The Witcher 3: Wild Hunt — Remastered ist am 29. September 2026 erschienen. Für viele Besitzer des Rollenspiels bedeutet das keinen Neukauf: CD PROJEKT RED stellt die neue Version auf unterstützten Plattformen als kostenloses Upgrade bereit. Gleichzeitig kommen zwei große Erweiterungen ohne Aufpreis hinzu, berichtet timestuff.de.
Doch Remastered ist deutlich mehr als ein Paket mit schärferen Texturen. Kampfsystem, Bewegung, Skill-Baum, Monsterverhalten, Fotomodus und zahlreiche Komfortfunktionen wurden überarbeitet. Auf dem PC kommen zudem moderne Grafiktechniken wie Path Tracing hinzu.
Wer The Witcher 3 bereits besitzt, sollte deshalb zuerst prüfen, ob er Anspruch auf das kostenlose Upgrade hat, bevor er irgendwo eine neue Version kauft.
Auf welchen Plattformen ist The Witcher 3 Remastered verfügbar?
Nach Angaben von CD PROJEKT RED ist die Remastered-Version ab sofort auf PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S und Nintendo Switch 2 verfügbar.
| Plattform | Remastered verfügbar? | Kostenloses Upgrade? |
|---|---|---|
| PC – Steam | Ja | Ja, für Besitzer von The Witcher 3 |
| PC – GOG | Ja | Ja |
| PC – Epic Games Store | Ja | Ja |
| PC – Battle.net | Ja | Neue Vertriebsplattform |
| PlayStation 5 | Ja | Ja, für berechtigte Besitzer |
| Xbox Series X|S | Ja | Ja, für berechtigte Besitzer |
| Nintendo Switch 2 | Ja | Ja, wenn The Witcher 3 auf Nintendo Switch vorhanden ist |
Auf dem PC gilt das kostenlose Upgrade für vorhandene Versionen bei Steam, GOG und Epic Games Store. Auch Besitzer auf PS5 und Xbox Series X|S erhalten die neue Version ohne zusätzliche Kosten.
Battle.net ist dagegen neu: CD PROJEKT RED bringt The Witcher 3 im Rahmen einer Zusammenarbeit mit Blizzard erstmals auf diese Plattform.
Nintendo Switch 2: Wer bekommt das Upgrade kostenlos?
Für Nintendo-Spieler gibt es eine Besonderheit. Remastered ist eine native Version für Nintendo Switch 2 und nicht nur die alte Switch-Fassung im Kompatibilitätsmodus.
Wer The Witcher 3 bereits für die ursprüngliche Nintendo Switch besitzt, kann die Switch-2-Version ohne Aufpreis erhalten. Das gilt laut CD PROJEKT RED sowohl für digitale als auch für physische Besitzer.
Die Switch-2-Fassung nutzt zudem Funktionen der neuen Konsole, darunter:
- Bewegungssteuerung für Zeichen, Armbrust, Bomben und Plötze,
- Gyro-Zielen,
- Maussteuerung mit Joy-Con 2,
- Touchscreen-Unterstützung in Menüs, Karte und Gwent,
- HD Rumble,
- VRR im Handheld-Modus,
- HDR-Unterstützung.
Was ändert sich mit The Witcher 3 Remastered?
Der Name „Remastered“ kann zunächst nach einem klassischen Grafik-Update klingen. Tatsächlich greift CD PROJEKT RED erheblich tiefer in das Spiel ein.
Die Änderungen betreffen nicht nur Beleuchtung und Texturen, sondern auch Kampf, Charakterentwicklung, Steuerung, Monster, Benutzeroberfläche und zahlreiche alltägliche Abläufe im Spiel.
Die vollständige Liste ist umfangreich. CD PROJEKT RED hat deshalb zum Release eigene Patch Notes zu The Witcher 3 Remastered veröffentlicht.

Grafik: neue Beleuchtung, Raytracing und bessere Modelle
Die sichtbarste Veränderung betrifft erwartungsgemäß die Darstellung. Unter anderem wurden Texturen, Modelle, Vegetation, Beleuchtung und verschiedene Rendering-Techniken überarbeitet.
