Trymacs und PietSmiet live erleben, unbekannte Spiele direkt bei ihren Entwicklern ausprobieren oder zwischen handgefertigten Anime-Figuren und aufwendigen Cosplays stöbern: Am Freitag, 9. Oktober, beginnt in Hamburg die fünfte POLARIS Convention. Bis Sonntag werden die Messehallen zum Treffpunkt für Gaming, Anime, Manga und die deutsche Creator-Szene. Die Veranstalter rechnen mit rund 55.000 Besucherinnen und Besuchern, berichtet timestuff.de.
Das Jubiläumsprogramm bietet mehr als Auftritte bekannter Streamer. Rund 40 Indie-Games, Workshops, Bühnenaktionen und eine große Artist Alley stehen auf dem Plan. Wer nur einen Tag Zeit hat, sollte allerdings vorher auswählen, was er sehen möchte. Denn nicht jeder Programmpunkt findet an allen drei Tagen statt.
POLARIS Convention 2026: Termine und Öffnungszeiten
Die Veranstaltung läuft vom 9. bis 11. Oktober 2026 auf dem Gelände der Hamburg Messe, Messeplatz 1, 20357 Hamburg. Die offiziellen Öffnungszeiten unterscheiden sich je nach Veranstaltungstag:
- Freitag, 9. Oktober: 12:00 bis 20:00 Uhr
- Samstag, 10. Oktober: 10:00 bis 20:00 Uhr
- Sonntag, 11. Oktober: 10:00 bis 18:00 Uhr
Die Angaben stammen aus den offiziellen Veranstaltungsbedingungen der Hamburg Messe. Genutzt werden unter anderem die Hallen B1 bis B5 sowie B7. Vorgesehen sind der Nord- und der Osteingang.
Der Freitag beginnt zwar zwei Stunden später als der Samstag, bietet aber immer noch acht Stunden Messeprogramm. Für Besucher mit einem klaren Ziel kann das vollkommen ausreichen.
Trymacs, PietSmiet und CrispyRob: Diese Creator sind angekündigt
Ein wesentlicher Anziehungspunkt der POLARIS bleibt die Möglichkeit, bekannte Persönlichkeiten aus YouTube und Twitch abseits ihrer Bildschirme zu erleben. Für 2026 haben die Veranstalter unter anderem Trymacs, PietSmiet, CrispyRob, DoktorFroid, Farbenfuchs und iBlali angekündigt.
Auf vier Bühnen sind Shows, Gespräche und Community-Aktionen geplant. Auch Anime-Synchronsprecher sollen Einblicke in ihre Arbeit geben.
Besonders interessant dürfte der Auftritt von PietSmiet werden. Nach einem Anfang Oktober veröffentlichten Programmhinweis sollen die Gaming-Creator auf der Main Stage mehrere Weltrekordversuche unternehmen. iBlali ist außerdem für zwei Meet-and-Greet-Termine vorgesehen.
Wer seine Lieblings-Creator persönlich treffen möchte, sollte zwischen einem Bühnenauftritt und einem Meet & Greet unterscheiden. Beides ist nicht automatisch miteinander verbunden. Bei stark nachgefragten Begegnungen können Wartezeiten und Zugangsbeschränkungen entstehen.
Die Veranstalter bezeichnen die POLARIS als „Community-Wohnzimmer“. Gemeint ist eine Convention, bei der nicht nur bekannte Namen auf der Bühne stehen, sondern Fans und Kreative miteinander in Kontakt kommen.
Der konkrete Zeitplan kann sich kurzfristig ändern. Deshalb empfiehlt sich vor dem Besuch ein Blick auf das offizielle POLARIS-Programm.
40 Indie-Games: In der Sandbox gibt es mehr als bekannte Spieletitel

Wer wegen der Spiele nach Hamburg reist, muss sich nicht ausschließlich an den großen Marken orientieren. Neben Unternehmen wie Nintendo und Playa Games ist 2026 erstmals auch die Indie Arena Booth mit ihrem europäischen Showcase vertreten.
Gemeinsam mit Gamecity Hamburg sollen rund 40 Indie-Spiele ausprobiert werden können. Besonders reizvoll: An verschiedenen Stationen lassen sich die Entwickler direkt auf ihre Ideen ansprechen.
Sechs Projekte bringt die Hamburger Games-Initiative im Rahmen ihres Programms „Road to Polaris“ mit. Darunter befinden sich sehr unterschiedliche Konzepte:
- Light of Atlantis: Ein Puzzle-Metroidvania, bei dem Wasserstände verändert und Roboter gesteuert werden, um Rätsel in einer versunkenen Welt zu lösen.
- Lou’s Lagoon: Ein entspanntes Erkundungs- und Crafting-Spiel mit tropischen Inseln, einem Wasserflugzeug und wiederaufzubauenden Siedlungen.
- When Stars Align: Ein erzählerisches Abenteuer über einen gefallenen Stern und einen zerbrochenen Nachthimmel.
- Sonar Mining Co.: Ein ungewöhnliches Unterwasser-Spiel, in dem Rohstoffe abgebaut und ein in die Jahre gekommenes U-Boot instand gehalten werden müssen.
- Ungradable: Twisted Card Grading: Ein Horror-Simulationsspiel über die Prüfung rätselhafter Sammelkarten.
- Bloodspill: Ein schneller Retro-Shooter, in dem schon ein Treffer über Sieg oder Niederlage entscheiden kann.
Die vollständigen Beschreibungen hat Gamecity Hamburg veröffentlicht.
Gerade für Fans, die bei großen Gaming-Events selten Zeit für kleinere Produktionen finden, könnte die Sandbox zu den interessantesten Bereichen gehören. Statt nur einen Trailer zu sehen, kann man selbst spielen und anschließend Fragen stellen.
