Am Montag, 9. November 2026, müssen sich Fahrgäste in Hannover und der Region auf erhebliche Einschränkungen im Busverkehr einstellen. Der Warnstreik bei regiobus geht in den zweiten Tag, zusätzlich wird der ÜSTRA-Betriebshof Mittelfeld bestreikt. Das Nachrichtenportal timestuff.de gibt einen Überblick über die betroffenen Buslinien, mögliche Ausfälle und die Verkehrsmittel, die weiterhin zur Verfügung stehen.
Besonders schwierig könnte der Wochenstart für Berufspendler, Schülerinnen und Schüler sowie Menschen werden, die aus dem Umland nach Hannover fahren. Während zahlreiche Busverbindungen ausfallen, bleiben Stadtbahnen, S-Bahnen und Regionalzüge vom Arbeitskampf verschont.
Busstreik am 8. und 9. November: Was passiert bei regiobus?
Die Gewerkschaft ver.di hat die Warnstreiks bei der regiobus Hannover GmbH ausgeweitet. Am Sonntag, 8. November, und Montag, 9. November, wird der gesamte eigene Busbetrieb des Unternehmens ganztägig bestreikt. Das bestätigt die ÜSTRA in ihrer offiziellen Streikmeldung.
Betroffen sind die Busverbindungen in den Städten und Gemeinden des hannoverschen Umlands. Besonders wichtig sind dabei die sprintH-Linien, die zahlreiche Orte der Region mit Hannover verbinden.
Diese sechs von regiobus betriebenen sprintH-Linien sind betroffen:
- Linie 300
- Linie 400
- Linie 500
- Linie 600
- Linie 700
- Linie 900
Die Einschränkungen betreffen nicht ausschließlich diese sechs Linien. Auch weitere reguläre regiobus-Verbindungen im Umland können nicht wie gewohnt angeboten werden.
Eine wichtige Ausnahme gibt es allerdings: Von externen Busunternehmen durchgeführte Fahrten sind grundsätzlich nicht vom Streikaufruf erfasst.
„Nur die Fahrten, die von Subunternehmern durchgeführt werden, werden an diesen Tagen stattfinden.“ÜSTRA, offizielle Mitteilung zu den Warnstreiks
Dennoch sind auch bei diesen Fahrten einzelne Verzögerungen oder Ausfälle möglich. Eine Buslinie kann deshalb im Fahrplan erscheinen, obwohl einzelne Fahrten am Montag nicht stattfinden.
ÜSTRA-Streik am Montag: Diese 25 Buslinien sind betroffen
Am 9. November erreicht der Arbeitskampf auch den städtischen Busverkehr. Beschäftigte des ÜSTRA-Betriebshofs Mittelfeld beteiligen sich an einem solidarischen Warnstreik. Dadurch können zahlreiche Busverbindungen innerhalb Hannovers sowie in angrenzenden Gebieten ausfallen oder verspätet fahren.
Nach Angaben der ÜSTRA sind insbesondere folgende Linien betroffen:
- Linien 100 und 200
- Linien 120, 121, 123, 124 und 125
- Linien 127, 128, 129 und 130
- Linien 134 und 137
- Linien 330, 340, 341 und 346
- Linien 363, 371, 372, 373 und 390
- Linien 581 und 631
- sprintH-Linie 800
Diese Aufstellung bezeichnet die vom Streik betroffenen Linien, nicht eine Liste vollständig eingestellter Verbindungen. Auf einigen Strecken können weiterhin einzelne Busse fahren.
Entscheidend ist am Montag nicht allein die Liniennummer, sondern die konkrete Abfahrtszeit. Wer beispielsweise die Linien 100 oder 200 nutzt, sollte seine gewohnte Verbindung vor dem Weg zur Haltestelle überprüfen.
Welche Bahnen und Busse fahren trotz Streik in Hannover?
Anders als beim Busverkehr gibt es für mehrere wichtige Verkehrsmittel Entwarnung. Nach den veröffentlichten Informationen bleiben folgende Angebote vom Warnstreik unberührt:
- ÜSTRA-Stadtbahnen: Der Stadtbahnbetrieb soll regulär weiterlaufen.
- S-Bahn Hannover: Die S-Bahn-Linien werden nicht bestreikt.
- Regionalzüge: Auch der Regionalbahnverkehr ist vom Arbeitskampf nicht betroffen.
- sprinti: Der On-Demand-Fahrdienst soll wie gewohnt verfügbar sein.
- Busse von Subunternehmen: Diese können weiterhin verkehren, allerdings sind einzelne Abweichungen möglich.