Zu den wichtigsten Neuerungen gehören:
- überarbeitete Texturen und Modelle, teilweise auf Basis des bekannten HD Reworked Project,
- verbesserte Beleuchtung von Gras und Vegetation,
- neue Effekte für Hexer-Zeichen und Fähigkeiten,
- verbesserte Reflexionen und Schatten,
- Ray-Traced Local Shadows,
- überarbeitetes HDR-Menü,
- verbessertes Motion Blur,
- realistischere Hautdarstellung,
- modernisierte Umgebungsbeleuchtung.
Auf dem PC unterstützt Remastered zusätzlich Path Tracing, NVIDIA DLSS 4.5, AMD FSR 4 und Intel XeSS 2.0. Auch Ray-Traced HairWorks gehört zu den neuen Grafikfunktionen.
Damit geht das Upgrade technisch wesentlich weiter als das bereits 2022 veröffentlichte Next-Gen-Update.
Der Skill-Baum wurde neu gebaut – und Skillpunkte werden zurückgesetzt
Eine der Änderungen, die zurückkehrende Spieler direkt bemerken dürften, betrifft Geralts Fähigkeiten.
Die Skills sind jetzt in einem echten Skill Tree organisiert. Fähigkeiten besitzen drei Ränge, während neue Talente stärker über Voraussetzungen miteinander verbunden sind.
Wichtig für bestehende Spielstände: Die Skillpunkte werden durch die Umstellung zurückgesetzt. Spieler müssen ihre Punkte also nach dem Update erneut verteilen.
CD PROJEKT RED hat gleichzeitig Werte, Effekte und Synergien verschiedener Fähigkeiten neu ausbalanciert. Einige Skills wurden außerdem umbenannt, damit ihre Funktion verständlicher wird.
Transmog kommt ins Spiel – aber unter einem anderen Namen
Wer eine starke Rüstung besitzt, deren Aussehen aber nicht mag, bekommt endlich eine Lösung. Mit der neuen Funktion Reforge kann das Erscheinungsbild von Ausrüstung verändert werden, ohne deren Werte zu verlieren.
Die Funktion entspricht im Prinzip einem Transmog-System.
Allerdings kann nicht jeder Schmied Ausrüstung neu gestalten. Laut Patch Notes bieten diesen Service nur die Meisterhandwerker Yoana und Hattori an.
Kämpfe und Monster verhalten sich anders

Auch im eigentlichen Gameplay wurde gearbeitet. Viele Nicht-Boss-Monster besitzen überarbeitete Angriffsmuster, Konter, Bewegungen und Reaktionen.
Dazu kommen neue Finisher für Geralt sowie Änderungen an Animationen und Bewegungen. Klettern, Überwinden von Hindernissen und das Schließen von Distanzen im Kampf sollen flüssiger funktionieren.
Außerdem gibt es:
- eine neue dynamische Kamera für Kämpfe,
- eine neue Erkundungskamera mit größerem Sichtfeld,
- verbesserten Zielwechsel im Lock-on-Modus,
- überarbeitete Bewegungen von Plötze,
- verbesserte Kollisionsvermeidung beim Reiten.
Kleine Änderungen, die im Alltag wahrscheinlich stärker auffallen
Nicht jede sinnvolle Neuerung lässt sich in einem Trailer zeigen. Einige der praktischsten Änderungen stecken deshalb in den Menüs und alltäglichen Abläufen.
Beute aus mehreren nahe beieinanderliegenden Quellen kann beispielsweise in einem gemeinsamen Fenster angezeigt werden. Gegenstände lassen sich jetzt außerdem vom Pferd aus einsammeln.
Hinzu kommen unter anderem:
- übersichtlichere Quest-Markierungen auf der Karte,
- mehr mögliche Kartenmarker,
- ausblendbare Kräuter, Boote und Leichen auf der Minimap,
- Gegenstandsvorschau direkt im Loot-Fenster,
- eine Anzeige zuletzt eingesammelter Gegenstände,
- kompaktere Quest-Benachrichtigungen,
- eine Möglichkeit, sich schneller aus Kämpfen zurückzuziehen.
