Ein neues LEGO-Star-Wars-Set kann groß sein. Der neue Supersternzerstörer Executor 75457 spielt allerdings in einer anderen Kategorie: 136 Zentimeter lang, 50 Zentimeter breit, mehr als fünf Kilogramm schwer und 6.130 Teile. Damit ist die neue UCS-Version laut LEGO das längste bisher gebaute LEGO-Star-Wars-Modell aus Steinen. In Deutschland liegt der Preis bei 749,99 Euro, berichtet timestuff.de.
Das Interessante ist deshalb nicht nur die Frage, ob Sammler bereit sind, fast 750 Euro dafür auszugeben. Mindestens genauso praktisch ist eine andere: Wo stellt man ein Modell hin, das länger ist als viele Sideboards und mit seiner Breite ein halbes Meter tiefes Möbelstück praktisch komplett beansprucht?
Was am neuen LEGO Executor 75457 wirklich außergewöhnlich ist
LEGO hat den Supersternzerstörer Executor 75457 im deutschen Online-Shop als neues exklusives 18+-Set gelistet. Die Maße sind für ein Display-Modell ungewöhnlich: 20 Zentimeter hoch, 136 Zentimeter lang und 50 Zentimeter breit. Der Hersteller nennt außerdem ein Gewicht von mehr als fünf Kilogramm.
| Merkmal | LEGO Executor 75457 |
|---|---|
| Serie | LEGO Star Wars Ultimate Collector Series |
| Teile | 6.130 |
| Länge | 136 cm |
| Breite | 50 cm |
| Höhe | 20 cm |
| Gewicht | mehr als 5 kg |
| Preis in Deutschland | 749,99 Euro |
| LEGO-Insiders-Zugang | ab 1. Oktober 2026 |
| Allgemeiner Verkaufsstart in Deutschland | ab 4. Oktober 2026 |

749,99 Euro sind viel Geld. Der eigentliche Luxus ist bei diesem Set aber auch der Platz, den es zu Hause verlangt.
Ein normales Regal ist damit schnell raus. Wer den Executor wirklich ausstellen will, sollte nicht nur auf die Länge von 136 Zentimetern schauen, sondern auch auf die 50 Zentimeter Breite und das Gewicht. Das Modell ist kein Objekt, das man nach dem Bauen spontan auf ein Bücherregal schiebt.
Sieben Minifiguren – und erstmals alle sechs Kopfgeldjäger zusammen
Für viele Sammler dürfte der Figuren-Satz fast genauso interessant sein wie das Schiff selbst. Im Set stecken sieben Minifiguren: Darth Vader sowie Boba Fett, Dengar, Bossk, IG-88, 4-LOM und Zuckuss. LEGO betont in der offiziellen Ankündigung vom 26. August 2026, dass damit erstmals alle sechs Kopfgeldjäger aus der berühmten Szene aus Das Imperium schlägt zurück gemeinsam in einem Set enthalten sind.
Auch bei den Details hat LEGO nicht nur alte Figuren erneut in die Box gelegt. Laut Hersteller bekommt Dengar einen überarbeiteten Rucksack, während IG-88 einen neu geformten Kopf erhält. Die Figuren können auf einer kleinen, separaten Nachbildung der Executor-Brücke aufgestellt werden. So lässt sich genau die Szene nachbauen, in der Darth Vader die Kopfgeldjäger auf Han Solo und den Millennium Falcon ansetzt.

- Darth Vader
- Boba Fett
- Dengar mit überarbeitetem Rucksack
- Bossk
- IG-88 mit neu geformtem Kopf
- 4-LOM
- Zuckuss
Die beste Kleinigkeit ist fast unsichtbar: ein winziger Millennium Falcon
Gerade bei einem Set dieser Größe ist ausgerechnet eines der kleinsten Details besonders charmant. Neben dem Executor steht ein Sternzerstörer im passenden Maßstab, der die Dimensionen des Flaggschiffs deutlich machen soll. Daran sitzt ein winziger Millennium Falcon auf einer runden 1×1-Fliese.
Das ist keine Funktion, die den Preis rechtfertigt – aber genau die Art von Detail, die ein Sammlermodell interessanter macht als eine bloße graue Fläche aus Tausenden Teilen.
LEGO hat auch bei der Oberfläche nachgelegt. Für die Lichter und die technische Struktur des Rumpfs wurde laut Pressemitteilung eine neue bedruckte Fliese entwickelt, die 60-mal eingesetzt wird. Durch unterschiedliche Ausrichtung soll das Muster weniger wiederholend wirken.
