Valve bringt den Steam Controller offiziell zurück — ein aktualisiertes Gamepad für PC, Steam Deck, Steam Link und das künftige Steam-Ökosystem. Der Verkaufsstart ist für den 4. Mai geplant, der angekündigte Preis in den USA liegt bei 99 US-Dollar. Für Europa und andere Regionen kann der Preis abweichen, daher hängt der endgültige Preis für Käufer in der Ukraine von Verfügbarkeit, Lieferung und Händleraufschlägen ab, berichtet timestuff.de.
Der neue Steam Controller ist nicht einfach nur ein weiteres kabelloses Gamepad. Valve überträgt im Grunde die Steuerungslogik des Steam Deck in das Format eines separaten Controllers: mit zwei Touchpads, Gyroskop, Rücktasten, magnetischen Sticks und umfangreicher Anpassung über Steam Input.
Die Hauptidee des Geräts ist simpel: Ein Controller soll sowohl klassische Gamepad-Spiele als auch Titel abdecken, die traditionell besser mit Maus und Tastatur funktionieren.
Was beim Steam Controller neu ist

Der Steam Controller bietet ein vollständiges Set klassischer Bedienelemente: A/B/X/Y-Tasten, Steuerkreuz, analoge Trigger, Bumper, Steam-Taste, Schnellzugriffsmenü sowie 4 Rücktasten, die sich an den eigenen Spielstil anpassen lassen.
Einen besonderen Schwerpunkt legt Valve auf zwei quadratische Touchpads mit haptischem Feedback. Genau sie sollen bei Strategiespielen, Shootern, RPGs, Indie-Titeln und Projekten zum Vorteil werden, bei denen Cursorsteuerung oder präzises Zielen wichtiger sind als klassische Stick-Steuerung.
Technischer Kommentar: Der größte Wert des Steam Controllers liegt nicht in der Anzahl der Tasten, sondern darin, dass er PC-Spielern mehr Steuerungsmöglichkeiten bietet, ohne auf Tastatur und Maus wechseln zu müssen.
Die wichtigsten technischen Daten des Steam Controllers
| Merkmal | Was bekannt ist |
|---|---|
| Preis | 99 US-Dollar in den USA |
| Verkaufsstart | 4. Mai |
| Sticks | 2 magnetische TMR-Sticks mit kapazitiven Sensoren |
| Touchpads | 2 quadratische Trackpads mit je 34,5 mm |
| Haptisches Feedback | 4 LRA-Motoren |
| Gyroskop | Sechsachsige IMU |
| Rücktasten | 4 Grifftasten |
| Verbindung | Steam Controller Puck, Bluetooth, USB-C |
| Akku | 8,39 Wh |
| Akkulaufzeit | Mehr als 35 Stunden Spielzeit |
| Gewicht | 292 g |
| Abmessungen | 111 × 159 × 57 mm |
Valve gibt an, dass der Akku mit einer Kapazität von 8,39 Wh für mehr als 35 Stunden Spielzeit mit einer Ladung ausreichen soll. Bei der Nutzung mit Steam Frame kann die Laufzeit jedoch wegen des zusätzlichen Controller-Trackings geringer ausfallen.
Steam Controller Puck: Sender und Ladestation in einem Gehäuse

Eine der interessantesten Neuerungen ist der Steam Controller Puck. Dabei handelt es sich um ein kleines kabelloses Modul, das per USB-C mit dem PC verbunden wird, eine 2,4-GHz-Verbindung bereitstellt und gleichzeitig als magnetische Ladestation dient.
Laut den angegebenen technischen Daten unterstützt der Steam Controller Puck die Verbindung von bis zu 4 Controllern und bietet eine niedrige Latenz für das Spielen aus bis zu 5 Metern Entfernung. Wer keinen separaten Sender nutzen möchte, kann weiterhin auf Bluetooth oder USB-C ausweichen.
Das ist ein kluger Schritt von Valve: Der Nutzer ist nicht an ein einziges Szenario gebunden. Man kann am Schreibtisch über USB-C spielen, auf dem Sofa über den Puck oder sich per Bluetooth mit einem anderen Gerät verbinden.
Magnetische TMR-Sticks: geringeres Risiko für Stick-Drift
Der Steam Controller erhält magnetische TMR-Sticks. Diese Technologie soll im Vergleich zu klassischen analogen Mechanismen eine höhere Präzision, schnellere Reaktion und längere Lebensdauer bieten. Fachmedien weisen außerdem darauf hin, dass gerade TMR-Sticks helfen können, das Risiko von Stick-Drift zu reduzieren — einem der häufigsten Probleme moderner Gamepads.
Kommentar eines PC-Gamers: Für viele Spieler lautet die wichtigste Frage nicht „Wie viele Tasten gibt es?“, sondern „Fängt der Stick nach einem Jahr an, ein Eigenleben zu führen?“. Genau deshalb könnten TMR-Sticks ein starkes Argument für den Kauf sein.
Gyroskop und Griffsensoren: Zielen soll natürlicher werden
Ein weiteres Feature ist Grip Sense. Der Controller verfügt über kapazitive Sensoren an den Griffen, die das Gyroskop aktivieren können. Das bedeutet: Der Nutzer hält das Gamepad auf eine bestimmte Weise, und die Bewegungssteuerung wird je nach Griff automatisch ein- oder ausgeschaltet.
Das ist besonders nützlich für Shooter, bei denen der Stick für grobes Zielen praktisch ist, während das Gyroskop für präzise Feinjustierung sorgt. Diese Lösung kennen Besitzer des Steam Deck bereits, in einem separaten Controller kann sie beim Spielen auf einem großen Bildschirm aber noch komfortabler sein.
Für welche Spiele sich der neue Steam Controller eignet

