Peter Maffay und Johannes Oerding veröffentlichen heute, am 2. Oktober 2026, ihr erstes gemeinsames Album. „Nashville“ umfasst elf Songs und ist weit mehr als ein beiläufiges Duett-Projekt zweier bekannter deutscher Musiker. Die Platte entstand in nur fünf intensiven Studiotagen in den USA – und führt Maffay 2027 sogar wieder auf eine große Arena-Tour, berichtet timestuff.de.
Dass dieses Album überhaupt existiert, ist dabei fast die interessanteste Geschichte hinter der Veröffentlichung. Maffay und Oerding reisten nicht nach Tennessee, um unter Zeitdruck elf fertige Titel einzuspielen. Aus einer deutlich kleineren Idee entwickelte sich vor Ort ein komplettes Album.
„Aus Freundschaft wird Musik, aus gegenseitigem Respekt ein gemeinsamer Sound.“
So beschreiben Maffay und Oerding selbst das Projekt auf der offiziellen Website von Peter Maffay. Seit dem 2. Oktober ist das Ergebnis nun vollständig zu hören.
„Nashville“ von Maffay und Oerding: die wichtigsten Fakten

| Album | Nashville |
| Künstler | Peter Maffay & Johannes Oerding |
| Veröffentlichung | 2. Oktober 2026 |
| Anzahl der Tracks | 11 |
| Aufnahmeort | Blackbird Studio, Nashville |
| Aufnahmedauer | 5 Tage |
| Label | Hansa / Sony Music Entertainment Germany |
| Formate | CD, Vinyl, Stream und Download |
| Gemeinsame Tour | April und Mai 2027 |
Die offizielle CD-Ausgabe wird im Maffay + Oerding Shop mit elf gemeinsamen Tracks geführt. Auch bei Apple Music ist das Album mit Veröffentlichungsdatum 2. Oktober gelistet.
„Nashville“ ist damit kein Album, bei dem zwei Solokünstler lediglich abwechselnd ihre eigenen Songs präsentieren. Maffay und Oerding wollten ausdrücklich eine gemeinsame Platte machen.
Elf Songs in nur fünf Tagen: Wie „Nashville“ entstanden ist

Die Geschwindigkeit der Aufnahmen klingt zunächst nach einer typischen Marketing-Zahl. In diesem Fall ist sie tatsächlich bemerkenswert: Die elf Stücke wurden innerhalb von fünf Tagen im berühmten Blackbird Studio in Nashville aufgenommen.
In einem am Veröffentlichungstag erschienenen Interview mit RTL erzählen die beiden, dass sie von morgens bis spät in die Nacht im Studio arbeiteten. Gleichzeitig sei das Projekt keineswegs als hektische Fünf-Tage-Produktion empfunden worden.
Ein wichtiger Grund dürfte die Vorbereitung gewesen sein. Die Songs und ihre grundlegenden Ideen standen nicht erst im Studio zur Debatte. Entscheidend war vielmehr, was mit ihnen passiert, wenn deutsche Texte auf Musiker aus Nashville und deren musikalische Arbeitsweise treffen.
Oerding erklärte außerdem, den amerikanischen Studiomusikern sei bewusst vermittelt worden, worum es in den deutschen Texten eigentlich geht. Die Musiker sollten also nicht einfach passende Begleitungen spielen, sondern die Stimmung und Bedeutung der jeweiligen Stücke verstehen.
Warum das Album tatsächlich nach Nashville klingt – ohne eine Country-Platte zu sein
Der Titel könnte leicht in die falsche Richtung führen. „Nashville“ bedeutet nicht, dass Peter Maffay und Johannes Oerding plötzlich ein klassisches Country-Album aufgenommen haben.
Das Projekt verbindet vielmehr mehrere musikalische Welten: deutschen Pop und Rock, Singer-Songwriter-Elemente und den direkten, organischen Studioklang, für den Nashville bekannt ist.
Gerade darin liegt der Reiz. Maffays tiefe, markante Stimme und Oerdings deutlich höhere Lage unterscheiden sich stark genug, um als Duo interessant zu bleiben. Im Gespräch über die Produktion bezeichnet Oerding die Platte als echtes 50/50-Album: Entscheidungen und Gesang sollten nicht nach Hierarchie verteilt werden.
Das hört sich zunächst selbstverständlich an. Für zwei Künstler, die über Jahrzehnte beziehungsweise viele Jahre gewohnt waren, ihre eigenen Projekte anzuführen, ist genau diese Gleichberechtigung aber keineswegs banal.
Die Tracklist von „Nashville“
Das Album kommt ohne aufgeblähte Deluxe-Länge aus. Die vollständige Tracklist umfasst elf Titel:
- Weiter
- Ein Leben lang ist nicht lang
- Nach Hause
- Sisyphos
- Herz wieder bricht
- Dir gehört die Welt
- Schön dass es dich gibt
- Kneipen-Skiffle
- Daniela Bar
- Ganz schön perfekt
- An einer Kreuzung
Die Reihenfolge ist nicht zufällig. „Weiter“ eröffnet das Album mit dem Motiv einer Kreuzung und der Frage, welchen Weg man einschlägt. Das nur rund 44 Sekunden lange „An einer Kreuzung“ greift diesen Gedanken am Ende wieder auf.
