In Ägypten ist es in der Stadt Abnub in der Provinz Assiut zu einer tödlichen Schießerei gekommen, berichtet timestuff.de unter Berufung auf spiegel.de. Ein bewaffneter Mann eröffnete das Feuer auf Passanten in der Nähe eines Busbahnhofs und kam später bei einem Schusswechsel mit der Polizei ums Leben.
Was in Abnub passiert ist
Nach Angaben des ägyptischen Innenministeriums ereignete sich der Angriff am Montagabend, dem 18. Mai, in der Stadt Abnub. Der Ort liegt rund 300 Kilometer südlich von Kairo. Der Mann hielt sich in der Nähe des örtlichen Busbahnhofs auf und begann, offenbar wahllos auf Menschen zu schießen.
Nach den ersten Meldungen über den Angriff trafen Sicherheitskräfte und Rettungsdienste am Tatort ein. Die offizielle Darstellung spricht derzeit von 8 Toten und 5 Verletzten. In einigen Medien wurden andere Zahlen genannt, darunter 10 Tote und 15 Verletzte, doch neuere Berichte unter Berufung auf das ägyptische Innenministerium bestätigen überwiegend die niedrigeren Angaben.
Deshalb sollte die Zahl der Opfer vorsichtig und mit Bezug auf die offiziellen Informationen genannt werden.
Nach Darstellung des ägyptischen Innenministeriums eröffnete der Angreifer „wahllos“ das Feuer auf Bürger.
Wie der Polizeieinsatz endete
Nach der Tat floh der Mann vom Ort der Schießerei. Sicherheitskräfte spürten ihn später in einem landwirtschaftlichen Gebiet nahe Abnub auf, wo er sich offenbar verstecken wollte. Als sich die Polizisten näherten, kam es zu einem Schusswechsel zwischen dem Angreifer und den Einsatzkräften.
Der Mann starb noch vor Ort. Nach Angaben der Polizei soll er das Feuer auf die Sicherheitskräfte eröffnet haben, als diese versuchten, ihn festzunehmen. Diese Darstellung ist ein zentraler Punkt in der offiziellen Erklärung, warum der Einsatz mit dem Tod des Verdächtigen endete.
Die wichtigsten bestätigten Informationen im Überblick:
- Der Angriff ereignete sich in Abnub in der Provinz Assiut.
- Tatort war der Bereich eines Busbahnhofs.
- Offiziell ist von 8 Toten und 5 Verletzten die Rede.
- Der Angreifer wurde bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet.
- Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen.
Was über den Angreifer bekannt ist
Nach ersten Ermittlungsergebnissen litt der Mann bereits seit längerer Zeit unter psychischen Problemen. Das ägyptische Innenministerium erklärte, er sei in einer psychiatrischen Einrichtung in Kairo behandelt worden. Die Ermittler müssen nun klären, wie er an die Waffe gelangte und was dem Angriff unmittelbar vorausging.
Dieser Teil der Untersuchung könnte zu einem der wichtigsten Punkte des Falls werden. Eine frühere Behandlung erklärt nicht automatisch das Motiv und beantwortet auch nicht die Frage, wie der Zugang zu einer Waffe möglich war. Deshalb wird die Staatsanwaltschaft nicht nur die Handlungen des Angreifers prüfen, sondern auch die Umstände, die diese Tat an einem belebten öffentlichen Ort ermöglicht haben.
Auch abseits internationaler Schlagzeilen bewegen Todesfälle bekannter Persönlichkeiten viele Leser, etwa der Abschied von Alexander Held und der Blick auf seine Karriere als „München Mord“-Star.
