Kaufland treibt die Modernisierung seiner Filialen in Deutschland deutlich voran und setzt dabei stärker auf digitale Bezahl- und Einkaufslösungen, berichtet timestuff.de unter Berufung auf echo24.de. Das Unternehmen erweitert das Netz der Selbstbedienungskassen, baut den Service K-Scan aus und betont zugleich, dass klassische Kassen mit Personal weiterhin erhalten bleiben. Für Kunden bedeutet das nicht nur mehr Tempo beim Bezahlen, sondern auch neue Abläufe beim Einkauf im Markt.
Der deutsche Einzelhandel bewegt sich seit Jahren in Richtung Automatisierung, doch nun ist dieser Wandel auch bei Kaufland besonders sichtbar angekommen.
Selbstbedienungskassen gehören in vielen Supermarktketten längst zum Alltag. Bei Lidl, Rewe, Penny oder Edeka sind sie in zahlreichen Filialen fest etabliert. Kaufland hatte diesen Bereich bisher deutlich zurückhaltender ausgebaut, will das nun aber ändern und startet damit eine der größten Umstellungen im Kassenbereich der vergangenen Jahre.
Im Mittelpunkt der Umrüstung stehen Geschwindigkeit, Flexibilität und die Möglichkeit für Kunden, selbst zu entscheiden, wie sie ihren Einkauf bezahlen möchten.
Was Kaufland in seinen Filialen konkret verändert
Aktuell gibt es Selbstbedienungskassen in rund 300 von 780 Kaufland-Filialen in Deutschland. Insgesamt sind bereits etwa 2000 SB-Kassen im Einsatz. Diese Zahl soll in den kommenden Monaten und Jahren deutlich steigen.
Allein im Jahr 2026 plant Kaufland den Einbau neuer Module in 220 weiteren Filialen. Das entspricht im Schnitt etwa vier modernisierten Standorten pro Woche. Nach Abschluss der gesamten Umbaumaßnahmen sollen schließlich mehr als 8000 SB-Kassen in den deutschen Filialen im Einsatz sein.
Die wichtigsten Änderungen im Überblick
- Ausbau der Selbstbedienungsbereiche in den Märkten
- Installation von bis zu zwölf SB-Kassen pro Filiale
- Einführung beziehungsweise Ausbau des Systems K-Scan
- Bezahlung mit Bargeld, Karte, App und Kaufland Pay
- Weiterhin klassische Kassen mit Personal
So sieht das neue Bezahlsystem bei Kaufland aus
Kaufland betont, dass Kunden nicht ausschließlich auf automatische Kassensysteme umsteigen müssen. Die klassischen Kassen mit Mitarbeitern bleiben bestehen. Wer also lieber auf vertraute Weise bezahlt, kann das auch in Zukunft weiterhin tun.
Das ist vor allem für ältere Menschen, Familien mit größeren Einkäufen und für alle wichtig, die ihre Waren nicht selbst scannen möchten. Gleichzeitig soll der Ausbau der SB-Kassen die Belastung an den klassischen Kassen senken, insbesondere zu Stoßzeiten, wenn sich lange Schlangen bilden.
Kaufland setzt damit auf ein Mischmodell, bei dem digitale Lösungen den persönlichen Service nicht vollständig ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen.
Welche Bezahlmethoden Kunden nutzen können

Ein zentraler Teil der Umstellung betrifft die Bezahlmöglichkeiten. Nach Angaben des Unternehmens sollen Kunden an den neuen Kassenmodulen mehr Auswahl haben als bei vielen anderen Selbstbedienungssystemen.
Verfügbare Zahlungsarten
| Zahlungsart | Verfügbar |
|---|---|
| Bargeld | Ja |
| Bankkarte | Ja |
| Zahlung per App | Ja |
| Kaufland Pay | Ja |
Gerade die Möglichkeit, auch an SB-Kassen mit Bargeld zu bezahlen, dürfte für viele Kunden ein wichtiger Punkt sein. Kaufland erklärt, dass es in jeder Filiale auch Selbstbedienungskassen geben soll, an denen genau das möglich ist. Damit reagiert das Unternehmen auf einen häufig genannten Vorbehalt gegenüber rein digitalen Bezahlsystemen.
Was Kunden über die neuen SB-Kassen wissen sollten
Die neuen Kassenmodule werden mit Displays im Hochformat ausgestattet. Das soll die Bedienung beim Bezahlen vereinfachen, vor allem bei der Bestätigung des Einkaufs, bei der Auswahl der Zahlungsart und bei der Übersicht über den Gesamtbetrag.
Für Kunden bedeutet das einen übersichtlicheren Ablauf, eine bessere Lesbarkeit der Informationen und weniger Unsicherheit im Bezahlprozess. In der Praxis entscheidet gerade die Benutzerfreundlichkeit häufig darüber, ob Kunden solche Systeme regelmäßig nutzen oder lieber bei der klassischen Kasse bleiben.
Je einfacher und klarer ein Bezahlvorgang gestaltet ist, desto schneller wird die neue Technik im Alltag akzeptiert.
