Der Eurovision Song Contest in Wien hat mit einer großen Überraschung begonnen: San Marino hat den Einzug ins Finale verpasst, obwohl das Land auf einen prominenten Auftritt von Boy George setzte, berichtet timestuff.de unter Berufung auf bild.de.
Boy George gab sein ESC-Debüt, doch es reichte nicht
Das erste Halbfinale des Eurovision Song Contest in Wien lieferte direkt eines der meistdiskutierten Ergebnisse des Abends. Für San Marino trat die italienische Sängerin Senhit gemeinsam mit der britischen Pop-Ikone Boy George auf. Ihr Song „Superstar“ sollte Aufmerksamkeit erzeugen, doch der große Name half dem Land am Ende nicht weiter.
Für den 64-jährigen Boy George war es der erste Auftritt auf der ESC-Bühne. In den 1980er-Jahren wurde er mit seiner Band Culture Club und Hits wie „Do You Really Want To Hurt Me“ und „Karma Chameleon“ weltweit bekannt. Seine Teilnahme wirkte zunächst wie ein starker Schachzug San Marinos, denn der ESC lebt oft von auffälligen Bildern, Nostalgie und unerwarteten Kollaborationen.
Warum der Auftritt für Diskussionen sorgte

Auf Boy George mussten die Zuschauer fast bis zum letzten Teil der Performance warten. Er erschien auf einem kristallähnlichen Thron auf der Bühne und sang gemeinsam mit Senhit nur wenige Zeilen. Insgesamt war der Musiker weniger als eine Minute zu sehen, seine aktive Rolle im Auftritt blieb entsprechend kurz.
Genau das wurde nach dem Halbfinale zum größten Kritikpunkt. Einige Nutzer in den sozialen Netzwerken bezeichneten die Nummer als typisch Eurovision: bunt, theatralisch und leicht exzentrisch. Andere sahen in Boy George eher ein dekoratives Element als einen echten Bestandteil des Songs.
San Marino bleibt ohne Finalticket
Die Rechnung mit dem berühmten Namen ging nicht auf, San Marino erhielt keinen Platz im Finale. Für kleinere Länder beim Eurovision Song Contest kann ein bekannter Gast oft helfen, sich zwischen vielen Beiträgen stärker abzuheben. In diesem Fall reichte der kurze Auftritt von Boy George jedoch nicht aus, um die Zuschauer entscheidend zu überzeugen.
Das Aus von San Marino zeigt deutlich: Beim ESC genügt ein prominenter Name allein nicht. Das Publikum reagiert nicht nur auf den Legendenstatus eines Künstlers, sondern auch auf die Geschlossenheit der Inszenierung, die Energie des Auftritts und darauf, ob ein Stargast wirklich organisch in den Song eingebunden ist. Bei „Superstar“ war die Erwartung am Ende größer als der eigentliche Moment auf der Bühne.
Diese Länder stehen im Finale des ESC
Nach dem ersten Halbfinale ist der Kampf um die Plätze im Finale des Eurovision Song Contest 2026 in die entscheidende Phase gegangen. Deutschland, Frankreich, Italien, das Vereinigte Königreich und Gastgeber Österreich, das den Wettbewerb nach dem Sieg 2025 ausrichtet, sind bereits automatisch für die Show am Samstag qualifiziert. Alle anderen Länder müssen sich in zwei Halbfinalshows durchsetzen, in denen jeder Auftritt über das Weiterkommen entscheiden kann.
Am Dienstag lösten Moldau, Schweden, Kroatien, Griechenland, Finnland, Israel, Belgien, Litauen, Polen und Serbien ihr Ticket für das Finale. Diese Teilnehmer kämpfen am Samstag in der großen Show weiter um den Sieg. Für San Marino endete der Wettbewerb dagegen bereits nach dem ersten Auftritt, trotz der Beteiligung eines der bekanntesten britischen Popstars der 1980er-Jahre.
Auch abseits der ESC-Bühne suchen viele Menschen nach Zeichen und Stimmungen des Tages, deshalb lohnt sich ein Blick auf das Horoskop für den 13. Mai 2026, in dem einige Sternzeichen besonders auf ihr Bauchgefühl hören sollten.
