Für Millionen Zuschauer bleibt Erika Eleniak bis heute mit dem roten Badeanzug aus „Baywatch“ verbunden. Als Shauni McClain gehörte sie zu den bekannten Gesichtern der frühen Jahre der Kultserie. Mehr als drei Jahrzehnte später erlebt die Schauspielerin plötzlich eine völlig andere Art von Comeback: Mit 56 Jahren ist sie bei OnlyFans gestartet – und soll dort inzwischen rund 10.000 US-Dollar pro Woche verdienen, berichtet timestuff.de.
Die Zahl klingt spektakulär. Sie sollte allerdings richtig eingeordnet werden. TMZ berichtete am 28. August 2026 unter Berufung auf Quellen aus Eleniaks Umfeld, dass ihr Account bereits mehr als 1.100 Abonnenten habe und derzeit ungefähr 10.000 Dollar pro Woche einbringe. Auch Page Six griff die neuen Zahlen auf.
Interessant ist dabei nicht nur die Summe. Eleniaks Geschichte zeigt, wie sich Bekanntheit aus der TV-Ära der 1990er-Jahre Jahrzehnte später in ein völlig neues digitales Geschäftsmodell verwandeln kann.
Erika Eleniak startete erst im August bei OnlyFans
Der Erfolg kommt überraschend schnell. Eleniak eröffnete ihren OnlyFans-Account erst Anfang August 2026.
Schon damals sorgte die Entscheidung international für Aufmerksamkeit. In Deutschland berichteten unter anderem RTL über Eleniaks neuen OnlyFans-Account und FOCUS über ihren ungewöhnlichen Neustart.
Auf der Plattform will die ehemalige „Baywatch“-Darstellerin nicht einfach alte Szenen oder ihr früheres Image kopieren. Angekündigt wurden persönliche Fotos und Videos, Strandaufnahmen und Inhalte, bei denen Eleniak selbst entscheidet, wie sie sich präsentieren möchte.

Ein Detail sorgte besonders für Aufmerksamkeit: Fotos ihrer nackten Füße. Eleniak erklärte, entsprechende Anfragen von Fans bekomme sie bereits seit Jahren.
„personal and playful“
So beschrieb Eleniak gegenüber TMZ die Richtung ihres neuen Angebots. Statt eines perfekt kontrollierten Hollywood-Images soll es stärker um direkten Kontakt und eine persönlichere Seite der Schauspielerin gehen.
Verdient Erika Eleniak wirklich 10.000 Dollar pro Woche?
Nach dem aktuellen Bericht von TMZ soll Eleniak inzwischen mehr als 1.100 Abonnenten haben. Die Einnahmen werden von Quellen aus ihrem Umfeld auf rund 10.000 Dollar pro Woche beziffert.
Für den laufenden Monat stehe sie dem Bericht zufolge damit auf Kurs in Richtung etwa 40.000 Dollar.
| Angabe | Aktueller Stand |
|---|---|
| Alter von Erika Eleniak | 56 Jahre |
| OnlyFans-Start | August 2026 |
| Gemeldete Abonnenten | mehr als 1.100 |
| Gemeldete Einnahmen | rund 10.000 Dollar pro Woche |
| Mögliche Monatssumme | rund 40.000 Dollar |
| Quelle der Einnahmenangabe | TMZ unter Berufung auf Quellen aus ihrem Umfeld |
Wichtig ist allerdings: Eine öffentlich einsehbare Abrechnung von Eleniak gibt es nicht. Die 10.000 Dollar sind deshalb keine unabhängig geprüfte Finanzzahl, sondern eine von TMZ veröffentlichte Angabe aus dem Umfeld der Schauspielerin.
Auch eine einfache Hochrechnung auf ein komplettes Jahr wäre unseriös. Ein neuer Account eines bekannten Stars kann unmittelbar nach seinem Start besonders viele neugierige Nutzer anziehen. Ob sich diese Einnahmen dauerhaft halten lassen, ist noch völlig offen.
