Michael Douglas und Kathleen Turner galten jahrzehntelang als eines jener Hollywood-Duos, bei denen die Chemie vor der Kamera fast zu gut wirkte, um nur gespielt zu sein. Trotzdem bestritten beide über viele Jahre, dass während der Arbeit an „Romancing the Stone“ mehr zwischen ihnen passiert sei. Nun räumt Douglas mit dieser Version auf: In seinen neuen Memoiren bestätigt er, dass Turner und er tatsächlich eine Beziehung hatten, berichtet timestuff.de.
Die Enthüllung kommt mehr als vier Jahrzehnte nach den Dreharbeiten – und nur wenige Tage vor der Veröffentlichung von Douglas’ Memoiren „One Helluva Ride“ am 6. Oktober 2026. Kathleen Turner hat inzwischen selbst reagiert. Bemerkenswert ist dabei weniger ein möglicher neuer Konflikt als die erstaunlich entspannte Art, mit der beide heute auf diese Episode zurückblicken.
Aus einem der bekanntesten Gerüchte rund um „Romancing the Stone“ ist damit nach mehr als 40 Jahren eine bestätigte Geschichte geworden.
Michael Douglas bestätigt die Beziehung zu Kathleen Turner
Auslöser der neuen Aufmerksamkeit ist ein vorab veröffentlichter Auszug aus Douglas’ Memoiren. Darin beschreibt der Schauspieler offen, dass die jahrzehntelang erzählte Geschichte über seine Beziehung zu Kathleen Turner nicht der Wahrheit entsprach.
„Das war eine Lüge.“ Mit dieser ungewöhnlich deutlichen Formulierung korrigiert Douglas die Version, die beide Stars über Jahrzehnte öffentlich vertreten hatten.
Nach seiner Darstellung waren Turner und er nicht nur zwei Kollegen mit außergewöhnlicher Leinwandchemie. Während der Produktion von „Romancing the Stone“ entwickelte sich aus ihrer Zusammenarbeit zunächst eine enge persönliche Verbindung und schließlich eine Liebesbeziehung.
Douglas war zu dieser Zeit noch mit seiner ersten Ehefrau Diandra verheiratet, lebte nach seiner Darstellung jedoch bereits getrennt von ihr. Genau dieser Umstand sollte später entscheidend für das Ende der Beziehung mit Turner werden. Details aus dem Memoirenauszug veröffentlichte das US-Magazin People. Auch in Deutschland griff unter anderem RTL die Geschichte auf.
Wann begann die Beziehung von Michael Douglas und Kathleen Turner?

Hier ist eine kleine zeitliche Feinheit wichtig: „Romancing the Stone“, in Deutschland als „Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten“ bekannt, kam 1984 in die Kinos. Die Dreharbeiten in Mexiko fanden jedoch bereits 1983 statt.
Douglas beschreibt die Beziehung nicht als kurze Begegnung nach einem Drehtag. Beide hätten unter schwierigen Produktionsbedingungen eng zusammengearbeitet, viel Zeit miteinander verbracht und sich zunehmend nähergekommen.
- Douglas und Turner lernten sich im Zusammenhang mit „Romancing the Stone“ näher kennen.
- Die Produktion führte das Team für Dreharbeiten nach Mexiko.
- Aus Freundschaft und gegenseitiger Anziehung entwickelte sich laut Douglas eine Beziehung.
- Sie hielten diese vor dem Filmteam weitgehend geheim.
- Selbst Regisseur Robert Zemeckis und Co-Star Danny DeVito sollen zunächst nichts davon gewusst haben.
Douglas schildert unter anderem, dass er Turner nach langen Drehtagen heimlich in ihrem Hotelzimmer besuchte. Smartphones, soziale Netzwerke und die permanente Beobachtung heutiger Filmproduktionen gab es damals nicht. Eine private Beziehung zweier Stars konnte deshalb wesentlich leichter verborgen bleiben.
Während Jack Colton und Joan Wilder auf der Leinwand einander näherkamen, entwickelte sich offenbar auch hinter den Kulissen eine Beziehung zwischen den beiden Hauptdarstellern.
Warum endete die Beziehung?
Der Wendepunkt kam laut Douglas, als seine damalige Ehefrau Diandra gemeinsam mit dem Sohn des Paares, Cameron, nach Mexiko reiste.
Douglas schreibt, Diandra habe Verdacht geschöpft und Turner in einem persönlichen Gespräch deutlich gemacht, dass die Ehe trotz der Trennung weiterhin bestand. Turner wollte sich demnach nicht zwischen Douglas und seine Familie stellen.
