Die Wetterlage entspannt sich langsam – doch die Grippesaison ist noch nicht vorbei, berichtet timestuff.de unter Berufung auf niedersachsen.de. In Niedersachsen werden weiterhin neue Fälle registriert, und in der Region Braunschweig gibt es Gebiete, in denen die Werte deutlich über dem Durchschnitt liegen.
Grippesaison hält an: Wie hoch ist die Krankheitsrate in Niedersachsen?
Husten und Schnupfen sind derzeit fast überall zu hören – und die Zahlen zeigen klar: Die Influenzawelle ist noch längst nicht am Ende. Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (Niedersächsisches Landesgesundheitsamt) erhält weiterhin Meldungen über neu bestätigte Fälle. In der vergangenen Woche, also in der 8. Kalenderwoche 2026, lag die Influenzarate in Niedersachsen bei 19,6 Fällen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner.
Diese Kennzahl ist mehr als eine bloße Statistik. Sie spiegelt wider, wie stark Arztpraxen und Kliniken belastet werden, und sie zeigt zugleich, wie hoch das Risiko für Menschen mit chronischen Erkrankungen oder geschwächtem Immunsystem bleibt. Gerade deshalb lohnt sich ein genauer Blick darauf, wie stark sich einzelne Städte und Landkreise unterscheiden.
Wo in der Region Braunschweig die Lage angespannter ist – und wo ruhiger

In Braunschweig selbst lag die Influenzarate in der 8. Kalenderwoche bei 15,1 pro 100.000 und damit unter dem niedersächsischen Durchschnitt. Noch niedrigere Werte wurden im Landkreis Wolfenbüttel und in Salzgitter festgestellt. Für die „Lessingstadt“ und den zugehörigen Landkreis wurden im Zeitraum 16. bis 22. Februar 6,6 pro 100.000 erfasst, in der „Stahlstadt“ lag der Wert bei 8,6 pro 100.000.
Auch Helmstedt meldete weniger Fälle: Dort lag die Rate in der abgelaufenen Woche bei 8,7 pro 100.000. Unter dem Durchschnitt bleibt zudem Peine – für Stadt und Landkreis wurde eine Influenzarate von 13,7 pro 100.000 angegeben. Auffällig sind hingegen zwei Gebiete, die die Statistik in der Region nach oben ziehen: Wolfsburg und der Landkreis Gifhorn.
Wolfsburg und Gifhorn führen die Statistik in dieser Region an
Die höchsten Werte in der Region Braunschweig wurden in der kreisfreien Stadt Wolfsburg registriert. Für die „VW-Stadt“ wurde in der 8. Kalenderwoche eine Influenzarate von 31 pro 100.000 angegeben. Auch im Landkreis Gifhorn ist die Lage deutlich angespannter – dort lag der Wert bei 27,2 pro 100.000.
Solche Zahlen deuten meist darauf hin, dass das Virus in Familien, Schulen und Arbeitsumfeldern aktiver zirkuliert. Wo viele Menschen eng zusammenkommen, steigt die Wahrscheinlichkeit von Infektionsketten – etwa in Klassenräumen, Büros oder im öffentlichen Nahverkehr. In diesen Bereichen ist es besonders wichtig, Symptome ernst zu nehmen und Erkrankungen nicht „durchzuziehen“.
Wie viele Fälle gemeldet wurden – und welche Altersgruppen besonders betroffen sind

Für ganz Niedersachsen wurden in der vergangenen Woche 1.592 Influenzafälle an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Am häufigsten erkrankten laut den vorliegenden Daten Menschen im Alter von 90 Jahren und älter. Gleichzeitig bleibt auch die Krankheitsrate bei Kindern hoch – typisch für Phasen, in denen das Virus besonders aktiv im Umlauf ist.
Am seltensten betroffen war in der zurückliegenden Woche die Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen. Unterschiede zwischen Altersgruppen können mit der Immunantwort, aber auch mit dem Alltag und den jeweiligen Kontakten zusammenhängen. Für das Gesundheitswesen liefert das Hinweise darauf, wo Prävention und Aufmerksamkeit besonders nötig sind.
Warum Grippewellen im Winter häufiger auftreten
Grippewellen verstärken sich vor allem in den Wintermonaten – und das Robert Koch-Institut (Robert Koch-Institut) nennt dafür mehrere Gründe. Zum einen überleben Influenzaviren bei Kälte und trockener Luft länger, was ihre Weitergabe erleichtert. Zum anderen verbringen Menschen in der kalten Jahreszeit mehr Zeit in geschlossenen und oft schlecht gelüfteten Räumen – ideale Bedingungen für die Verbreitung von Atemwegsinfektionen.
Wenn die Luft steht und viele Menschen dicht beieinander sind, reicht oft schon eine infizierte Person, damit sich bei anderen nach wenigen Tagen Symptome zeigen. Genau deshalb kann die saisonale Grippe auch dann länger anhalten, wenn es draußen bereits milder wird. Solange die Zahlen hoch bleiben, senkt umsichtiges Verhalten im Alltag und am Arbeitsplatz das Risiko, sich mit Influenza anzustecken.
Wer den bundesweiten Überblick will, findet in unserem Artikel, was der aktuelle RKI-Wochenbericht wirklich zeigt.