Was K-Scan ist und wie das System funktioniert
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Modernisierung ist K-Scan. Dabei handelt es sich um ein System, mit dem Kunden ihre Produkte bereits während des Einkaufs scannen können und nicht erst am Ende an der Kasse.
Genau dafür braucht Kaufland die ausgebaute SB-Kassen-Infrastruktur, denn sie dient später als letzte Station für die Bezahlung des bereits digital erfassten Einkaufswagens.
Um K-Scan nutzen zu können, müssen sich Kunden zunächst für die Kaufland Card XTRA registrieren. Danach können sie im Eingangsbereich ihre Karte scannen und anschließend entweder einen Handscanner nutzen oder direkt mit dem Smartphone die Produkte im Regal erfassen.
Die Waren werden nach dem Scannen sofort in den Einkaufswagen gelegt. Am Ende des Einkaufs muss dann nur noch an der SB-Kasse bezahlt werden. Das soll den Kassiervorgang verkürzen und Wartezeiten reduzieren.
So funktioniert K-Scan Schritt für Schritt
- Registrierung für die Kaufland Card XTRA
- Scannen der Karte am Eingang
- Nutzung eines Handscanners oder des Smartphones
- Scannen jedes Produkts direkt beim Einkauf
- Ablegen der Ware in den Einkaufswagen ohne erneutes Scannen an der klassischen Kasse
- Abschließende Bezahlung an der SB-Kasse
Das System ist besonders für Kunden interessant, die ihren Einkaufswert schon während des Einkaufs im Blick behalten und am Ende möglichst schnell bezahlen möchten.
Wie beliebt Selbstbedienungskassen bereits sind
Nach den vorliegenden Angaben nutzen schon jetzt rund 40 Prozent der Kunden den Self-Checkout beim Bezahlen. Das zeigt, dass die Nachfrage nach diesem System bereits vorhanden ist, obwohl noch längst nicht alle Filialen damit ausgestattet sind.
Besonders häufig greifen Kunden mit kleineren Einkäufen zu SB-Kassen. Für sie ist das oft der schnellste Weg, den Einkauf abzuschließen, ohne lange an einer klassischen Kasse warten zu müssen.
Warum Kunden SB-Kassen nutzen
- schnellere Abwicklung im Kassenbereich
- kürzere Wartezeiten
- praktisch bei kleinen Einkäufen
- mehr Kontrolle über den Bezahlvorgang
- flexibleres Einkaufstempo
Bleiben klassische Kassen erhalten?
Ja, und genau das ist für viele Kunden ein entscheidender Punkt. Kaufland macht deutlich, dass die Modernisierung nicht bedeutet, das klassische Kassensystem vollständig abzuschaffen.
Gerade in Deutschland wird immer wieder darüber diskutiert, wie schnell Supermärkte digitaler werden und ob dadurch einzelne Kundengruppen benachteiligt werden könnten. Kaufland versucht hier, einen Mittelweg zu finden: mehr Technik, aber ohne Zwang.
Was Kunden zusätzlich beachten sollten

Mit dem Ausbau der neuen Systeme verändert sich auch die Einkaufsroutine in den Filialen. Für viele wird das ein echter Vorteil sein, weil der Einkauf schneller abgeschlossen werden kann. Andere werden sich erst an die neue Technik gewöhnen müssen.
Wichtig für Kunden sind vor allem diese Punkte:
- Für K-Scan ist eine Registrierung erforderlich
- Nicht jeder wird sich sofort an das Selbstscannen gewöhnen
- Bei größeren Einkäufen kann die klassische Kasse weiterhin praktischer sein
- Das Selbstbedienungssystem eignet sich besonders für kurze, schnelle Einkäufe
Solche Lösungen könnten in den kommenden Jahren zum neuen Standard im deutschen Lebensmitteleinzelhandel werden.
Das Kaufland-Serviceversprechen bei langen Warteschlangen
Im Zusammenhang mit dem Kassenausbau ist auch das Serviceversprechen des Unternehmens interessant. Wer an der Kasse länger als fünf Minuten warten muss, kann laut Kaufland einen Einkaufsgutschein über 2,50 Euro erhalten.
Das ist nicht nur ein Bonus für Kunden, sondern auch ein deutliches Signal: Das Unternehmen weiß, dass Wartezeiten ein sensibles Thema sind. Genau deshalb hat der Ausbau der Selbstbedienungskassen nicht nur praktische, sondern auch imagebezogene Bedeutung.
Im modernen Einzelhandel reicht es längst nicht mehr aus, nur gute Preise anzubieten. Auch Schnelligkeit, Komfort und ein verlässlicher Ablauf spielen eine immer größere Rolle.
Warum diese Umstellung für den deutschen Einzelhandel wichtig ist
Der großflächige Ausbau der SB-Kassen bei Kaufland zeigt, dass Automatisierung im deutschen Einzelhandel nicht mehr nur ein Zusatzangebot ist, sondern zu einem strategischen Bestandteil des Filialkonzepts wird.
Für den Markt bedeutet das mehr Wettbewerb nicht nur beim Preis, sondern auch beim Einkaufserlebnis. Kunden entscheiden heute immer häufiger danach, wo der Einkauf schneller, einfacher und angenehmer abläuft.
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