10.000 Dollar Einnahmen bedeuten nicht automatisch 10.000 Dollar netto

Erika Eleniak bei OnlyFans: So viel verdient der frühere „Baywatch“-Star. Screenshot: reuters.com
Hinzu kommt ein Punkt, der bei Berichten über OnlyFans-Einnahmen häufig untergeht: Die Plattform behält grundsätzlich einen Teil der Zahlungen ein.
Nach den veröffentlichten Nutzungsbedingungen beträgt die Plattformgebühr 20 Prozent der Fan-Zahlungen. 80 Prozent werden den Creatorn zugerechnet. Auch Reuters beschreibt dieses 80/20-Modell von OnlyFans.
Was die bei Eleniak genannten 10.000 Dollar genau darstellen, geht aus dem TMZ-Bericht allerdings nicht eindeutig hervor.
- Es könnte sich um die gesamten Zahlungen ihrer Fans handeln.
- Es könnte sich bereits um den ihr zugerechneten Anteil handeln.
- Steuern und mögliche weitere persönliche Kosten sind in solchen Schlagzeilenzahlen ebenfalls nicht automatisch berücksichtigt.
Aus „10.000 Dollar pro Woche“ sollte deshalb nicht vorschnell „40.000 Dollar netto im Monat“ werden.
Warum Erika Eleniak auch Jahrzehnte nach „Baywatch“ noch funktioniert
Eleniaks schneller Start lässt sich kaum verstehen, ohne „Baywatch“ zu berücksichtigen.
Sie spielte von 1989 bis 1992 die Rettungsschwimmerin Shauni McClain und gehörte damit zur frühen Besetzung einer Serie, die später zu einem weltweiten TV-Phänomen wurde. Das Publikum verbindet sie bis heute mit dieser Zeit.
Genau diese Bekanntheit besitzt im Zeitalter von Social Media und Bezahlplattformen einen neuen Wert.
- Nostalgie: Zuschauer aus den 1990er-Jahren kennen Eleniak seit Jahrzehnten.
- Neugier: Fans möchten wissen, wie der frühere TV-Star heute lebt und aussieht.
- Direkter Zugang: OnlyFans ermöglicht den Kontakt ohne Fernsehsender, Magazin oder Filmstudio als Vermittler.
- Medienwirkung: Berichte über ihre Einnahmen bringen ständig neue potenzielle Abonnenten auf ihren Account.
Damit entsteht ein Kreislauf: Bekanntheit bringt Abonnenten, hohe Abonnentenzahlen sorgen für Schlagzeilen und die Schlagzeilen erzeugen wiederum neue Aufmerksamkeit.
Gleichzeitig steht „Baywatch“ selbst vor einem großen Comeback
Dass Erika Eleniak gerade jetzt wieder so stark mit „Baywatch“ verbunden wird, kommt zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt. Die Marke steht selbst vor einem Neustart.
FOX entwickelt eine neue „Baywatch“-Serie für die Saison 2026/27. Laut einer offiziellen Mitteilung von FOX soll die Neuinterpretation im Januar starten.
Zum angekündigten Cast gehören unter anderem:
- Stephen Amell als Hobie Buchannon,
- Jessica Belkin als Charlie Vale,
- Shay Mitchell als Trina,
- Hassie Harrison als Nat,
- Thaddeus LaGrone als Brad,
- Noah Beck als Luke,
- Brooks Nader als Selene.
Besonders interessant für langjährige Fans: David Chokachi kehrt als Cody Madison zurück. FOX führt ihn offiziell als wiederkehrenden Darsteller der neuen Serie.
Neues „Baywatch“ kommt in Deutschland zu Prime Video
Für deutsche Zuschauer gibt es inzwischen ebenfalls eine klare Antwort darauf, wo die neue Serie zu sehen sein wird.
