Der neue Trailer zu „Der Teufel trägt Prada 2“ ist noch nicht einmal im Kino angelaufen – und trotzdem zerlegt das Mode-Internet schon jede Szene bis ins letzte Pixel. Anne Hathaway, Emily Blunt und Meryl Streep kehren mit Looks zurück, die wirken, als wären sie nicht für die Leinwand gemacht, sondern für kommende Fashion-Archive, berichtet timestuff.de.
Der Trailer entfacht die Mode-Aufregung erneut
Schon der erste Teil von „Der Teufel trägt Prada“ hat klar gezeigt: Kleidung ist in diesem Kosmos kein Beiwerk, sondern ein erzählerisches Werkzeug. Die Outfits wurden zu kulturellen Markern, prägten den Zeitgeist und gaben einem ganzen Jahrzehnt Fashion-Denken Richtung und Tempo. Genau deshalb sind die Erwartungen an „Der Teufel trägt Prada 2“ so hoch: Jede Nuance zählt, jeder Auftritt kann sich in Sekunden in einen Trend verwandeln.
Wer den Stil der Fortsetzung prägt
Für das Kostümbild der zweiten Runde zeichnet diesmal Molly Rogers verantwortlich. Sie arbeitete bereits beim Original eng mit Patricia Field zusammen und gilt heute für viele als deren stilistische Nachfolgerin. Rogers versteht Mode als Charakterzeichnung – und im Trailer sieht man, wie sie die bekannte Ästhetik der Reihe in die Fashion-Sprache der 2020er übersetzt. Das Ergebnis wirkt vertraut und gleichzeitig zeitgenössisch, ohne den ikonischen Kern zu verlieren.
Andie Sachs 2026: ruhige Souveränität statt Dauerlauf
Andie Sachs ist zurück – und das erkennt man sofort am ersten Look von Anne Hathaway. Ihre Figur steht wieder nah an der Modewelt, aber sie geht nicht mehr in ihr auf. Der Stil wirkt entspannter, gleichzeitig deutlich erwachsener: weniger demonstrative Perfektion, mehr Selbstverständlichkeit. Gerade diese Mischung macht den Auftritt so stark, weil er Kontrolle zeigt, ohne nach Anstrengung auszusehen.
Die Basis bildet eine braune Wildlederjacke von Ralph Lauren, die mit einem Hauch Retro-Glamour spielt, ohne laut zu werden. Dazu kommen hochgekrempelte Levi’s-Jeans, die Andies bodenständige Note bewahren und sie nicht unnahbar wirken lassen. Die Akzente setzen gezielt Drama: Stiefel mit Schlangenmuster von Zadig & Voltaire, ein bedrucktes Seidentuch von Sabina Savage und als klares Highlight die Nellcôte-Fransentasche von Valentino Garavani, ergänzt durch Schmuck von Marlo Laz.
Emilys Look: Logomania trifft Business – ohne Langeweile
Emily Blunt zeigt im Trailer erneut ihr Talent, klassische Office-Codes in etwas Scharfes, Teures und leicht Provokantes zu verwandeln. Ihr Stil pendelt zwischen Business-Eleganz und moderner Logomania, bei der das Branding Teil der Aussage wird. Dadurch wirkt der Look nicht nur geschniegelt, sondern eindeutig dominierend – als würde Emily den Raum betreten und die Regeln automatisch neu schreiben.
Oben sitzt ein gestreiftes Korsett-Top von Wiederhoeft, das die Silhouette klar definiert und trotzdem nicht ins Theatralische kippt. Unten greifen weite Nadelstreifen-Hosen von Jean Paul Gaultier das Vokabular des klassischen Herrensuits auf, bleiben dabei aber weich und modern in der Bewegung. Den luxuriösen Abschluss liefert Dior: eine weiße Hemdbluse mit großem Logo, die D-Journey Bag sowie schwarze Sonnenbrillen derselben Marke – ein französisches Finish, das man sofort erkennt.
Miranda Priestly erscheint wie ein Ereignis – Met-Gala-Niveau
Wenn Meryl Streep als Miranda Priestly ins Bild tritt, sind Zweifel sofort weg: Ihr Stil bedeutet nicht „schön“, sondern „Macht“. Der Trailer zeigt eine Szene, die an eine fiktive Met Gala erinnert und im American Museum of Natural History spielt – eine Kulisse, die Größe vermittelt, noch bevor die Kamera Details ausleuchtet. Miranda wirkt hier nicht wie ein Gast, sondern wie das Zentrum, um das sich der ganze Raum ordnet.
Für diesen Auftritt trägt sie ein leuchtend rotes, asymmetrisches Ballkleid mit skulpturalem 3D-Kragen und dramatischer Schleppe. Der Designername ist offiziell noch nicht bestätigt, doch die Bildsprache ist maximal „Miranda“: klare Form, kompromisslose Farbe, eine Aussage, die keiner Erklärung bedarf. Genau solche Momente machen den Trailer zu einem Ereignis für die Modewelt – lange vor der Premiere von „Der Teufel trägt Prada 2“.
Warum diese Looks schon jetzt als Referenzen gelten
Der Trailer setzt auf eine einfache, aber treffsichere Formel: drei Frauen, drei klar unterscheidbare Stile – und jeder erzählt eine Geschichte, ohne ein Wort zu viel zu brauchen. Andie steht für modisches Selbstbewusstsein ohne Selbstverlust, Emily für scharf geschliffenen Office-Luxus mit Markenhaltung, Miranda für Einfluss, der sichtbar wird. Deshalb wandert die Diskussion über die Outfits aus dem Trailer von „Der Teufel trägt Prada 2“ längst über Filmgrenzen hinaus und wird zur Debatte über Trends, Labels und eine neue Hierarchie modischer Symbole.
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