Am stärksten dürfte der Steam Controller in folgenden Genres zur Geltung kommen:
- Ego- und Third-Person-Shooter;
- Strategie- und Taktikspiele;
- RPGs mit vielen Menüs;
- Simulationen;
- Indie-Spiele mit ungewöhnlicher Steuerung;
- Spiele mit Steam-Deck-Konfigurationen;
- Titel, die bisher komfortabler mit Tastatur und Maus waren.
Valve setzt auf Steam Input — ein System, mit dem sich jede Taste, jedes Touchpad, jeder Stick, das Gyroskop und die Rücktasten detailliert konfigurieren lassen. Dank der Kompatibilität mit dem Steam Deck dürften für Tausende Spiele bereits zum Start fertige Community-Konfigurationen verfügbar sein.
Einschätzung eines Gamers: Wenn Sie einfach nur FIFA, Mortal Kombat oder Forza spielen, dürfte der Unterschied zu einem klassischen Gamepad nicht entscheidend sein. Wenn Sie jedoch eine Steam-Bibliothek mit unterschiedlichen Genres nutzen, wirkt der Steam Controller deutlich interessanter.
Kompatibilität: PC, Steam Deck, Steam Link und mehr
Der Steam Controller funktioniert mit Geräten, auf denen Steam oder Steam Link verfügbar ist. Dazu gehören PCs mit Windows, macOS und Linux, das Steam Deck, Smartphones, Tablets sowie kommende Valve-Geräte wie Steam Machine und Steam Frame.
Für das Steam Deck ist das eine besonders logische Ergänzung. Wenn die Konsole in der Dockingstation steht und mit dem Fernseher verbunden ist, macht der neue Controller daraus praktisch ein vollwertiges Heim-Gaming-System.
Ist der Preis von 99 US-Dollar gerechtfertigt?
Mit einem Preis von 99 US-Dollar ist der Steam Controller teurer als einfache Xbox- und PlayStation-Gamepads, aber günstiger als Premium-Controller wie der Xbox Elite oder der DualSense Edge. Wichtig ist dabei: Valve verkauft nicht einfach „noch ein Gamepad“, sondern ein Gerät mit Trackpads, TMR-Sticks, Gyroskop, Rücktasten, Steam Input und Lade-Puck im Lieferumfang.
Der Schwachpunkt bleibt der Preis. Für normale Nutzer, die ein Gamepad nur für einige wenige Spiele brauchen, können 99 US-Dollar überzogen wirken. Für aktive PC-Spieler, die eine flexible Steuerung für verschiedene Genres suchen, sieht das Angebot jedoch deutlich überzeugender aus.
Der Steam Controller versucht nicht, billig zu sein. Er versucht, vielseitig zu sein.
Wer den Steam Controller kaufen sollte
Der Steam Controller eignet sich am meisten für alle, die:
- aktiv über Steam am PC oder auf dem Steam Deck spielen;
- häufig Big Picture nutzen oder vom Sofa aus spielen;
- ein Gamepad für Spiele suchen, die schlecht an klassische Controller angepasst sind;
- detaillierte Tastenbelegung und Profile schätzen;
- gyroskopisches Zielen ausprobieren möchten;
- für einen Teil ihrer PC-Spiele eine Alternative zu Tastatur und Maus suchen.
Wer dagegen vor allem Sportsimulationen, Fighting Games, Rennspiele oder einige wenige Konsolenports spielt, dürfte mit einem normalen Xbox Controller oder DualSense ebenfalls gut auskommen.
Auch bei den Märkten bleibt Bewegung drin, denn die Rheinmetall-Aktie rückt nach ihrem deutlichen Anstieg wieder stärker in den Fokus der Anleger.
