In der bayerischen Vorabendserie „Dahoam is Dahoam“ steht ein emotionaler Moment bevor: Eine Figur, die viele Zuschauer längst wie ein Familienmitglied wahrnehmen, verabschiedet sich, berichtet timestuff.de unter Berufung auf br.de. Ursula Erber steigt nach beinahe zwei Jahrzehnten aus – auf eigenen Wunsch, und das Serienende ihrer Rolle soll besonders berühren.
Fast 20 Jahre in einer Rolle, die Kultstatus bekam
Ursula Erber verlässt „Dahoam is Dahoam“ nach fast 20 Jahren in der Serie. Seit 2007 steht sie als Theresa „Uri“ Brunner vor der Kamera und prägte als Mutter und „Rückgrat“ der Brunner-Familie den Ton vieler Geschichten. In dieser Zeit war die Schauspielerin in mehr als 3.700 Folgen zu sehen, wodurch „Uri“ für viele Fans zu einer echten Ikone des Vorabendprogramms wurde.
Mit 91 Jahren machte Erber deutlich, dass für sie der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Ihr Satz „Jetzt reicht es!“ klingt nicht nach Drama, sondern nach Klarheit – so, wie man es von ihr kennt. Das wirkt weniger wie ein spontaner Schnitt, sondern eher wie ein stimmiger Abschluss einer außergewöhnlich langen Strecke.
Wann die letzte Folge mit Ursula Erber läuft
Die letzte Episode mit Ursula Erber wird am 7. April 2026 im Bayerischen Rundfunk (BR) ausgestrahlt. Wer die Serie online verfolgt, kann früher einschalten: Bereits am 2. April soll die Folge in der ARD Mediathek abrufbar sein. Damit bekommt der Abschied für TV- und Streamingpublikum praktisch zwei feste Termine.
Für die Serie ist das ein Einschnitt, weil „Dahoam is Dahoam“ stark vom Gefühl der Vertrautheit lebt. Wenn eine so zentrale Figur geht, verändert das nicht nur die Handlung, sondern auch den Rhythmus, den viele Zuschauer über Jahre als festen Teil ihres Alltags kennen. Gerade deshalb wird diese Folge für viele mehr sein als „nur“ eine weitere Episode.
So schreiben die Autoren „Uri“ aus der Geschichte
Der BR hat bereits Hinweise gegeben, wie die Geschichte von Theresa „Uri“ Brunner endet. In der Handlung kommt die Brunner-Familie am Osterwochenende zusammen, die Stimmung ist also familiär und warm. Am Abend zieht sich „Uri“ zurück – und wacht am nächsten Morgen nicht mehr auf, so verabschiedet sich die Serie von der Figur.
Dieser Abschied ist leise, aber wirkungsvoll, weil er auf Realismus setzt. Auch in einer vertrauten Serienwelt gibt es Momente, die alle Figuren – und das Publikum – spürbar verändern. Für Fans der bayerischen Serie dürfte das eine jener Folgen sein, an die man sich noch lange erinnert, weil sie nicht auf Skandal setzt, sondern auf Würde und Erinnerung.
„Ich habe Theres irgendwie erschaffen – und jetzt schaffe ich sie wieder ab“
Erber sprach über ihren Ausstieg mit Humor und einem klaren Blick auf ihre Rolle. Sie erzählte, Theresa sei in so vielen Situationen gewesen, dass sie immer wieder zeigen konnte, wie sehr sie die Figur schätzt und versteht. Gleichzeitig griff sie eine Bemerkung auf, die sie oft gehört habe: Sie habe „Theres“ gewissermaßen mitgeprägt – und nun, so Erber, „schaffe“ sie diese Figur auch wieder ab.
Ein Video mit ihr erschien auf dem offiziellen Instagram-Account der Serie, in dem sie ihre Entscheidung noch einmal sehr persönlich erklärte. „Ich bin älter, als ich aussehe“, sagte sie und verwies darauf, dass viele Menschen mit 66 oder 67 in Rente gehen. Sie habe die Rolle übernommen, als sie bereits deutlich über diesem Alter gewesen sei – deshalb klinge ihr „Es langt jetzt“ wie eine ehrliche Bilanz, nicht wie Laune.
Fans reagieren warmherzig – auch Désirée Nick meldet sich zu Wort

Unter dem Abschieds-Post sammelten sich viele Reaktionen von Zuschauern, die Erbers Schritt bedauern, ihn aber nachvollziehen können. Viele bedankten sich für ihre Spielfreude und dafür, dass sie die Serie über Jahre „getragen“ habe. Besonders oft fiel der Gedanke, dass „Uri“ genau durch Erbers Energie so lebendig wirkte.
Auch die Kabarettistin Désirée Nick kommentierte und nannte Erber ein „großes Vorbild“, dazu setzte sie Herzchen. In den Kommentaren tauchten außerdem Sätze auf wie „Du hast die Serie belebt“ oder einfach gute Wünsche für die Zukunft. Für eine Figur mit Kultstatus fühlt sich das wie ein öffentliches, gemeinsames Danke an – von einer Community, die mit der Serie älter geworden ist.
Warum „Dahoam is Dahoam“ weiterhin so viele erreicht
„Dahoam is Dahoam“ läuft seit Oktober 2007 und belegt im BR verlässlich den Vorabendplatz montags bis donnerstags um 19:30 Uhr. Das Format funktioniert wie ein Ritual: regelmäßig, vertraut, nah an den Figuren – und genau deshalb werden Veränderungen im Cast hier besonders intensiv erlebt. Die Serie ist längst mehr als ein TV-Produkt, sie gehört zur regionalen Popkultur.
Auch die Zahlen unterstreichen den Erfolg: Laut Angaben des Senders kam die Serie 2025 auf 74,7 Millionen Wiedergaben und war damit die erfolgreichste Serie unter den Produktionen der ARD-Landesrundfunkanstalten. Vor diesem Hintergrund ist der Abschied von „Uri“ nicht nur eine Personalie, sondern ein Ereignis für ein großes Publikum, das diese Familie seit Jahren begleitet.
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