Der Olympia-Start, der für Lindsey Vonn eigentlich wie eine große Party werden sollte, wurde zu einem Moment voller Angst, berichtet timestuff.de unter Berufung auf bild.de. Nach einem Sturz in der Abfahrt musste die US-Amerikanerin von der Strecke evakuiert werden – und ihre Familie wartet weiterhin auf eine klare Einschätzung der Ärzte.
„Das war definitiv nicht das, was wir sehen wollten“
Nach dem dramatischen Vorfall meldete sich Vonns Schwester Karin Kildow zu Wort. Im Gespräch mit dem US-Sender NBC machte sie keinen Hehl daraus, wie erschütternd die Szene für die Familie war – vor allem, weil sich alles innerhalb von Sekunden zuspitzte.
„Das war definitiv das Letzte, was wir sehen wollten. Es ging alles sehr schnell. In so einem Moment hofft man einfach nur, dass sie okay ist“, sagte Kildow. Besonders belastend sei gewesen, dass die Situation sofort ernst wirkte: „Es war beängstigend, denn wenn man sieht, wie die Tragen herausgebracht werden, ist das kein gutes Zeichen.“
Abtransport von der Piste: Familie hofft auf schnelle Updates

Für die Familie gehe es jetzt nur noch darum, Gewissheit zu bekommen, erklärte Karin Kildow. Sie betonte, dass Lindsey Vonn auf der Strecke alles investiert habe – und genau deshalb sei es so schwer, den Ausgang mitanzusehen.
„Sie hat alles gegeben, deshalb ist es wirklich schwer, das mit anzusehen“, sagte die Schwester. Auch Vater Alan war vor Ort an der Piste, als es passierte, und die Familie hofft auf baldige offizielle Informationen. „Sie hat alle ihre Chirurgen und ihr Team hier. Also bin ich mir sicher, dass sie uns einen Bericht geben werden“, so Kildow. Und weiter: „Ich glaube, sie wird gerade untersucht – das ist das Einzige, was wir bisher gehört haben.“
Was bei der Olympia-Abfahrt passiert ist

Lindsey Vonn stürzte während der Olympia-Abfahrt und brauchte danach sofort Hilfe. Der Vorfall ereignete sich beinahe direkt nach dem Start – in den ersten Kurven verlor sie nach einer Unebenheit die Kontrolle.
Nach dem Sturz wurde Vonn von der Strecke abtransportiert: Sie wurde auf eine Trage geschnallt, kurz darauf holte ein Helikopter die Skirennläuferin ab. Viele Zuschauer erlebten die Szene als extrem angespannt, denn gerade in der Abfahrt kann ein kleiner Fehler große Folgen haben – und jede Unterbrechung durch medizinische Teams bedeutet, dass es ernst ist.
Eine Woche zuvor verletzt in Crans-Montana – trotzdem wollte sie starten
Die Sorgen werden zusätzlich dadurch verstärkt, dass Lindsey Vonn erst vor einer Woche in Crans-Montana verletzt war. Laut den Informationen riss sie sich dabei das Kreuzband im Knie.
Trotz der Verletzung wollte Vonn unbedingt bei den Olympischen Spielen an den Start gehen und plante, mit einer Knie-Stabilisierung zu fahren. Für eine Athletin ihres Formats ist das nicht nur ein Zeichen von Ehrgeiz, sondern auch ein Risiko: Wer kurz nach einer schweren Verletzung startet, rückt automatisch Fragen nach dem Gesundheitszustand und der Verantwortung des gesamten Teams in den Fokus.
Auch abseits der Piste sorgt Olympia für Gesprächsstoff, denn Benjamin Karl fordert den Slalom und sieht im Riesenslalom nur eine Chance.