Auch Meditation wurde verändert: Statt lediglich einen klassischen Menübildschirm zu sehen, läuft nun eine Zeitraffersequenz ab.
Der Fotomodus ist deutlich umfangreicher
Der Fotomodus gehört ebenfalls zu den Bereichen, die komplett ausgebaut wurden.
Spieler können jetzt beispielsweise Charaktere in einer Szene platzieren, Posen und Gesichtsausdrücke ändern, Wetter und Tageszeit beeinflussen oder unterschiedliche Umgebungs-Presets verwenden.
Auch Kameraeinstellungen lassen sich speichern. Zusätzlich können Seitenverhältnis, Kamerakollisionen und sogar eine First-Person-Perspektive für die Aufnahme angepasst werden.
Mods funktionieren jetzt plattformübergreifend
Interessant ist Remastered auch für Spieler, die The Witcher 3 modifizieren möchten. Neu ist ein direkt ins Spiel integriertes Cross Platform Mod Support-System auf Basis von mod.io.
Darüber können unterstützte Mods innerhalb des Spiels gesucht und installiert werden. CD PROJEKT RED hat außerdem verschiedene Anpassungen an REDkit vorgenommen.
Hearts of Stone und Blood and Wine sind jetzt kostenlos dabei
Eine der größten Änderungen betrifft nicht das Remaster selbst, sondern den Umfang von The Witcher 3.
Die beiden großen Erweiterungen Hearts of Stone und Blood and Wine stehen Besitzern des Hauptspiels inzwischen ohne zusätzlichen Kauf zur Verfügung. In der Remastered-Version gehören beide Erweiterungen standardmäßig zum Paket.
CD PROJEKT RED hatte die Freigabe der DLCs bereits im August angekündigt und bestätigt sie nochmals zum Release von Remastered. Details dazu stehen auch im offiziellen Press Center.
Wer bisher lediglich das Hauptspiel gekauft hatte, erhält damit auf einen Schlag zwei sehr umfangreiche zusätzliche Abenteuer.
Was passiert mit der Complete Edition?
Auf unterstützten Plattformen ersetzt The Witcher 3: Wild Hunt — Remastered die bisherige Complete Edition. Hearts of Stone und Blood and Wine sind dabei direkt enthalten.
Besonders wichtig für Spieler mit alten Spielständen: Bestehende Savegames bleiben laut offizieller FAQ kompatibel. Auch Cross-Progression bleibt erhalten.
Achievements beziehungsweise Trophäen gehen durch das Upgrade ebenfalls nicht verloren.
Remastered ist also kein einfacher Grafik-Patch
Wer The Witcher 3 erst vor wenigen Jahren mit dem Next-Gen-Update gespielt hat, könnte sich fragen, ob eine weitere Version überhaupt notwendig ist. Genau hier liegt der Unterschied: Das Remaster verändert nicht nur die Darstellung.
Skill-System, Monster, Animationen, Bewegung, Kameras, Benutzeroberfläche, Ausrüstung und Mods wurden ebenso angefasst. Dazu kommen moderne Grafiktechniken und auf Switch 2 völlig neue Steuerungsmöglichkeiten.
Der entscheidende Punkt: Für bestehende Besitzer auf unterstützten Plattformen ist die Frage weniger, ob sich ein Neukauf lohnt – sondern ob die zahlreichen Änderungen einen weiteren Durchlauf mit Geralt rechtfertigen.
Und diesmal gibt es für diesen neuen Durchlauf sogar mehr Inhalt als zuvor: Hearts of Stone und Blood and Wine gehören nun dazu, während mit Songs of the Past bereits die nächste große Witcher-3-Erweiterung für 2027 angekündigt ist.
Auch LEGO-Fans bekommen bald Nachschub, denn mit dem Set 11390 feiern Shenron und Goku ihr gemeinsames Debüt.
