Der Eurovision Song Contest 2026 ist mit einem klaren Sieg für Bulgarien zu Ende gegangen, berichtet timestuff.de unter Berufung auf web.de. Sängerin Dara holte mit ihrem Song „Bangaranga“ insgesamt 516 Punkte und ließ damit mehrere Favoriten deutlich hinter sich.
Das Finale des Eurovision Song Contest 2026 in Wien brachte einige überraschende Ergebnisse. Besonders auffällig waren das schwache Abschneiden Deutschlands und der nur sechste Platz für Finnland, das vor der Show noch als einer der großen Anwärter auf den Sieg galt.
Bulgarien gewinnt den ESC 2026 mit großem Vorsprung
Vor dem Finale richtete sich der Blick vor allem auf Finnland, Australien und Bulgarien. Nach dem zweiten Halbfinale hatten die Wettanbieter die Chancen des finnischen Duos Linda Lampenius & Pete Parkkonen noch einmal höher bewertet. Die beiden traten mit dem Lied „Liekinheitin“ an und galten für viele als mögliche Sieger des Abends.
Als stärkste Konkurrentin der Finnen wurde vor dem Finale die australische Sängerin Delta Goodrem gehandelt. Auch Bulgarien blieb im Favoritenkreis, doch der endgültige Ausgang fiel deutlicher aus, als viele erwartet hatten. Im Finale verschob sich das Kräfteverhältnis schnell zugunsten von Dara.
Der überzeugendste Auftritt des Abends kam schließlich aus Bulgarien. Dara setzte sich mit „Bangaranga“ klar durch und sammelte 516 Punkte. Damit gewann Bulgarien den 70. Eurovision Song Contest und wurde zur großen Überraschung des Finalabends in Wien.
„Bangaranga“ brachte Bulgarien 516 Punkte und den ersten Platz beim Eurovision Song Contest 2026.
Auf dem zweiten Platz landete Israels Vertreter Noam Bettan mit dem Song „Michelle“ und 343 Punkten. Rang drei ging an Rumänien: Alexandra Căpitănescu erreichte mit „Choke Me“ insgesamt 296 Punkte. Australien, das vor dem Finale ebenfalls zu den Favoriten zählte, musste sich trotz starker 287 Punkte für Delta Goodrem und „Eclipse“ mit Platz vier begnügen.
Deutschland enttäuscht im Finale des ESC 2026
Für Deutschland endete das Finale des ESC 2026 fast genauso, wie es viele Prognosen vor dem Wettbewerb erwartet hatten. Sarah Engels trat mit dem Song „Fire“ an, wurde aber schon vor dem Finale kaum als Siegkandidatin gesehen. In vielen Einschätzungen lag Deutschland bereits im unteren Bereich der Tabelle.
Das Ergebnis bestätigte diese Erwartungen deutlich. Deutschland erhielt lediglich 12 Punkte und landete damit auf dem drittletzten Platz unter den 25 Finalisten. Nur Österreich mit 6 Punkten und das Vereinigte Königreich mit 1 Punkt schnitten noch schwächer ab.
Für Deutschland ist dieses Ergebnis ein weiterer Rückschlag beim Eurovision Song Contest. Der Auftritt von Sarah Engels konnte weder bei den Jurys noch beim Publikum genug Wirkung entfalten, um auch nur in die Nähe des Mittelfelds zu kommen. Damit bleibt Deutschland erneut weit hinter den Erwartungen und Möglichkeiten zurück.
Alle Platzierungen im Finale des Eurovision Song Contest 2026

Das Finale in Wien brachte 25 Länder auf die große ESC-Bühne. Der Kampf um den Sieg konzentrierte sich am Ende jedoch auf wenige Beiträge, wobei Bulgarien den deutlichsten Vorsprung herausarbeitete. Israel, Rumänien, Australien und Italien bildeten dahinter die Gruppe der stärksten Verfolger.
Auch die Ukraine zeigte im Finale ein solides Ergebnis. Die Band Leléka erreichte mit dem Lied „Ridnym“ insgesamt 221 Punkte und belegte damit den neunten Platz. Damit landete die Ukraine knapp vor Griechenland und blieb in der oberen Tabellenhälfte.
- Bulgarien: Dara — „Bangaranga“ — 516 Punkte
- Israel: Noam Bettan — „Michelle“ — 343 Punkte
- Rumänien: Alexandra Căpitănescu — „Choke Me“ — 296 Punkte
- Australien: Delta Goodrem — „Eclipse“ — 287 Punkte
- Italien: Sal Da Vinci — „Per sempre sì“ — 281 Punkte
- Finnland: Linda Lampenius & Pete Parkkonen — „Liekinheitin“ — 279 Punkte
- Dänemark: Søren Torpegaard Lund — „Før vi går hjem“ — 243 Punkte
- Moldau: Satoshi — „Viva, Moldova“ — 226 Punkte
- Ukraine: Leléka — „Ridnym“ — 221 Punkte
- Griechenland: Akylas — „Ferto“ — 220 Punkte
- Frankreich: Monroe — „Regarde!“ — 158 Punkte
- Polen: Alicja — „Pray“ — 150 Punkte
- Albanien: Alis — „Nân“ — 145 Punkte
- Norwegen: Jonas Lovv — „Ya ya ya“ — 134 Punkte
- Kroatien: Lelek — „Andromeda“ — 124 Punkte
- Tschechien: Daniel Žižka — „Crossroads“ — 113 Punkte
- Serbien: Lavina — „Kraj mene“ — 90 Punkte
- Malta: Aidan — „Bella“ — 89 Punkte
- Zypern: Antigoni — „Jalla“ — 75 Punkte
- Schweden: Felicia — „My System“ — 51 Punkte
- Belgien: Essyla — „Dancing on the Ice“ — 36 Punkte
- Litauen: Lion Ceccah — „Sólo quiero más“ — 22 Punkte
- Deutschland: Sarah Engels — „Fire“ — 12 Punkte
- Österreich: Cosmó — „Tanzschein“ — 6 Punkte
- Vereinigtes Königreich: Look Mum No Computer — „Eins, Zwei, Drei“ — 1 Punkt
Diese Länder verpassten das ESC-Finale 2026
Nicht alle Teilnehmer schafften es bis in die große Finalshow in Wien. Bereits nach dem ersten Halbfinale am Dienstag mussten Estland, Georgien, Montenegro, Portugal und San Marino den Wettbewerb verlassen. Besonders bitter war das für die Fans von Boy George, der gemeinsam mit Sängerin Senhit für San Marino antrat.
Auch das zweite Halbfinale am Donnerstag brachte mehrere Entscheidungen gegen bekannte Teilnehmerländer. Armenien, Aserbaidschan, Lettland, Luxemburg und die Schweiz schafften den Sprung ins Finale nicht. Die Schweiz war im Vorjahr noch Gastgeberland gewesen, blieb beim ESC 2026 aber ohne Platz in der Finalrunde.
Zusätzlich prägte ein politischer Boykott den Wettbewerb. Spanien, die Niederlande, Irland, Slowenien und Island nahmen aus Protest gegen Israels Vorgehen im Gazastreifen nicht am ESC 2026 teil. Dadurch wurde der diesjährige Eurovision Song Contest nicht nur als Musikereignis diskutiert, sondern auch als Bühne für politische Spannungen.
Passend dazu sorgt auch eine andere TV-Personalie für Gesprächsstoff, denn Laura Wontorra verlässt „Ninja Warrior Germany“ und bei RTL steht bereits fest, wer übernimmt.
