Für Passagiere in Deutschland könnte das Ende dieser Woche unruhig werden. Die Piloten der Lufthansa haben für den 12. und 13. März einen 48-stündigen Streik angekündigt, nachdem die Verhandlungen über die betriebliche Altersversorgung erneut in eine Sackgasse geraten sind, berichtet timestuff.de unter Berufung auf dw.com. Betroffen sind vor allem Flüge mit Abflug aus Deutschland, außerdem Teile des Betriebs von Lufthansa Cargo und Lufthansa CityLine.
Für viele Reisende bedeutet das nicht nur mögliche Verspätungen, sondern vor allem die dringende Notwendigkeit, den eigenen Flugstatus rechtzeitig zu prüfen und sich auf kurzfristige Änderungen der Reiseplanung einzustellen.
Warum die Lufthansa-Piloten erneut streiken
Auslöser des neuen Konflikts ist der Streit zwischen dem Lufthansa-Management und der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC). Die Gewerkschaft fordert bessere Rentenbedingungen für die Beschäftigten und erklärt, dass das Unternehmen bisher noch kein tragfähiges Angebot vorgelegt habe, das als Grundlage für einen Kompromiss dienen könnte.
Nach Angaben der VC reichen bloße Signale der Gesprächsbereitschaft nicht mehr aus. Die Piloten betonen, dass Verhandlungen ohne konkrete Verbesserungen bei der betrieblichen Altersversorgung keinen praktischen Sinn hätten. Lufthansa wiederum hält den Streik für einen überzogenen Schritt – insbesondere vor dem Hintergrund der angespannten internationalen Lage und der ohnehin schwierigen Bedingungen im Luftverkehr.
„Signale der Gesprächsbereitschaft reichen nicht aus, wenn die Bereitschaft fehlt, echte Verbesserungen bei der betrieblichen Altersversorgung zu verhandeln.“
Wann der Streik stattfinden soll

Die Gewerkschaft hat den Ausstand für den Zeitraum von Donnerstag, 12. März 2026, 00:01 Uhr, bis Freitag, 13. März 2026, 23:59 Uhr angekündigt. Gerade diese beiden Tage könnten für Passagiere, die von deutschen Flughäfen abfliegen, problematisch werden – vor allem in Frankfurt am Main und München.
Welche Flüge gestrichen werden könnten
Nach Einschätzung der Gewerkschaft könnte Lufthansa gezwungen sein, rund 300 Flüge pro Tag zu streichen. Das Unternehmen selbst erklärt jedoch, mehr als die Hälfte der geplanten Verbindungen durchführen zu wollen, darunter etwa 60 Prozent der Langstreckenflüge und 80 Prozent der Frachtflüge.
Was bisher bekannt ist
| Punkt | Details |
|---|---|
| Streiktermine | 12.–13. März 2026 |
| Dauer | 48 Stunden |
| Hauptbetroffen | Lufthansa-Flüge ab Deutschland |
| Ebenfalls betroffen | Lufthansa Cargo, Lufthansa CityLine |
| Mögliche Ausfälle | rund 300 Flüge pro Tag |
| Position von Lufthansa | mehr als 50 % der Flüge sollen stattfinden |
Ein kompletter Stillstand des Flugbetriebs wird also derzeit nicht erwartet – massive Änderungen im Flugplan gelten jedoch als sehr wahrscheinlich.
Welche Ziele vom Streik ausgenommen sind
Wegen der Lage im Nahen Osten hat die Gewerkschaft entschieden, einige Ziele nicht in den Streik einzubeziehen. Dabei geht es um Flüge mit Bezug zu Ägypten, Aserbaidschan, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Begründet wird diese Entscheidung mit Sicherheitsaspekten.
Gleichzeitig ist wichtig zu verstehen, dass Flüge in diese Region ohnehin bereits unter besonderem Druck stehen, weil die allgemeine Lage instabil bleibt. Dass ein Ziel vom Streik ausgenommen ist, bedeutet deshalb nicht automatisch, dass ein konkreter Flug ohne Änderungen stattfinden wird.
Warum dieser Streik so viel Aufmerksamkeit bekommt
Es ist nicht die erste Streikwelle bei Lufthansa in letzter Zeit. Beim vorherigen großen Ausstand im Februar musste die Airline fast 800 Flüge streichen, betroffen waren damals rund 100.000 Passagiere. Besonders stark traf es die Flughäfen Frankfurt, München, Berlin, Düsseldorf und Hamburg.
Genau deshalb wird der aktuelle Lufthansa-Streik in Deutschland nicht als lokales Problem gesehen, sondern als Ereignis mit spürbaren Folgen für den innerdeutschen und internationalen Reiseverkehr.
Was Passagiere in Deutschland jetzt tun sollten

Reisende, deren Abflug für den 12. oder 13. März geplant ist, sollten nicht bis zum letzten Moment warten.
Praktische Schritte für Passagiere
- den Flugstatus auf der Website oder in der App von Lufthansa prüfen;
- Mitteilungen der Airline aufmerksam verfolgen;
- wenn möglich eine Umbuchung in Betracht ziehen;
- nicht ohne Bestätigung zum Flughafen fahren;
- auch bei Flügen, die vorerst im System bleiben, das Risiko von Verspätungen einkalkulieren.
Nach Angaben von AP hatte Lufthansa bei früheren Störungen bereits versucht, Passagiere auf Flüge anderer Gesellschaften innerhalb der Gruppe umzubuchen, darunter Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines. Ein ähnliches Vorgehen ist auch diesmal denkbar.
An solchen Tagen gilt für Passagiere vor allem eine Regel: Nicht dem Ticket vertrauen, sondern dem aktuellen Flugstatus.
Kann sich der Konflikt noch verlängern?
Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass der Streit zwischen Lufthansa und den Gewerkschaften noch längst nicht beendet ist. Sollten die beiden Seiten in nächster Zeit keinen Kompromiss bei der Rentenregelung und den Arbeitsbedingungen finden, könnte die Unsicherheit für Passagiere weiter anhalten.
Wer bei Reisen gerade auch auf die Kosten achtet, sollte zudem wissen, wie sich das Tanken in Polen mit dem Orlen-Rabatt 2026 für Deutsche günstiger machen lässt.
