Das ZDF ändert am 6. Mai 2026 sein Abendprogramm wegen einer Sondersendung mit Bundeskanzler Friedrich Merz, berichtet timestuff.de unter Berufung auf rnd.de. Der CDU-Politiker zieht nach seinem ersten Jahr im Amt Bilanz, während Zuschauerinnen und Zuschauer auf die neue Ausgabe von „Aktenzeichen XY… ungelöst“ etwas länger warten müssen.
Wann läuft „Was nun, Herr Merz?“ im ZDF?
Die Sondersendung „Was nun, Herr Merz?“ wird am Mittwoch, dem 6. Mai 2026, um 19:20 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Das politische Interview soll rund 30 Minuten dauern und rückt damit prominent in den frühen Abend. Für den Sender ist es mehr als ein gewöhnliches Studiogespräch, denn im Mittelpunkt steht die erste politische Zwischenbilanz von Friedrich Merz als Bundeskanzler.
Das Format setzt auf direkte Fragen und klare Antworten. Friedrich Merz spricht mit ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten und ZDF-Nachrichtenchefin Anne Gellinek. Sie werden den Kanzler zu den Ergebnissen seiner bisherigen Regierungsarbeit, zu Konflikten innerhalb der Koalition und zur politischen Stimmung in Deutschland befragen.
Warum zeigt das ZDF eine Sondersendung mit Friedrich Merz?
Der Anlass ist politisch symbolträchtig: Friedrich Merz ist genau seit einem Jahr Bundeskanzler. Die ersten zwölf Monate gelten für jede Regierung als wichtiger Test für Tempo, Vertrauen und Durchsetzungsfähigkeit. Im Fall von Merz fällt diese Bilanz besonders ins Gewicht, weil die Öffentlichkeit angesichts interner Spannungen in der Koalition konkrete Antworten statt allgemeiner Formeln erwartet.
Im Zentrum des Gesprächs stehen unter anderem Reformen bei Rente und Gesundheit. Diese Themen zählen in Deutschland zu den sensibelsten politischen Baustellen, weil sie Staatsausgaben, künftige Leistungen und die finanzielle Belastung der Bürgerinnen und Bürger direkt betreffen. Außerdem soll es um die Stabilität der Regierungskoalition, Deutschlands außenpolitische Rolle und den Umgang Berlins mit internationalen Krisen gehen.
Was macht das Format „Was nun, …?“ so wichtig?
„Was nun, …?“ gehört zu den bekanntesten politischen Interviewformaten des ZDF und existiert seit mehr als 40 Jahren. Die erste Ausgabe lief im August 1985, seitdem waren zahlreiche Spitzenpolitikerinnen und Spitzenpolitiker zu Gast. Unter anderem stellten sich Angela Merkel, Ursula von der Leyen, Markus Söder, Annalena Baerbock und weitere zentrale Figuren der deutschen Politik den Fragen der Journalistinnen und Journalisten.
Die Stärke des Formats liegt darin, dass es nicht bei kurzen Statements nach Sitzungen oder klassischen Presseerklärungen bleibt. Politikerinnen und Politiker erhalten Raum, ihre Positionen ausführlicher zu erklären, müssen sich aber zugleich unbequemen Nachfragen stellen. Deshalb ist die Ausgabe mit Friedrich Merz nicht nur ein Fernsehereignis, sondern auch ein politischer Gradmesser für sein erstes Jahr im Kanzleramt.
Wie verändert sich das ZDF-Abendprogramm?
Durch die Sondersendung mit dem Bundeskanzler verschiebt das ZDF Teile seines Abendprogramms. Besonders betroffen ist die beliebte Fahndungssendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“, die normalerweise um 20:15 Uhr beginnt. Am 6. Mai soll die neue Ausgabe später starten, voraussichtlich erst gegen 20:35 Uhr.
Vor „Aktenzeichen XY… ungelöst“ ist außerdem die Sendung „XY Spuren des Verbrechens“ eingeplant. Die Verschiebung dürfte sich anschließend auch auf weitere Programmpunkte auswirken, darunter das „heute journal“. Wer Sendungen aufnimmt oder das ZDF nach festem Zeitplan verfolgt, sollte deshalb die aktuellen Sendezeiten prüfen, um keine Ausgabe zu verpassen.
Wer die politischen Spannungen in Berlin weiter einordnen will, sollte auch lesen, warum Olaf Scholz in der SPD-Fraktion plötzlich die Brandmauer zur AfD verteidigt.
