende Luft in weite Teile Deutschlands ausbreitet. Solche Luftmassen liefern Energie für kräftige Gewitterzellen. Wenn diese langsam ziehen oder sich immer wieder neu bilden, steigt das Risiko für Starkregen an einem Ort.
Für den Alltag heißt das: Nicht nur auf die Tagesprognose schauen, sondern auch am Nachmittag und Abend noch einmal die Warnkarte prüfen.
Unwetter in Sachsen und Thüringen: Starkregen bis 40 Liter möglich
Auch regional gibt es bereits konkrete Warnungen. Laut einem Bericht der WELT unter Berufung auf dpa und DWD drohen in Thüringen und Sachsen kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Punktuell seien dort bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter möglich.
Genannt wurden unter anderem Regionen in Thüringen wie Gera, Jena, Altenburger Land, Greiz, Saale-Orla-Kreis und Weimarer Land sowie in Sachsen der Erzgebirgskreis, der Kreis Leipzig, das Bergland im Kreis Zwickau und die Stadt Leipzig.
Was bedeutet das für Autofahrer, Bahnreisende und Veranstaltungen?
Die Gewitterlage kann den Sonntag vor allem dort stören, wo viele Menschen draußen unterwegs sind. Für Autofahrer sind Starkregen und Aquaplaning das größte Problem. Wer auf Autobahnen oder Landstraßen unterwegs ist, sollte bei plötzlich starkem Regen Tempo herausnehmen und Abstand halten.
- Vor der Abfahrt die aktuelle DWD-Warnkarte prüfen.
- Bei Starkregen nicht in überflutete Unterführungen fahren.
- Lose Gegenstände auf Balkon, Terrasse oder im Garten sichern.
- Bei Gewitter nicht unter einzelnen Bäumen Schutz suchen.
- Outdoor-Termine lieber flexibel planen und eine sichere Ausweichmöglichkeit bereithalten.
Auch bei Open-Air-Veranstaltungen, Stadtfesten, Sportturnieren oder privaten Feiern kann die Lage kritisch werden. Veranstalter sollten kurzfristige Warnungen ernst nehmen und Besucher rechtzeitig informieren.
Wie geht es am Montag weiter?
In der Nacht zum Montag bleibt die Lage laut DWD zunächst noch in Teilen Deutschlands unruhig. Von den Alpen bis zur östlichen Mitte können Schauer und Gewitter auftreten. Lokal ist weiterhin Starkregen möglich, teils auch über mehrere Stunden.
Am Montag sollen eventuell noch aktive Gewitter oder Starkregencluster im Südosten rasch abziehen. Danach erwartet der Wetterdienst nach aktueller Einschätzung keine Gewitter mehr. Ganz ausgestanden ist die wechselhafte Wetterlage damit aber nicht automatisch, denn regionale Schauer können weiterhin auftreten.
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