Warum der neue Executor größer wirkt als nur „136 Zentimeter“
Die Zahl allein unterschätzt, was sie im Alltag bedeutet. 136 Zentimeter sind fast die komplette Länge eines kleinen Esstisches. Dazu kommen 50 Zentimeter Breite und der feste Display-Ständer. Wer den Supersternzerstörer kauft, braucht daher nicht nur Bauzeit, sondern vorher einen Plan für den späteren Standort.
Praktisch heißt das:
- Ein schmales Bücherregal ist in der Regel zu klein.
- Bei Wandboards muss nicht nur die Länge, sondern auch die Tiefe berücksichtigt werden.
- Mehr als fünf Kilogramm Gewicht sind für leichte Deko-Regale ebenfalls relevant.
- Das Modell sollte so stehen, dass die seitlich ausladenden Flächen nicht ständig berührt werden.
Genau deshalb ist der neue Executor eher ein Wohnraum-Objekt für Sammler als ein Set, das nach dem Bauen wieder in einer Kiste verschwindet.
15 Jahre nach dem alten UCS-Executor ist die Idee dieselbe – nur extremer
Ganz neu ist Darth Vaders Flaggschiff als riesiges LEGO-Modell nicht. Schon 2011 erschien der UCS Super Star Destroyer 10221. LEGO erinnert in einem Rückblick auf frühere UCS-Modelle daran, dass der damalige Executor knapp 125 Zentimeter lang war und zu seiner Zeit sogar als längstes LEGO-Modell galt.
Die neue Version legt also noch einmal sichtbar zu. Sie ist nicht nur länger, sondern bindet die bekannte Kopfgeldjäger-Szene stärker in die Präsentation ein und nutzt modernere Bautechniken, um den flachen, dolchartigen Rumpf stabil zu halten. LEGO beschreibt dafür einen Kern aus System-Steinen und schlanke Technic-Ausleger, an denen die äußeren Paneele befestigt werden.
Wann kann man den LEGO Executor 75457 in Deutschland kaufen?
Für Deutschland nennt LEGO zwei wichtige Termine. LEGO Insiders erhalten ab dem 1. Oktober 2026 vorzeitigen Zugang. Regulär ist der Supersternzerstörer im deutschen Shop ab 4. Oktober 2026 gelistet.
Frühe Käufer bekommen außerdem einen zusätzlichen Anreiz: Wer das Set zwischen dem 1. und 7. Oktober 2026 kauft, erhält laut LEGO Darth Vaders Lichtschwert 40897 als Geschenk zum Kauf – solange der Vorrat reicht.
Das ist wichtig, weil ältere Meldungen teils nur den 1. Oktober als Verkaufsstart nennen. Für Deutschland zeigt die aktuelle Produktseite den 4. Oktober als allgemeine Verfügbarkeit und den 1. Oktober ausdrücklich als frühen Zugang für Insiders.
Für wen ergibt ein 749,99-Euro-LEGO-Set überhaupt Sinn?
Der Executor ist offensichtlich kein typisches Geschenkset und auch kein spontaner Kauf. LEGO richtet ihn an erwachsene Fans und UCS-Sammler, die ein dauerhaftes Display-Modell wollen. Wer nur ein kompaktes Modell des Schiffs sucht, findet innerhalb der Star-Wars-Reihe kleinere Varianten deutlich leichter unterzubringen.
Bei 75457 bezahlt man vor allem für drei Dinge: Maßstab, Präsenz und Sammler-Details. Die sieben Figuren, die Brückenszene, der Mini-Sternzerstörer, der winzige Millennium Falcon und die aufwendige Oberflächenstruktur machen das Set interessanter als eine reine Vergrößerung eines bekannten Modells.
Der neue Executor ist weniger die Frage „Kann ich 6.130 Teile bauen?“ als „Habe ich danach 136 Zentimeter freien Platz?“
Genau darin liegt der Reiz des neuen UCS-Modells. Es ist absurd groß, teuer und im Alltag unpraktisch – aber eben auch so konsequent auf Ausstellung und Star-Wars-Nostalgie gebaut, dass man selbst ohne Kaufabsicht verstehen kann, warum darüber gesprochen wird.
Wer sich für ungewöhnliche Technik-Neuheiten interessiert, sollte auch einen Blick auf das Nokia 300 Charge mit 40 Tagen Akkulaufzeit und Powerbank-Funktion werfen.