Für viele Pendler dürfte die Stadtbahn damit die wichtigste Alternative sein. Wer normalerweise mit einem Bus zu einer Stadtbahnhaltestelle fährt, muss allerdings prüfen, ob dieser erste Teil der Strecke überhaupt angeboten wird.
Auch bei einer funktionierenden Bahnverbindung kann der Weg zum Arbeitsplatz oder zur Schule deshalb länger dauern als üblich.
Zum Flughafen Hannover trotz Busstreik: Die S5 bleibt eine Alternative
Wer am Montag einen Flug erreichen muss, sollte besonders sorgfältig planen. Eine verlässliche Möglichkeit für die Anreise aus der Innenstadt ist die S-Bahn-Linie S5.
Sie verbindet Hannover Hauptbahnhof mit der Station Hannover Flughafen. Laut den offiziellen Anreiseinformationen des Flughafens Hannover dauert die Fahrt rund 18 Minuten. Die S-Bahn-Station befindet sich direkt unter Terminal C.
Da die S-Bahn vom Warnstreik nicht betroffen ist, bleibt diese Verbindung grundsätzlich bestehen. Wer jedoch zunächst mit einem regiobus- oder ÜSTRA-Bus zum Hauptbahnhof gelangen muss, sollte für diesen Teil der Reise eine Alternative einplanen.
Bei einer Flugreise ist besonders wichtig, nicht erst am Montagmorgen nach einer Ersatzverbindung zu suchen.
Schulweg und Arbeitsweg: So lässt sich der Montag besser planen
Der Streik fällt auf einen regulären Schul- und Arbeitstag. Gerade im Umland kann das problematisch werden, wenn Busse die einzige direkte Verbindung zum Unterricht oder zur Arbeitsstelle darstellen.
Wer auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, sollte folgende Schritte beachten:
- Verbindung am Montag erneut prüfen: Informationen vom Sonntag müssen nicht für den nächsten Tag gelten.
- Konkrete Abfahrt kontrollieren: Nicht jede Fahrt einer betroffenen Linie fällt zwangsläufig aus.
- Stadtbahn oder S-Bahn einbeziehen: Auch eine Verbindung mit Umstieg kann sinnvoller sein als eine unsichere Busfahrt.
- Für den Rückweg separat suchen: Eine angebotene Hinfahrt bedeutet nicht automatisch, dass nachmittags auch die Rückfahrt stattfindet.
- Bei wichtigen Terminen mehr Zeit einplanen: Besonders bei Prüfungen, Arztbesuchen oder frühen Arbeitsbeginnzeiten ist eine Ersatzroute sinnvoll.
Für Familien mit schulpflichtigen Kindern ist außerdem wichtig, die Informationen der jeweiligen Schule zu beachten. Ob es besondere organisatorische Regelungen gibt, entscheidet nicht das Verkehrsunternehmen.
Wo gibt es aktuelle Informationen zu den Busausfällen?
Die ÜSTRA empfiehlt, am Streiktag selbst die digitale Fahrplanauskunft zu nutzen. Dort sollen die tatsächlich stattfindenden Verbindungen tagesaktuell angezeigt werden.
Die wichtigsten Anlaufstellen sind die aktuellen Verkehrshinweise der ÜSTRA sowie die elektronische Fahrplanauskunft für Hannover und die Region. Auch die ÜSTRA-App bietet Informationen zur geplanten Fahrt.
Am besten wird die Verbindung unmittelbar vor dem Aufbruch noch einmal kontrolliert. Kurzfristige Änderungen lassen sich bei einem Warnstreik nicht vollständig ausschließen.
Warum streiken regiobus und Teile der ÜSTRA?
Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen zum Eisenbahn-Tarifvertrag. Die Gewerkschaft ver.di fordert unter anderem eine Entgelterhöhung von 6,5 Prozent sowie zusätzliche Verbesserungen für Auszubildende und Gewerkschaftsmitglieder.
Nach einem Bericht des NDR vom 8. November sollen die Tarifverhandlungen am 16. November fortgesetzt werden. Der Streik am Montag ist Teil des laufenden Tarifkonflikts.
Für Fahrgäste bleibt zunächst entscheidend, welche Verbindungen tatsächlich angeboten werden. Während der Busverkehr in Hannover und der Region erheblich eingeschränkt sein kann, stehen Stadtbahn, S-Bahn und Regionalzüge weiterhin als Alternativen bereit.
Stand: 8. November 2026. Maßgeblich für einzelne Fahrten sind die aktuellen Angaben der Verkehrsunternehmen.
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