Am Freitag, den 27. Februar 2026, beginnt in Berlin ein weiterer Warnstreik (Warnstreik) der BVG-Beschäftigten, ausgerufen von der Gewerkschaft ver.di, berichtet timestuff.de unter Berufung auf bvg.de. Für Fahrgäste bedeutet das eine nahezu komplette Stilllegung von U-Bahn, Straßenbahnen und den meisten Buslinien. S-Bahn und Regionalzüge fahren weiter, sodass Berlin nicht vollständig vom öffentlichen Verkehr abgeschnitten ist.
„U-Bahnen, Trams sowie die meisten Busse … stillstehen.“
Wann genau dauert der BVG-Streik?
Offizielle Zeitangaben (Berliner Zeit):
- Beginn: Freitag, 27.02.2026 ab 03:00 Uhr
- Ende: Sonntag, 01.03.2026 bis 03:00 Uhr
- Hinweis: Vor Beginn und nach Ende kann es durch das „Wiederhochfahren“ des Betriebs zu Abweichungen kommen.
Warum wird gestreikt? Kurz zu den Gründen

Der Warnstreik ist Teil der Tarifauseinandersetzung von ver.di für bessere Arbeitsbedingungen im öffentlichen Nahverkehr. Zu den öffentlich genannten Punkten zählen unter anderem Entlastung bei Dienstplänen und Schichten, höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit sowie in Berlin die Forderung nach einer Mindest-Ruhezeit von 11 Stunden zwischen zwei Schichten und weitere Anpassungen der Arbeitsregeln.
Kurz gesagt: Die Gewerkschaft erhöht den Druck in den Verhandlungen – und im ÖPNV ist der sichtbarste Hebel die Stilllegung des Betriebs.
Was fährt – und was nicht? Überblick (U-Bahn / S-Bahn)
| Verkehrsmittel in Berlin | Status am 27.–28.02 | Hinweis |
|---|---|---|
| U-Bahn (BVG) | fällt aus | nahezu vollständige Stilllegung |
| Straßenbahn/Tram (BVG) | fällt aus | Betrieb für Fahrgäste eingestellt |
| Bus (BVG) | überwiegend Ausfälle | es gibt Ausnahmen (siehe unten) |
| S-Bahn (DB/S-Bahn Berlin) | fährt | vom BVG-Streik nicht betroffen, teils Verstärkungen |
| Regionalbahn/Regio | fährt | sinnvolle Alternative im Stadtgebiet |
| BVG-Fähren | fahren | F11, F12 (bitte Echtzeit prüfen) |
| Sharing über Jelbi | verfügbar | Alternative (E-Scooter/Auto/Fahrrad etc.) |
Welche Busse fahren trotzdem? (Wichtig)
Die BVG weist darauf hin, dass Buslinien, die von anderen Unternehmen im Auftrag betrieben werden, nicht unter den Streik fallen. Diese Linien sollen weiter verkehren:
106, 112, 114, 118, 124, 133, 175, 184, 204, 234, 275, 316, 318, 326, 161, 363, N12, N23, N35, N39, N53, N61, N69, N84, N91, N95, N97
Tipp: Prüfen Sie vor dem Losgehen Ihre konkrete Verbindung in BVG-Apps oder online – am zuverlässigsten ist die Anzeige im Echtzeit-Modus.
S-Bahn verstärkt das Angebot: Was ändert sich während des Streiks?

Die S-Bahn Berlin kündigt an, dass sie nicht streikt und dort verstärkt, wo erfahrungsgemäß besonders viele Menschen ausweichen:
- Freitag: zusätzliche Fahrten der S5 etwa 09:00–14:00 Uhr auf dem Abschnitt Mahlsdorf – Ostbahnhof
- Samstag: Verlängerung der S26 über den Potsdamer Platz hinaus bis Gesundbrunnen sowie längere Züge auf S1, S2, S3, S46, S8
- Zusatzhinweis: Am 28.02 ab 16:00 Uhr kann es wegen geplanter Arbeiten auf der Stadtbahn zu einem 20-Minuten-Takt der S7 zwischen Friedrichstraße und Zoologischer Garten kommen; zusätzlich ist ein Ersatzangebot Bus S7 auf diesem Korridor möglich.
Wie komme ich durch die Stadt, wenn die U-Bahn ausfällt? Praktische Szenarien
1) „Ich wohne in U-Bahn-Nähe – wie komme ich überhaupt raus?“
- Suchen Sie die nächstgelegene S-Bahn-Station (oft 10–20 Minuten zu Fuß von U-Bahn-Knotenpunkten).
- Fahren Sie dann über den Ring (S41/S42) oder über den Stadtbahn-Korridor (Ost-West) und steigen Sie auf die passende Linie um.
2) „Ich muss quer durch Berlin“
- Kombinieren Sie S-Bahn + Regionalbahn: Regionalzüge „schneiden“ häufig schneller durchs Stadtgebiet (z. B. über Hbf, Friedrichstraße, Alexanderplatz, Ostkreuz, Südkreuz).
- Für die letzten 1–3 Kilometer: Nutzen Sie Sharing (Jelbi) oder Taxi/Ridehailing.
3) „Morgens zur Arbeit oder zur Schule“
- Planen Sie früher loszufahren, weil die S-Bahn deutlich voller sein kann.
- Wenn ein Kind/Jugendlicher realistisch nicht rechtzeitig ankommt, gilt: Schulen entscheiden im Einzelfall – grundsätzlich bleibt die Schulpflicht bestehen.
So kommen Sie zum Flughafen BER während des Streiks

Da der Streik vor allem BVG-U-Bahn/Tram und die meisten Busse betrifft, ist in diesen Tagen Schienenverkehr die stabilste Option:
- FEX (Flughafen-Express): schnelle Verbindung z. B. ab Berlin Hbf / Potsdamer Platz / Südkreuz Richtung BER; der Takt liegt häufig bei etwa 15 Minuten (abhängig von aktuellen Änderungen).
- S-Bahn zum BER: S9 und S85 halten am Flughafen.
- Prüfen Sie Ihre Verbindung für Ihre konkrete Abfahrtszeit, da nachts oder wegen Bauarbeiten Abweichungen möglich sind.
Tipp: Wenn Sie sonst „U-Bahn + Bus“ zum BER nutzen, planen Sie für diese Tage besser direkt über S-Bahn/Regio, um nicht an ausfallenden BVG-Linien zu scheitern.*
Was Sie heute (26.02) tun sollten, um morgen nicht festzustecken
- Speichern Sie zwei alternative Routen: eine über S-Bahn, eine über Regio.
- Wenn Sie auf Bus angewiesen sind: prüfen Sie, ob Ihre Linie zu den Ausnahmen gehört (Liste oben).
- Rechnen Sie in der Hauptverkehrszeit mit +20 bis +40 Minuten.
- Beachten Sie Hinweise der S-Bahn zu Arbeiten auf der Stadtbahn (besonders Samstag ab 16:00 Uhr).
Wer sich auch für große Verkehrsprojekte in Deutschland interessiert, findet hier alle aktuellen Infos zur Stuttgart-21-Eröffnung und warum es weiter kein fixes Fertigstellungsdatum gibt.
