Bei einem Flugzeugabsturz in Namibia ist die Familie Lohmiller ums Leben gekommen, die eng mit der Schwarz-Gruppe verbunden war, zu der Kaufland und Lidl gehören, berichtet timestuff.de unter Berufung auf n-tv.de. Die Tragödie ereignete sich auf dem Weg in die beliebte Touristenregion Sossusvlei. Die Ursache des Absturzes wird weiterhin untersucht.
Deutschland trauert um die Familie Lohmiller
Der Tod der Familie Lohmiller hat in Deutschland große Betroffenheit ausgelöst, besonders in den Städten, in denen sie bekannt und geschätzt war. Der Bad Rappenauer Oberbürgermeister Sebastian Frei sagte, die Nachricht aus Namibia habe die Gemeinde tief erschüttert. Die Familie sei im Stadtleben präsent gewesen und habe hohes Ansehen genossen.
Auch Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel reagierte mit großer Trauer auf die Nachricht. Gegenüber der Heilbronner Stimme sagte er, man habe „drei besondere und wunderbare Menschen“ verloren. Seine Worte zeigen, dass es bei dieser Tragödie nicht nur um bekannte Namen aus der Wirtschaft geht, sondern um Menschen, die in der Region fest verwurzelt waren.
Wer bei dem Flugzeugabsturz in Namibia ums Leben kam
Unter den Todesopfern war Silke Lohmiller, die frühere Geschäftsführerin der Dieter-Schwarz-Stiftung. Ebenfalls ums Leben kamen ihr Ehemann Richard Lohmiller, der früher als Topmanager bei Kaufland tätig war, sowie ihr 19-jähriger Sohn. Die Nachricht traf das Umfeld der Familie und die Schwarz-Gruppe schwer.
Nach Angaben der Schwarz-Gruppe starb bei dem Absturz auch der deutsche Pilot, der die Maschine steuerte. Die Familie hielt sich als Touristengruppe in Namibia auf. Der Flug sollte nur eine kurze Reise zu einem der bekanntesten Naturziele des Landes werden, doch das Kleinflugzeug erreichte sein Ziel nicht.
Was über den Absturz der Cessna 210 bekannt ist
Die deutschen Touristen waren am Sonntag mit einer Cessna 210 vom internationalen Flughafen der namibischen Hauptstadt Windhuk gestartet. Das Flugzeug sollte rund eine Stunde später auf der privaten Landebahn einer Lodge in der Region Sossusvlei landen. Dort kam die Maschine jedoch nie an.
Das Wrack des Kleinflugzeugs wurde am Montagmorgen gefunden. Danach leiteten die namibischen Behörden eine offizielle Untersuchung zur Unfallursache ein. Im Mittelpunkt steht nun die Frage, was während des Fluges geschah und warum die Maschine die private Landebahn nahe der Lodge nicht mehr erreichen konnte.
Warum Sossusvlei so viele Touristen anzieht
Sossusvlei gehört zu den bekanntesten Reisezielen Namibias. Die Region ist vor allem für ihre hohen ockerfarbenen Sanddünen berühmt, die zu den eindrucksvollsten Landschaften des Landes zählen. Jahr für Jahr reisen zahlreiche Besucher dorthin, darunter viele Touristen aus Deutschland.
Nach Angaben des namibischen Tourismusministeriums besuchten im Jahr 2024 rund 110.000 deutsche Touristen das Land. Deutsche bildeten damit die größte Gruppe ausländischer Besucher. Das starke Interesse hängt nicht nur mit den Naturattraktionen Namibias zusammen, sondern auch mit der gemeinsamen, schwierigen Geschichte beider Länder.
Der historische Hintergrund zwischen Namibia und Deutschland
Das heutige Namibia war von 1884 bis zum Ersten Weltkrieg eine deutsche Kolonie und trug damals den Namen Deutsch-Südwestafrika. Diese Epoche hinterließ eine belastete und schmerzhafte Vergangenheit, die bis heute die Beziehungen zwischen beiden Ländern prägt. Während der Kolonialzeit verübten deutsche Kolonialtruppen einen Völkermord an den indigenen Völkern der Herero und Nama.
Bei diesen Verbrechen kamen Zehntausende Menschen ums Leben. Im Jahr 2021 erkannte die Bundesrepublik Deutschland den Genozid offiziell an. Für viele deutsche Reisende ist Namibia deshalb nicht nur ein fernes Urlaubsziel mit spektakulären Landschaften, sondern auch ein Land mit einer komplexen gemeinsamen Geschichte.
Mehr zu tragischen Nachrichten aus der deutschen Promiwelt lesen Sie auch in unserem Beitrag über Lara Joy Körner und den Tod ihres Sohnes Remo Aimé Pollert.
