Wer Pinienkerne von dm zu Hause hat, sollte jetzt einen Blick auf die Verpackung werfen. Wie das Nachrichtenportal timestuff.de berichtet, hat die Drogeriemarktkette am Donnerstag, 5. November 2026, einen vorsorglichen Rückruf für bestimmte dmBio-Pinienkerne gestartet. Der Grund ist eine mögliche Belastung mit Salmonellen. Betroffene Packungen sollten nicht mehr gegessen werden. Das gilt auch dann, wenn die Verpackung bereits geöffnet wurde und die Kerne unauffällig aussehen.
Die Warnung betrifft die in Deutschland bundesweit verkauften dmBio Pinienkerne in der 60-Gramm-Packung. Entscheidend ist das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD). Nicht sämtliche Pinienkerne der Marke sind vom Rückruf betroffen.
dm-Rückruf: Diese Mindesthaltbarkeitsdaten sind betroffen
Die offizielle Rückrufmeldung von dm wurde am 5. November um 11:10 Uhr veröffentlicht. Darin grenzt das Unternehmen die betroffenen Packungen anhand des Mindesthaltbarkeitsdatums ein.
- Produkt: dmBio Pinienkerne
- Packungsgröße: 60 Gramm
- Betroffene MHD: 31.05.2027 bis einschließlich 02.07.2027
- Rückrufgrund: mögliche Verunreinigung mit Salmonellen
- Rückgabe: in dm-Märkten, auch bei bereits angebrochener Verpackung
- Erstattung: vollständiger Kaufpreis

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist auf der Seitenfläche der Verpackung aufgedruckt. Liegt es innerhalb des genannten Zeitraums, fällt das Produkt unter den Rückruf. Beide Grenzdaten – der 31. Mai und der 2. Juli 2027 – sind ausdrücklich eingeschlossen.
Wichtig: Das MHD liegt zwar erst im kommenden Jahr. Trotzdem sollten betroffene Pinienkerne bereits jetzt nicht mehr verzehrt werden. Ein noch gültiges Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet nicht, dass ein zurückgerufenes Lebensmittel gesundheitlich unbedenklich ist.
Warum dm vor dem Verzehr der Pinienkerne warnt
Nach Angaben des Unternehmens lässt sich eine Belastung der betreffenden Ware mit Salmonellen nicht ausschließen. Ob und in wie vielen Packungen tatsächlich Krankheitserreger vorhanden sind, geht aus der veröffentlichten Rückrufinformation nicht hervor.
Salmonellen sind Bakterien, die Magen-Darm-Infektionen auslösen können. Sie müssen weder den Geruch noch den Geschmack eines Lebensmittels verändern. Eine mögliche Verunreinigung lässt sich deshalb nicht durch bloßes Anschauen oder Probieren zuverlässig erkennen.
Gerade bei Pinienkernen ist Vorsicht sinnvoll: Sie werden häufig für selbst gemachtes Pesto verwendet, über Salate gestreut oder als Zutat in kalten Speisen verarbeitet. Dabei werden sie nicht unbedingt ausreichend erhitzt, um mögliche Krankheitserreger abzutöten.
Die Warnung von dm ist entsprechend eindeutig:
„Wir bitten Sie, das Produkt mit oben genannten MHD nicht zu konsumieren“
Wer die zurückgerufenen Pinienkerne bereits in einem Pesto oder einer anderen Speise verarbeitet hat, sollte auch diese vorsichtshalber nicht mehr essen. Ein nachträgliches kurzes Anrösten der übrigen Kerne ist keine sinnvolle Alternative zur Rückgabe.
Salmonellen: Welche Symptome nach dem Verzehr auftreten können
Eine Salmonelleninfektion zeigt sich häufig durch plötzlich auftretenden Durchfall, Bauchschmerzen, Unwohlsein und gelegentlich Erbrechen oder Fieber. Die Beschwerden müssen allerdings nicht unmittelbar nach dem Essen beginnen.
Laut den Informationen auf infektionsschutz.de liegt die Zeit zwischen Ansteckung und Krankheitsbeginn gewöhnlich bei 12 bis 36 Stunden. Insgesamt können erste Symptome bereits nach sechs Stunden oder erst nach bis zu 72 Stunden auftreten.
Besonders aufmerksam sollten folgende Personengruppen sein:
- Säuglinge und Kleinkinder
- ältere Menschen
- Personen mit geschwächtem Immunsystem
- Menschen, bei denen durch starkes Erbrechen oder Durchfall rasch ein Flüssigkeitsmangel entstehen kann
Bei ansonsten gesunden Erwachsenen klingen die Beschwerden häufig nach einigen Tagen ab. Gefährlich kann insbesondere der Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyten werden.
Wer betroffene Pinienkerne bereits gegessen hat, muss nicht automatisch erkranken. Treten jedoch Beschwerden auf, sollte beim Arztbesuch auch der mögliche Kontakt mit Salmonellen erwähnt werden.
Bei starken oder anhaltenden Beschwerden ist ärztliche Hilfe erforderlich. Für besonders gefährdete Personen empfiehlt sich bereits bei ersten Krankheitszeichen eine frühzeitige medizinische Abklärung. Das Robert Koch-Institut informiert ausführlich über Krankheitsverlauf und mögliche Komplikationen einer Salmonellose.
Pinienkerne bei dm zurückgeben: Auch geöffnete Packungen werden erstattet
Kundinnen und Kunden müssen die betroffenen Pinienkerne nicht selbst entsorgen, wenn sie ihr Geld zurückhaben möchten. dm bietet ausdrücklich die Rückgabe in seinen Märkten an.
Dabei spielt es keine Rolle, ob die Verpackung noch verschlossen oder bereits angebrochen ist. Der Kaufpreis wird laut dm in beiden Fällen erstattet.
Für die Rückgabe empfiehlt sich folgendes Vorgehen:
- Die dmBio-Pinienkerne aus dem Vorratsschrank nehmen und das Mindesthaltbarkeitsdatum kontrollieren.
- Bei einem MHD zwischen dem 31.05.2027 und dem 02.07.2027 die Kerne nicht mehr verzehren.
- Die betroffene Verpackung möglichst verschlossen beziehungsweise sicher verpackt zum nächsten dm-Markt mitnehmen.
- Das Produkt zurückgeben und sich den Kaufpreis erstatten lassen.
Wer die Verpackung bereits geöffnet hat, braucht die restlichen Pinienkerne also nicht aufzuessen oder wegzuwerfen, um anschließend auf eine Erstattung zu verzichten.
Fragen zum dm-Rückruf? Hier gibt es weitere Informationen
Für Fragen zur Rückrufaktion und zur Rückgabe hat dm sein ServiceCenter als Ansprechpartner genannt. Kundinnen und Kunden in Deutschland erreichen es unter folgenden Kontaktdaten:
- Telefon: 0800 365 8633 (kostenfrei)
- E-Mail: servicecenter@dm.de
- Servicezeiten: Montag bis Samstag, 8:00 bis 20:00 Uhr
Auch wenn der Rückruf vorsorglich erfolgt, ist die Verzehrwarnung ernst zu nehmen. Wer die betroffenen dmBio-Pinienkerne im Schrank hat, sollte die Packung anhand des MHD überprüfen und gegebenenfalls zurückbringen.
Die vollständige Mitteilung mit den Produktabbildungen ist im offiziellen Newsroom von dm-drogerie markt abrufbar.
Auch bei Aldi Süd lohnt sich ein Blick auf das Sortiment, denn seit dem 2. November gibt es Weihnachts-Rätselboxen für 3,99 Euro in verschiedenen Varianten.
