KiK stellt sein Filialnetz spürbar neu auf: Bereits im ersten Quartal 2026 will der Discounter Dutzende Standorte schließen – parallel dazu sind jedoch auch neue Eröffnungen geplant.
Warum KiK einen Teil seiner Filialen schließt
Der Textildiscounter KiK mit Hauptsitz in Bönen hat angekündigt, im ersten Quartal 2026 insgesamt 50 Filialen zu schließen, berichtet timestuff.de unter Berufung auf wdr.de. Die Hälfte davon – 25 Geschäfte – liegt in Deutschland. Der Beitrag wurde von Sven Lüüs vorbereitet.
Als Hauptgrund nennt das Unternehmen den anhaltenden Druck durch die Inflation, der den Einzelhandel deutlich trifft. Viele Kundinnen und Kunden verfügen derzeit über weniger Spielraum im Budget und sparen deshalb häufiger auch bei Kleidung – das spüren Discounter ebenso wie teurere Ketten. Zusätzlich verschärft sich der Wettbewerb: Der Kampf um Aufmerksamkeit und Kaufkraft ist laut KiK intensiver geworden als früher.
Wie groß das KiK-Netz ist – und wie es weitergeht
Trotz der Optimierungswelle bleibt KiK einer der größten Anbieter in seinem Segment. Europaweit betreibt die Kette mehr als 4.200 Filialen, davon über 2.300 in Deutschland. Nach Angaben des Unternehmens arbeitet der Großteil der Standorte profitabel; geschlossen werden sollen vor allem jene 50 Filialen, die wirtschaftlich schwächer laufen.
Gleichzeitig bedeutet die geplante Schließung von KiK-Filialen keinen generellen Rückzug. Der Händler plant die Eröffnung von neun neuen Standorten – einer davon ebenfalls in Deutschland. Damit verfolgt KiK offenbar eine Strategie, unrentable Lagen zu verlassen und die Präsenz dort zu stärken, wo die Nachfrage stabiler ist.
Welche Standorte betroffen sind – und was das für Beschäftigte heißt
Welche Filialen konkret schließen, hat KiK bislang nicht bekannt gegeben. Zugleich versucht das Unternehmen, Mitarbeitenden die Sorge um ihren Arbeitsplatz zu nehmen: Größere Kündigungswellen werden nicht erwartet. Weil KiK über ein dichtes Filialnetz verfügt, sollen Beschäftigten aus den betroffenen Geschäften „in der Regel“ alternative Einsatzmöglichkeiten in anderen Filialen angeboten werden.
KiK wurde 1994 in Nordrhein-Westfalen (NRW) gegründet und beschäftigt europaweit rund 3.200 Menschen. Neben Kleidung verkauft das Unternehmen auch Haushaltswaren, Heimtextilien, Party- und Geschenkartikel, Spielwaren sowie Dekoration. Für Kundinnen und Kunden bedeutet das: Das Discounter-Konzept bleibt bestehen – die Veränderungen betreffen vor allem die Standortstruktur und die Wirtschaftlichkeit einzelner Filialen.
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