Cosplay, Artist Alley und Retro-Gaming: Was es abseits der Bühnen gibt
Zwischen den Creator-Auftritten bietet die POLARIS reichlich Gelegenheit, andere Bereiche zu entdecken. Die Artist Alley ist dabei besonders für Besucher interessant, die Zeichnungen, Illustrationen, Fanartikel oder individuelle Designs sammeln.
Nach Angaben der Hamburg Messe gingen für den diesjährigen Künstlerbereich mehr als 1.000 Bewerbungen aus dem In- und Ausland ein. Die Auswahl reicht von kleinen Illustrationen bis zu handgefertigtem Merchandise.
Daneben gehören Cosplay, Tabletop-Spiele, Retro-Gaming und Workshops zum Messeangebot. Auch eine Dance Stage ist angekündigt. Besucher können somit zwischen digitalen Spielen, kreativen Arbeiten und Aktivitäten vor Ort wechseln.
Wer die POLARIS ausschließlich als Streamer-Treffen betrachtet, übersieht einen großen Teil der Veranstaltung. Gerade die kleineren Künstlerstände und Gaming-Projekte machen den Reiz einer solchen Convention aus.
Für Sammler lohnt es sich, vor Ort Preise und Ausführungen zu vergleichen. Insbesondere bei handgefertigten Einzelstücken können sich Material, Verarbeitung und Auflage deutlich unterscheiden.
POLARIS 2026 Tickets: Was kosten Freitag, Samstag und Sonntag?
Die regulären Eintrittspreise liegen zwischen 39 und 45 Euro pro Tag. Wer das gesamte Wochenende besuchen möchte, kann ein Drei-Tage-Ticket kaufen.
- Freitag: 39 Euro
- Samstag: 45 Euro
- Sonntag: 42 Euro
- Drei-Tage-Ticket: 82 Euro
- Bring-your-Kids-Ticket am Sonntag: 89 Euro
Das Familienticket bietet eine Besonderheit: Ein Erwachsener kann damit am Sonntag bis zu sechs Kinder unter 18 Jahren mitnehmen. Bei der Bestellung müssen die benötigten Kindertickets entsprechend ausgewählt werden.
Wer an allen drei Tagen teilnehmen möchte, zahlt mit drei einzelnen Tageskarten insgesamt 126 Euro. Das Wochenendticket kostet dagegen 82 Euro und ist damit 44 Euro günstiger.
Die Tickets enthalten außerdem eine HVV-Fahrberechtigung. Welche Bedingungen dafür gelten, sollten Käufer beim Bestellvorgang beachten.
Ein zusätzlicher Programmpunkt ist der Live-Podcast „Offline + Ehrlich“ am Freitagabend. Für ihn werden gesonderte Eintrittskarten angeboten. Ein reines Podcastticket kostet 35 Euro und beinhaltet keinen regulären Messebesuch. Daneben gibt es Kombitickets.
Alle Ticketarten und die jeweilige Verfügbarkeit sind im offiziellen Ticketshop der Hamburg Messe aufgeführt. Ob eine bestimmte Kategorie noch erhältlich ist, sollte unmittelbar vor dem Kauf überprüft werden.
Anreise zur POLARIS: Der öffentliche Nahverkehr ist eine gute Wahl
Das Hamburger Messegelände liegt zentral und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Eine Möglichkeit ist die U-Bahn-Linie U2 bis zur Station Messehallen. Wer mit der Fernbahn anreist, kann am Bahnhof Hamburg-Dammtor aussteigen und zum Messegelände laufen.
Vom Bahnhof Dammtor sind es laut Hamburg Messe ungefähr acht Minuten zu Fuß bis zum Osteingang.
Da das POLARIS-Ticket 2026 bereits eine HVV-Fahrberechtigung beinhaltet, kann die Anreise mit Bus und Bahn auch finanziell attraktiv sein. Die Hamburg Messe informiert über die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
So lässt sich der Messetag sinnvoll planen

Bei einem Programm mit mehreren Bühnen, Gaming-Stationen und Meet & Greets reicht es kaum, einfach von Halle zu Halle zu laufen und darauf zu hoffen, zufällig beim gewünschten Auftritt anzukommen.
Wer bestimmte Gäste sehen möchte, sollte zuerst die Termine im Programm prüfen. Danach lohnt es sich, Zeitfenster für die Gaming-Area und Artist Alley einzuplanen. Ein größerer Puffer ist vor allem dann sinnvoll, wenn ein Meet & Greet zu den wichtigsten Zielen gehört.
Für die Orientierung steht außerdem die offizielle POLARIS-App bereit. Sie bietet unter anderem eine interaktive Messekarte und spielerische Aktionen wie die Sticker-Suche.
Im vergangenen Jahr kamen rund 50.000 Menschen zur Convention, der Samstag war ausverkauft. Für 2026 rechnen die Veranstalter mit etwa 55.000 Gästen. Das zeigt, wie stark die Veranstaltung seit ihrem Start 2022 gewachsen ist.
Ob sich ein Besuch lohnt, hängt deshalb weniger davon ab, wie viele prominente Creator angekündigt sind, sondern davon, was man persönlich erleben möchte. Wer vor allem Trymacs oder PietSmiet sehen will, braucht einen Blick auf die Bühnenzeiten. Für Gaming-Fans und Sammler dürften dagegen die Indie-Area, die Artist Alley und die vielen kleineren Stände mindestens genauso spannend sein.
Auch für Buchfans gibt es an diesem Wochenende einiges zu entdecken, denn am 9. Oktober öffnet die für Privatbesucher.
