Kurz vor dem Finale des Eurovision Song Contest ist es zu einem beunruhigenden Vorfall um die schwedische Teilnehmerin Felicia Eriksson gekommen, berichtet timestuff.de unter Berufung auf aftonbladet.se. Bei den letzten Vorbereitungen für das ESC-Finale verlor die Sängerin plötzlich das Bewusstsein, woraufhin ihr Team einen Arzt rufen musste. Der Zwischenfall ereignete sich am Freitag während der Generalprobe, einen Tag vor dem entscheidenden Auftritt am Samstagabend.
Felicia Eriksson wird vor dem ESC-Finale ohnmächtig
Nach Angaben der schwedischen Zeitung Aftonbladet passierte der Vorfall während der finalen Vorbereitungen auf den Wettbewerb, als die schwedische Delegation bereits unter höchster Anspannung arbeitete. Felicia Eriksson fühlte sich offenbar schon vor dem Verlassen der Garderobe unwohl. Später verschlechterte sich ihr Zustand deutlich, sodass das Team kein Risiko einging und sofort medizinische Hilfe holte.
Die schwedische Delegationsleiterin Lotta Furebäck erklärte, dass mehrere Faktoren zu dem Ohnmachtsanfall geführt hätten. Ihren Angaben zufolge spielten Flüssigkeitsmangel, große Hitze und eng sitzende Bühnenkleidung eine Rolle. Zugleich bestätigte sie, dass die Situation das Team zunächst beunruhigte, sich Erikssons Zustand nach der medizinischen Untersuchung aber stabilisierte.
„Felicia fühlte sich schon in der Garderobe unwohl, ihr war etwas schwindelig. Als wir in die Loge kamen, wurde sie ohnmächtig. Wir haben einen Arzt gerufen“, sagte Furebäck vor Ort gegenüber Journalisten.
Was die schwedische Delegation sagt
Nach dem Zwischenfall wurde Felicia Eriksson medizinisch betreut und anschließend zur Erholung in ein Hotel gebracht. In der schwedischen Delegation betont man, dass ihr Zustand derzeit nicht kritisch wirke. Auch die Ärzte sehen demnach keine Hinweise auf ein ernsteres Problem.
Für das Team steht nun im Vordergrund, der Sängerin vor dem Finale des Eurovision Song Contest genügend Zeit zur Erholung zu geben. Die kommenden Stunden sollen für Eriksson vor allem Ruhe bringen, damit sie wieder zu Kräften kommt. Die Delegation geht davon aus, dass Flüssigkeit, Nahrung und Schlaf entscheidend für ihre schnelle Stabilisierung sein können.
„Sie wurde medizinisch betreut und ruht sich jetzt im Hotel aus. Aber es geht ihr schon wieder gut“, sagte Lotta Furebäck.
Furebäck machte zudem deutlich, dass ein Auftritt von Eriksson im Finale weiterhin als wahrscheinlich gilt. Auch die behandelnden Ärzte gehen davon aus, dass die Sängerin am Samstagabend wieder auf der Bühne stehen kann. Eine endgültige Absage oder ein Hinweis auf einen möglichen Ausfall liegt bislang nicht vor.
„Wenn sie jetzt genug Flüssigkeit, etwas zu essen und etwas Ruhe bekommt, denke ich, dass sie morgen wieder auf der Rennstrecke sein wird“, erklärte die Delegationsleiterin.
Der Vorfall soll nichts mit den Stimmproblemen zu tun haben

In der schwedischen Delegation wird ausdrücklich betont, dass die Ohnmacht nicht mit den Stimmproblemen zusammenhängt, mit denen Felicia Eriksson Anfang der Woche zu kämpfen hatte. Zuvor hatte der schwedische Sender SVT berichtet, die Sängerin sei mit einer Stimme aufgewacht, die „kaum wiederzuerkennen“ gewesen sei. Damals wurde die Situation nicht auf eine Erkrankung zurückgeführt, sondern auf die starke Belastung durch die ESC-Vorbereitungen.
Dieser Hintergrund macht den Vorfall besonders sensibel, denn das Finale des Eurovision Song Contest verlangt den Teilnehmern nicht nur stimmlich, sondern auch körperlich viel ab. Proben, Kostüme, Hitze, Nervosität und ein dichter Zeitplan können selbst erfahrene Künstler schnell erschöpfen. Genau deshalb versucht das schwedische Team nun, den Druck rund um Eriksson zu reduzieren und sich auf ihre Erholung zu konzentrieren.
Trotz des beunruhigenden Zwischenfalls gibt es bisher keine klaren Anzeichen dafür, dass der Auftritt ausfallen könnte. Sollte ihr Zustand stabil bleiben, dürfte Felicia Eriksson am Samstagabend im ESC-Finale auf der Bühne stehen. Für Schweden geht es damit nicht nur um das Ergebnis des Wettbewerbs, sondern auch um die Frage, wie schnell die Sängerin wieder ihre volle Form erreicht.
Mehr aktuelle TV-News gibt es auch im Beitrag über Laura Wontorras Abschied von „Ninja Warrior Germany“ und die Frage, wer jetzt bei RTL übernimmt.
