Hannover 96 hat im Aufstiegsrennen zur Bundesliga einen schmerzhaften Dämpfer kassiert und ausgerechnet in einem Spiel Punkte liegen lassen, in dem eigentlich ein Pflichtsieg gefragt war, berichtet timestuff.de unter Berufung auf goslarsche.de. Die Niederlage gegen das Schlusslicht der Tabelle verdarb nicht nur die Stimmung im Stadion, sondern verschärfte auch die sportliche Lage des Klubs in einer entscheidenden Phase der Saison.
Hannover 96 verpasst nach Heimpleite den Sprung nach vorn
Hannover 96, das zuletzt als stärkstes Team der Rückrunde in der 2. Bundesliga galt, musste im Kampf um den Aufstieg einen schweren Rückschlag hinnehmen. Vor eigenem Publikum unterlag die Mannschaft Greuther Fürth mit 1:2, obwohl sie mit einem Sieg auf den vierten Tabellenplatz hätte klettern können. Stattdessen blieb der Klub ohne die erhofften Punkte und liegt nun drei Zähler hinter der SV Elversberg, die derzeit Rang drei und damit den Relegationsplatz belegt.
Für die Gäste aus Franken war dieser Erfolg weit mehr als nur eine Überraschung. Greuther Fürth verschaffte sich mit dem Auswärtssieg dringend Luft im Tabellenkeller und gab die rote Laterne ab. Der Erfolg wirkte dabei keineswegs glücklich, denn die Mannschaft trat mutig auf, zeigte eine klare Struktur und war in vielen Phasen des Spiels sogar überzeugender als der Favorit.
Eine schwache erste Halbzeit wurde Hannover teuer

Vor 35.600 Zuschauern fand Hannover 96 lange überhaupt nicht in die Partie und hinterließ vor allem im ersten Durchgang einen enttäuschenden Eindruck. Greuther Fürth bestimmte das Geschehen, bewegte den Ball sicherer und kam immer wieder in gefährliche Räume rund um den Strafraum der Gastgeber. Die Führung durch Noel Futkeu in der 33. Minute war deshalb die logische Folge einer überlegen geführten ersten Hälfte.
Hannover wirkte gehemmt und entwickelte kaum den Druck, den man in einem so wichtigen Heimspiel erwartet hatte. In den Zweikämpfen, im Umschaltspiel und auch im Tempo der Entscheidungen war das Team zu oft einen Schritt zu spät. Genau deshalb fühlte sich die knappe Fürther Führung zur Pause verdient an und nicht wie ein zufälliger Zwischenstand.
Nach dem Seitenwechsel kam Hannover zurück und wurde sofort bestraft
Die zweite Halbzeit begann für Hannover 96 deutlich besser, und plötzlich war wieder Leben im Spiel der Gastgeber. Bereits in der 50. Minute glich Maurice Neubauer aus und brachte sein Team damit zurück in die Partie. In diesem Moment schien es, als könne Hannover das Spiel mit der Unterstützung der Tribünen endgültig auf seine Seite ziehen.
Doch Greuther Fürth ließ sich vom Ausgleich nicht aus dem Konzept bringen und antwortete fast postwendend. In der 57. Minute traf der frühere Hannoveraner Jannik Dehm sehenswert zum 2:1 und versetzte den Hausherren den nächsten Nackenschlag. Besonders bitter war dieses Gegentor deshalb, weil Hannover gerade erst das Momentum zurückgewonnen hatte und nur wenige Minuten später wieder hinterherlaufen musste.
Vergebener Elfmeter und die nächste bittere Heimenttäuschung
Nach dem zweiten Rückstand warf Hannover 96 viel nach vorn und versuchte mit aller Kraft, wenigstens noch einen Punkt zu retten. Chancen dafür waren vorhanden, und zwar durchaus gute, doch im Abschluss fehlte die nötige Klarheit. Die größte Möglichkeit zum 2:2 hatte Enzo Leopold, der mit einem schwach geschossenen Elfmeter an Fürth-Keeper Silas Prüfrock scheiterte.
Am Ende stand für Hannover 96 eine Niederlage, die sich die Mannschaft selbst zuzuschreiben hat, weil sie die erste Halbzeit verschlief und ihre Möglichkeiten danach nicht konsequent genug nutzte. Umso unangenehmer wirkt das Ergebnis, weil der Klub zu Hause bereits zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit gegen einen Gegner aus der unteren Tabellenregion Punkte liegen ließ. Vor zwei Wochen reichte es gegen Kellerkind Dresden nur zu einem 0:0, nun folgte die nächste schmerzhafte Heimoschka.
Was diese Niederlage im Aufstiegsrennen bedeutet

Die Pleite gegen das damalige Schlusslicht trifft Hannover 96 nicht nur emotional, sondern vor allem tabellarisch. Die Mannschaft hat die Chance verpasst, den Abstand im Rennen um den Bundesliga-Aufstieg zu verkürzen, und den Druck auf sich selbst noch einmal erhöht. Gerade in der Schlussphase einer Saison sind es oft genau diese Spiele, die später als Wendepunkt in Erinnerung bleiben.
Für Hannover ist diese Niederlage deshalb ein klares Warnsignal. Die Probleme lagen nicht nur in einzelnen Szenen, sondern zeigten sich in mehreren wichtigen Bereichen zugleich, vom schwachen Start über die fehlende Stabilität bis hin zur mangelhaften Chancenverwertung. Wenn der Klub im Aufstiegskampf der 2. Bundesliga weiter mitreden will, braucht es jetzt nicht nur eine Reaktion, sondern eine Serie starker Auftritte ohne weitere Ausrutscher.
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