Für Douglas spielte außerdem sein damals fünfjähriger Sohn eine zentrale Rolle. Die Scheidung seiner eigenen Eltern hatte ihn als Kind stark belastet. Er wollte seinem Sohn nach eigener Darstellung eine ähnliche Erfahrung ersparen und entschied sich deshalb dafür, zu seiner Familie zurückzukehren.
| Zeitpunkt | Was geschah? |
|---|---|
| 1983 | Douglas und Turner arbeiten bei den Dreharbeiten zu „Romancing the Stone“ in Mexiko zusammen und beginnen laut Douglas eine Beziehung. |
| 1984 | „Romancing the Stone“ kommt ins Kino und wird ein großer Erfolg. |
| 1985 | Beide stehen für die Fortsetzung „The Jewel of the Nile“ erneut gemeinsam vor der Kamera. |
| 1989 | Douglas und Turner spielen das zerstrittene Ehepaar in „The War of the Roses“. |
| 2021 | Sie arbeiten für „The Kominsky Method“ wieder zusammen und sprechen öffentlich über ihre besondere Chemie. |
| Oktober 2026 | Douglas bestätigt die frühere Beziehung in seinen Memoiren „One Helluva Ride“. |
Warum haben Douglas und Turner ihre Beziehung so lange bestritten?
Gerade dieser Punkt macht die aktuelle Enthüllung interessanter als ein gewöhnliches Promi-Geständnis. Über Jahrzehnte gab es nämlich eine konsistente öffentliche Version: enorme Anziehung, viel Flirten, starke Chemie – aber keine tatsächliche Affäre.
Sogar als Douglas und Turner Jahrzehnte später gemeinsam über ihre Zusammenarbeit sprachen, blieb diese Darstellung bestehen.
Douglas erklärt nun, dass das Schweigen vor allem dem Schutz seiner damaligen Frau und seines Sohnes dienen sollte. Es handelte sich demnach nicht einfach um ein vergessenes Detail, sondern um eine Geschichte, die bewusst privat gehalten wurde.
Turner hatte bereits früher offen eingeräumt, wie stark sie sich zu Douglas hingezogen fühlte. Dass daraus tatsächlich eine Beziehung entstanden war, bestätigten die beiden öffentlich jedoch nicht.
Wie reagiert Kathleen Turner heute?

Wer nach der Enthüllung mit Ärger oder einem öffentlichen Streit gerechnet hatte, dürfte überrascht sein. Turner reagierte gegenüber People gelassen auf Douglas’ Entscheidung, die Geschichte nun zu erzählen.
Sinngemäß fragte sie, warum um etwas, das rund 40 Jahre zurückliege, ein derart großes Aufheben gemacht werde. Gleichzeitig machte Turner deutlich, dass zwischen ihr und Douglas heute offenbar kein böses Blut besteht. Sie sagte, sie liebe Michael und freue sich darauf, sein Buch zu lesen.
Ein wichtiges Detail: Douglas veröffentlichte die Geschichte nach eigener Darstellung nicht einfach ohne Rücksprache. Er soll Turner zuvor gefragt haben, ob sie damit einverstanden sei, dass ihre gemeinsame Vergangenheit in seinen Memoiren auftaucht.
Aus der jahrzehntelang geheim gehaltenen Romanze ist heute offenbar keine offene Rechnung geworden, sondern eine gemeinsame Erinnerung zweier Menschen, die sich beruflich und privat sehr lange kennen.
Was nach der Beziehung aus Douglas und Turner wurde
Das Ende ihrer privaten Beziehung bedeutete keineswegs das Ende ihrer Zusammenarbeit. Im Gegenteil: Douglas und Turner wurden in den folgenden Jahren zu einem der bekanntesten Leinwandpaare der 1980er-Jahre.
Nach „Romancing the Stone“ folgte 1985 „The Jewel of the Nile“. Die Entstehung dieser Fortsetzung verlief allerdings alles andere als problemlos. Turner wollte den Film zunächst nicht drehen, obwohl vertragliche Verpflichtungen bestanden. Der Konflikt eskalierte zeitweise sogar juristisch.
Trotzdem arbeiteten Turner und Douglas wieder zusammen. 1989 folgte mit „The War of the Roses“ schließlich eine ihrer bekanntesten gemeinsamen Produktionen – diesmal als Ehepaar, dessen Beziehung in einem bitterbösen Rosenkrieg zerfällt.
Mehr als drei Jahrzehnte später standen sie für die Netflix-Serie „The Kominsky Method“ erneut gemeinsam vor der Kamera. Dass ihre persönliche Verbindung all die Jahre überdauerte, bekommt durch Douglas’ heutiges Geständnis rückblickend eine zusätzliche Bedeutung.
Warum Michael Douglas die Geschichte gerade jetzt erzählt
Die Enthüllung ist Teil seiner neuen Autobiografie „One Helluva Ride“, die am 6. Oktober 2026 erscheint. Darin blickt Douglas nicht nur auf seine Filme zurück, sondern verbindet wichtige Stationen seiner Karriere mit sehr persönlichen Erinnerungen.
Dazu gehören seine schwierige erste Ehe, Affären, familiäre Probleme, sein Verhältnis zu seinem berühmten Vater Kirk Douglas, seine Karriere als Schauspieler und Produzent sowie seine spätere Beziehung zu Catherine Zeta-Jones.
Die Geschichte mit Kathleen Turner fügt sich deshalb unmittelbar in das Konzept des Buches ein: „Romancing the Stone“ war ein entscheidender Film in Douglas’ Karriere – und gleichzeitig offenbar mit einem privaten Kapitel verbunden, über das er jahrzehntelang nicht die Wahrheit erzählte.
Passend dazu lohnt sich auch ein Blick auf unseren Artikel über Thomas Müller und Eve Rose Bitbol in Paris.
