Der American-Staffordshire-Terrier Geronimo ist schon 11 Jahre alt und lebt derzeit im Tierheim Mainz, berichtet timestuff.de unter Berufung auf hoerzu.de. Er sucht Menschen, die ihm einen ruhigen, sicheren Lebensabend ermöglichen. Seine Geschichte hat auch Hundetrainer Martin Rütter bewegt – und er findet dafür klare, deutliche Worte.
Wie Geronimo ins Tierheim Mainz kam
Geronimo kam nicht wegen „schlechtem Verhalten“ ins Tierheim, sondern wegen menschlicher Verantwortungslosigkeit. Der Rüde wurde seinen früheren Haltern abgenommen, weil sie keine Genehmigung für einen sogenannten Listenhund hatten und die vorgeschriebenen Auflagen nicht erfüllten. Für Rassen, die offiziell als potenziell gefährlich eingestuft werden, gelten strenge Regeln – und genau daran scheiterte die Haltung.
Als Martin Rütter von dem Fall erfährt, reagiert er spürbar verärgert. Er sagt, das sei ein Beispiel dafür, wie die schlimmsten Klischees Realität werden: Menschen holen sich einen kräftigen Hund „fürs Image“, nehmen die Regeln nicht ernst und am Ende zahlt das Tier den Preis. Aus seiner Sicht sollten solche Halter konsequent ein lebenslanges Tierhalteverbot bekommen, damit sich ähnliche Geschichten nicht wiederholen.
Gesundheit, Betreuung und warum er besondere Aufmerksamkeit braucht
Um Geronimo kümmert sich im Tierheim täglich die Tierpflegerin Alexandra Seitz-Huse. Sie betont, dass das Alter bei ihm deutlich spürbar ist und er gesundheitlich nicht mehr in Bestform ist. Im Tierheim besteht der Verdacht, dass mit seiner Prostata etwas nicht stimmt – das wird derzeit noch genauer untersucht und abgeklärt.
Zusätzlich bekommt Geronimo regelmäßig Physiotherapie. Das Team möchte unbedingt verhindern, dass er seine letzten Jahre hinter Gittern im Zwinger verbringen muss, auch wenn er kein „einfacher“ Kandidat für eine Vermittlung ist. Für die Mitarbeitenden ist er nicht nur ein weiterer Hund im Bestand, sondern ein Senior, der eine echte Chance verdient.
So ist Geronimo im Alltag – das sollten Interessenten wissen
Menschen gegenüber zeigt sich Geronimo häufig freundlich, verschmust und verspielt. Mit anderen Hunden ist die Situation deutlich schwieriger, denn er verträgt sich mit Artgenossen nur selten. Alexandra Seitz-Huse spricht das offen an: Er kann andere Hunde verletzen – und das muss von Anfang an ehrlich berücksichtigt werden.
Außerhalb des Tierheims muss Geronimo einen Maulkorb tragen. Das ist keine „Strafe“, sondern eine grundlegende Sicherheitsmaßnahme und eine Auflage, die nicht verhandelbar ist. Sein zukünftiges Zuhause braucht deshalb erfahrene Menschen mit ruhiger Hand, klaren Regeln und der Bereitschaft, verantwortungsvoll mit ihm zu arbeiten.
Eine Chance auf ein Zuhause: 700 Kilometer für ein erstes Kennenlernen
Hoffnung gibt es dennoch schnell: Eine Interessentin namens Franciska meldet sich im Tierheim und möchte Geronimo adoptieren. Für das erste Kennenlernen reist sie extra von der Ostseeküste an – rund 700 Kilometer. Wie die Begegnung verläuft und ob Geronimo tatsächlich sein Happy End bekommt, zeigt eine neue Folge von „Die Unvermittelbaren – Mit Martin Rütter“ heute um 19:05 Uhr bei RTL sowie vorab auf RTL+.
Auch in Wiesbaden gab es zuletzt Aufregung, weil plötzlich in mehreren Häusern der Strom ausfiel und ein Unfall dabei eine Rolle gespielt haben soll.
