Die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit steht erneut im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, und diesmal geht es nicht nur um familiäre Skandale oder den Druck der Öffentlichkeit. In Norwegen wird immer häufiger über eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustands gesprochen, die inzwischen sowohl ihr öffentliches Leben als auch ihre Teilnahme an staatlichen Terminen beeinflusst, berichtet timestuff.de.
Die gesundheitlichen Probleme von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit scheinen eine schwierigere Phase erreicht zu haben. Seit dem 28. Januar hat sie keine offiziellen Termine mehr wahrgenommen, und norwegische Medien bringen diesen langen Rückzug direkt mit ihrer chronischen Erkrankung in Verbindung. Nach Informationen von NRK wird sie aus gesundheitlichen Gründen auch nicht am Staatsbesuch des belgischen Königspaars in Norwegen in der kommenden Woche teilnehmen.
Der Zustand von Mette-Marit hat sich verschlechtert und das wirkt sich bereits auf den Terminkalender des Königshauses aus
Die Änderung der Pläne tauchte auch im offiziellen Kalender des Königshauses auf. Guri Varpe, die Kommunikationschefin des Palasts, erklärte, dass die Kronprinzessin wegen der Verschlechterung ihres Zustands vorerst nicht in das Programm des Staatsbesuchs aufgenommen wurde. Das war фактически das erste klare Signal dafür, dass die Situation längst über ein gewöhnliches vorübergehendes Unwohlsein hinausgeht.
Auch für die norwegische Monarchie ist das ein bedeutender Moment, denn Mette-Marit gehört seit vielen Jahren zu den wichtigsten öffentlichen Gesichtern der Königsfamilie. Wenn sich eine Persönlichkeit dieses Ranges für längere Zeit aus dem offiziellen Leben zurückzieht, löst das zwangsläufig neue Fragen aus. Vor allem dann, wenn es um eine Krankheit geht, die seit Jahren bekannt ist und einen schweren Verlauf hat.
Die chronische Lungenerkrankung schreitet seit Jahren voran

Bereits im Oktober 2018 wurde öffentlich, dass Mette-Marit an einer chronischen Lungenfibrose leidet. Diese Krankheit vernarbt das Lungengewebe nach und nach, erschwert das Atmen und schränkt die Lungenfunktion mit der Zeit immer stärker ein. Genau deshalb bedeutet selbst eine vergleichsweise stabile Phase bei dieser Diagnose nicht, dass die Risiken verschwunden sind.
Ende 2025 hatte ihr Arzt Are Martin Holm, der mit Zustimmung des Königshauses eine medizinische Einschätzung abgeben durfte, die Lage schon als ernst beschrieben. Seinen Worten nach hatte sich der Zustand der Kronprinzessin im Verlauf des Jahres verschlechtert, und die Testergebnisse seien „ziemlich auffällig“ gewesen. Damals fiel auch die schwerwiegendste Einschätzung: Die Krankheit sei so weit fortgeschritten, dass sich die Ärzte bereits auf einen weiteren Rückgang der Lungenfunktion vorbereiteten, und eine Transplantation bleibe in diesem Stadium die einzige mögliche Option.
Neue Gerüchte kamen nach dem Besuch bei ihrem Sohn in Untersuchungshaft auf
Vor einigen Monaten hatte Mette-Marit bereits eine geplante Reise in die USA aus gesundheitlichen Gründen absagen müssen. Nun wird in norwegischen Medien erneut über eine möglicherweise noch belastendere medizinische Phase gesprochen, die der künftigen Königin bevorstehen könnte. Auslöser der neuen Diskussionen war der Besuch von Kronprinz Haakon und Mette-Marit bei ihrem Sohn Marius Borg Høiby, der am Sonntag in Untersuchungshaft saß.
Beim Verlassen des Gebäudes fiel einigen Beobachtern eine Veränderung im Erscheinungsbild der 52-jährigen Kronprinzessin auf. In den Medien wurde vor allem ihr runder wirkendes Gesicht thematisiert, verbunden mit der Vermutung, dies könne eine Folge einer medikamentösen Behandlung sein. Für sich genommen beweist ein solcher optischer Eindruck nichts, doch vor dem Hintergrund der offiziell bestätigten Verschlechterung ihres Gesundheitszustands hat er die Sorge um sie weiter verstärkt.
Nicht nur die Krankheit, auch familiäre Skandale setzen Mette-Marit unter Druck

Der körperliche Zustand der Kronprinzessin wird zusätzlich durch eine enorme psychische Belastung erschwert. Ihr ältester Sohn, der 29-jährige Marius Borg Høiby, steht in Oslo wegen mehrfacher Vergewaltigung vor Gericht. Ein Urteil wird in den kommenden Tagen erwartet, was bedeutet, dass der Druck auf die Familie noch weiter zunimmt.
Einen weiteren Schlag für den Ruf von Mette-Marit brachte die neue Welle der Aufmerksamkeit rund um ihre eigene Vergangenheit. In der Öffentlichkeit wird derzeit intensiv über ihre langjährige enge Verbindung zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein diskutiert. Vor diesem Hintergrund werden der Gesundheitszustand der norwegischen Kronprinzessin, ihre öffentliche Rolle und ihre zukünftige Stellung innerhalb der Monarchie nicht mehr getrennt betrachtet, sondern als Teil einer größeren Krise, in der Persönliches, Medizinisches und Reputationsfragen auf schmerzhafte Weise zusammenlaufen.
Mehr zu einem anderen Fall, der derzeit in Deutschland für Aufsehen sorgt, lesen Sie im Bericht über die Schüsse in Raunheim.