Fremantle bestätigte am 4. August 2026 offiziell einen internationalen Deal mit Prime Video. Danach soll das neue „Baywatch“ 2027 unter anderem in Deutschland, Österreich und der Schweiz bei Prime Video verfügbar werden.
Auch Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, die Benelux-Staaten, die Türkei, Kanada, Lateinamerika und Indien gehören zu dem Vertrag.
Die neue Staffel soll aus zwölf Episoden bestehen.
Auch die klassischen „Baywatch“-Folgen kommen zu Prime Video
Der Deal betrifft nicht nur den Neustart.
Laut Fremantle soll Prime Video in den beteiligten Ländern außerdem den umfangreichen Katalog der früheren Serie anbieten.
| „Baywatch“ bei Prime Video | Umfang |
|---|---|
| Originalserie „Baywatch“ | 9 Staffeln |
| „Baywatch Hawaii“ | 2 Staffeln |
| Neue „Baywatch“-Serie | 12 Episoden |
| Deutschland | Prime Video |
| Start der neuen Serie international | 2027 |
Das bedeutet: Noch bevor die Neuauflage erscheint, können Zuschauer die Welt entdecken, durch die Stars wie Erika Eleniak, David Hasselhoff und später Pamela Anderson berühmt wurden.
Für Eleniak könnte kaum ein besserer Zeitpunkt existieren, um ihre alte Bekanntheit neu zu nutzen: Während sie selbst ein neues digitales Publikum findet, wird genau die Serie, die sie berühmt machte, wieder groß vermarktet.
Ist Erika Eleniak im neuen „Baywatch“ dabei?
Hier gibt es derzeit widersprüchliche Berichte.
Page Six schreibt in seinem Bericht vom 28. August, dass Eleniak im neuen „Baywatch“ auf den Bildschirm zurückkehren werde.
In der derzeit veröffentlichten offiziellen Cast-Aufstellung von FOX wird Erika Eleniak jedoch nicht genannt. Dort ist von den neuen Hauptdarstellern sowie der bestätigten Rückkehr von David Chokachi die Rede.
Ein Auftritt Eleniaks sollte deshalb zum jetzigen Zeitpunkt nicht als endgültig offiziell bestätigt dargestellt werden.
Gerade dieser Unterschied ist wichtig, denn eine Meldung eines Entertainment-Portals ist nicht dasselbe wie eine Cast-Bestätigung des Senders oder Produzenten.
Erika Eleniak heute: kein klassisches TV-Comeback
Was bei ihrer aktuellen Geschichte auffällt: Eleniak versucht nicht einfach, die Frau von 1990 zu imitieren.
Mit 56 Jahren nutzt sie ihre Vergangenheit zwar bewusst, entscheidet aber selbst, wie viel davon sie zeigen möchte. Genau darin unterscheidet sich ihr OnlyFans-Projekt von einem gewöhnlichen Nostalgie-Comeback.
Früher bestimmten Produzenten, Sender, Magazine und Fotografen wesentlich stärker darüber, welches Bild eines Stars öffentlich wurde. Heute kann eine bekannte Persönlichkeit ihr Publikum unmittelbar erreichen – und diese Aufmerksamkeit selbst monetarisieren.
Aus einem alten TV-Image ist ein neues, direktes Geschäftsmodell geworden.
Ob die berichteten 10.000 Dollar pro Woche dauerhaft bleiben, lässt sich nach wenigen Wochen nicht sagen. Dass Eleniaks Start Aufmerksamkeit erzeugt hat, steht dagegen außer Frage: Mehr als drei Jahrzehnte nach ihrer Zeit als Shauni McClain ist sie plötzlich wieder Gesprächsthema – genau in dem Moment, in dem auch „Baywatch“ selbst seine nächste große Runde vorbereitet.
Auch Robert De Niro sorgt aktuell bei Netflix für Aufmerksamkeit, denn „Der Kinderflüsterer“ rückt gerade überraschend in den Fokus.