Damit bekommt die Platte einen kleinen erzählerischen Rahmen: Sie beginnt mit einer Entscheidung über den weiteren Weg und endet genau dort, wo sich Wege erneut trennen können.
„Ein Leben lang ist nicht lang“ war der erste Vorgeschmack
Komplett überraschend kommt „Nashville“ für Fans nicht. Bereits am 26. Juni erschien mit „Ein Leben lang ist nicht lang“ die erste gemeinsame Single. Im September folgte „Dir gehört die Welt“.
Die öffentliche Ankündigung des gesamten Projekts war allerdings spektakulär gewählt: Maffay trat im Juni bei Johannes Oerdings Konzert im Hamburger Volksparkstadion auf. Vor rund 45.000 Menschen machten sie das gemeinsame Album öffentlich und spielten den ersten Song daraus. Der NDR berichtete damals über die Überraschung im Stadion.
Was zunächst wie eine besondere Zusammenarbeit für einen einzelnen Song wirken konnte, war also bereits der Auftakt zu einem wesentlich größeren Projekt.
Peter Maffay geht für Oerding wieder auf große Tour
Fast genauso interessant wie das Album selbst ist seine Konsequenz für die Bühne. Peter Maffay hatte 2024 seine große Abschiedstournee gespielt. Mit Johannes Oerding macht er nun eine bemerkenswerte Ausnahme.
Am 15. April 2027 beginnt in Oberhausen die gemeinsame „Nashville“-Tour. Danach geht es durch große Arenen in Deutschland. Auf der aktuell veröffentlichten Terminliste stehen unter anderem Berlin, Hamburg, Dortmund, München, Köln, Frankfurt, Hannover, Leipzig und Stuttgart.
| Datum | Stadt | Location |
|---|---|---|
| 15.04.2027 | Oberhausen | Rudolf Weber-ARENA |
| 17.04.2027 | Berlin | Uber Arena |
| 18.04.2027 | Hamburg | Barclays Arena |
| 19.04.2027 | Dortmund | Westfalenhalle |
| 21.04.2027 | München | Olympiahalle |
| 23.04.2027 | Köln | Lanxess Arena |
| 24.04.2027 | Frankfurt | Festhalle |
| 25.04.2027 | Frankfurt | Festhalle |
| 27.04.2027 | Hannover | ZAG Arena |
| 29.04.2027 | Leipzig | QUARTERBACK Immobilien Arena |
| 30.04.2027 | Leipzig | QUARTERBACK Immobilien Arena |
| 02.05.2027 | Stuttgart | Hanns-Martin-Schleyer-Halle |
Die jeweils aktuelle Übersicht veröffentlicht Maffays Team auf der offiziellen Terminseite.
Was Maffay und Oerding als Duo besonders macht
33 Jahre Altersunterschied sind bei „Nashville“ weniger wichtig als die unterschiedlichen musikalischen Erfahrungen. Maffay steht seit mehr als fünf Jahrzehnten auf großen Bühnen. Oerding gehört zu einer jüngeren Generation deutscher Singer-Songwriter und hat sich längst selbst in die großen Hallen und Stadien gespielt.
Interessanter als der übliche Begriff vom „Generationenprojekt“ ist deshalb die Frage, wer sich hier eigentlich wem anpasst. Die Antwort scheint zu sein: keiner vollständig.
Maffays Stimme bleibt sofort erkennbar. Oerding versucht ebenso wenig, wie Maffay zu klingen. Die beiden nutzen gerade den Abstand zwischen ihren Stimmen und Biografien als Teil des Projekts.
„Es ist ein 50/50-Album geworden.“
So beschreibt Johannes Oerding die Zusammenarbeit im aktuellen Interview. Und genau das dürfte erklären, warum aus ursprünglich überschaubaren Sessions in Nashville plötzlich genug Material für ein komplettes Album entstand.
Warum „Nashville“ für Maffay mehr als noch ein weiteres Album ist
Bei Peter Maffay fällt der Zeitpunkt besonders auf. Mit 77 Jahren müsste er niemandem mehr beweisen, dass er noch eine weitere Arena-Produktion stemmen kann. Nach seiner Abschiedstour 2024 hätte ein gelegentlicher Gastauftritt kaum überrascht.
Ein komplett neues Album aufzunehmen und damit wieder durch deutsche Arenen zu ziehen, ist etwas anderes.
Vielleicht ist genau das die überzeugendste Geschichte von „Nashville“: Das Projekt wirkt nicht wie eine strategisch zusammengestellte Kooperation, bei der zwei bekannte Namen ihre Reichweiten zusammenlegen. Es begann aus einer über Jahre gewachsenen Zusammenarbeit – und wurde offenbar größer, weil beide Musiker während der Arbeit Lust auf den nächsten Schritt bekamen.
Aus ein paar geplanten Songs wurden elf. Aus fünf Tagen im Studio wurde ein Album. Und aus einem Musiker, der sich von großen Tourneen verabschiedet hatte, wurde noch einmal ein Arenakünstler.
Seit dem 2. Oktober 2026 lässt sich überprüfen, ob diese ungewöhnliche Kombination auch über ein komplettes Album trägt. Im Frühjahr 2027 folgt dann der zweite Test: live vor mehreren Tausend Menschen Abend für Abend.
Passend dazu lohnt sich auch ein Blick auf unseren Beitrag zu Meghans As-ever-Adventskalender und dem Inhalt der 24 Pralinen für 148 Dollar.
