Ein paar Gurkenscheiben auf einem Burger wären noch keine große Sache. KFC Australien geht im September allerdings deutlich weiter: Unter dem Namen „Picklecore“ hat die Fast-Food-Kette praktisch ein ganzes Menü rund um eingelegte Gurken gebaut. Neben Burgern und frittierten Pickles gehört dazu eine Kombination, bei der selbst eingefleischte Gurkenfans kurz überlegen dürften: Pepsi Max mit echter Gurkenlake.
Das Kuriose daran: Die Gurkenlake wird nicht einfach irgendwo im Hintergrund in die Cola gemischt. Kunden können selbst entscheiden, wie weit sie das Experiment treiben wollen.
KFC Australien bewirbt das Picklecore-Menü auf seiner offiziellen Website als zeitlich begrenzte Aktion. Seit Anfang September tauchen die Gurken dabei nicht nur als Beilage auf – sie ziehen sich durch Burger, Pommes, Saucen und sogar Getränke, berichtet timestuff.de.
Was steckt im KFC-Picklecore-Menü?
Schon die aktuelle Online-Speisekarte von KFC Australia zeigt, wie konsequent die Idee umgesetzt wurde. Dort werden unter anderem Pickle Burger, Pickle Zinger Burger, Pickle Loaded Chips, Frickles, Pickle Sauce und Pickle Pepsi Max aufgeführt.
| Produkt | Was dahintersteckt |
|---|---|
| Pickle Burger | Chicken-Burger mit Gurken, Pickle Chips, Pickle Sauce und Pickle Seasoning |
| Pickle Zinger Burger | Die schärfere Zinger-Variante mit dem Picklecore-Prinzip |
| Pickle Loaded Chips | KFC-Pommes mit zusätzlichen Pickle-Komponenten und Chicken |
| Frickles | Panierte und frittierte Gurken |
| Pickle Sauce | Die passende Gurkensauce zum Dippen |
| Pickle Pepsi Max | Pepsi Max auf Eis mit frischen Gurken und echter Gurkenlake |
Beim Pickle Burger beschränkt sich KFC beispielsweise nicht darauf, zwei zusätzliche Gurkenscheiben auf das Chicken zu legen. Laut offizieller Produktbeschreibung kommen gleich mehrere Varianten zusammen: klassische Pickles, Pickle Chips, eine Pickle Sauce und ein spezielles Pickle Seasoning.
Die Gurke ist hier also nicht Garnitur. Sie ist das Konzept.
Pickle Pepsi: So funktioniert die wohl ungewöhnlichste Neuheit

Der größte Blickfang des Menüs dürfte trotzdem das Getränk sein. KFC nennt es Pickle Pepsi Max.
Und ja: Es handelt sich tatsächlich um Pepsi und Gurkenlake.
Auf der offiziellen KFC-Produktseite beschreibt die Kette das Getränk als Pepsi Max auf Eis, kombiniert mit echter Gurkenlake und frischen Gurken.
Entscheidend ist jedoch ein Detail: Die Lake lässt sich offenbar selbst dosieren. Wer nur testen möchte, kann entsprechend wenig davon hinzufügen. Wer wissen will, wie weit sich Cola geschmacklich in Richtung Gurkenglas bewegen lässt, kann entsprechend mutiger werden.
„Not everywhere and not forever.“
Mit diesem Satz macht KFC Australia gleichzeitig deutlich, dass Picklecore als Limited-Time-Aktion gedacht ist.
Das australische Food-Portal Frugal Feeds berichtet zudem, dass die Gurkenlake separat gereicht wird. Dadurch wird aus dem Getränk fast ein kleines Fast-Food-Experiment: Jeder bestimmt selbst, welches Verhältnis von Pepsi zu Pickle noch angenehm ist – und ab wann es zu viel wird.
Warum heißt das Ganze eigentlich „Picklecore“?
Der Name ist ziemlich geschickt gewählt. KFC verkauft schließlich nicht einfach einen „Gurken-Burger“. Mit dem Zusatz „-core“ klingt daraus gleich eine ganze Ästhetik beziehungsweise eine kleine Subkultur.
Genau das passt zur Kampagne. Pickles werden nicht als einzelne Geschmacksrichtung behandelt, sondern konsequent zum Hauptdarsteller gemacht.
- Gurken befinden sich im Burger.
- Sie werden frittiert.
- Sie landen auf den Pommes.
- Es gibt eine eigene Pickle Sauce.
- Und schließlich landet sogar Gurkenlake in der Pepsi.
Aus einem simplen Fast-Food-Zusatz wird damit bewusst ein überzeichnetes Thema – und genau darin steckt wahrscheinlich der eigentliche Reiz von Picklecore.

Australische Medien haben die ungewöhnliche Aktion entsprechend schnell aufgegriffen. Man of Many bezeichnet Pickle Pepsi als einen der auffälligsten Bestandteile der neuen Reihe und berichtet ebenfalls von Burger, Loaded Chips, Frickles und Pickle-Sauce.
Kann man KFC Picklecore auch in Deutschland bestellen?
Nein – zumindest derzeit nicht offiziell.
Das ist für deutsche KFC-Fans der wichtigste Punkt bei dieser Geschichte: Das Menü ist bislang für Australien bestätigt. Einen Deutschland-Start hat KFC nicht angekündigt.
Wer Bilder oder Videos von Pickle Pepsi und den grünen KFC-Produkten in sozialen Netzwerken sieht, sollte deshalb nicht automatisch davon ausgehen, dass die Produkte bereits in deutschen Filialen erhältlich sind.
Auch die Verfügbarkeit innerhalb Australiens kann je nach Standort variieren. KFC weist bei den Produkten selbst darauf hin, dass Kunden zunächst einen Store auswählen müssen, um die konkrete Verfügbarkeit und die jeweiligen Preise zu sehen.
Pickle Pepsi ist verrückt – aber nicht völlig zufällig
Fast-Food-Ketten brauchen regelmäßig Produkte, über die Menschen nicht nur beim Essen, sondern auch außerhalb der Restaurants sprechen. Dafür eignet sich ein gewöhnlicher neuer Chicken-Burger nur bedingt.
Pepsi mit Gurkenlake dagegen erklärt sich praktisch von selbst.
Man muss das Getränk nicht einmal probiert haben, um eine Meinung dazu zu entwickeln. Für die einen klingt die Kombination überraschend interessant, für andere nach einer Grenze, die Softdrinks besser nie hätten überschreiten sollen.
Genau diese Reaktion macht die Idee so wirkungsvoll: Sie erzeugt sofort eine Frage.
Würde ich wirklich Gurkenlake in meine Pepsi schütten?
Und damit erreicht KFC etwas, das wesentlich schwieriger ist als ein neues Menü auf den Markt zu bringen: Die Produkte werden zum Gesprächsthema.
Wie lange bleibt das Picklecore-Menü?
Sicher ist, dass die Aktion Anfang September 2026 in Australien gestartet ist und nur für begrenzte Zeit angeboten wird. Bei der exakten Schlussfrist gibt es allerdings unterschiedliche Angaben in australischen Veröffentlichungen.
Frugal Feeds nennt den 28. September als Ende der Aktion, während Man of Many von einer Verfügbarkeit bis zum 30. September berichtet. Auf der öffentlich sichtbaren KFC-Seite wird das Angebot derzeit lediglich als zeitlich begrenzt gekennzeichnet.
Wer sich tatsächlich in Australien befindet und das Menü ausprobieren möchte, sollte deshalb die Verfügbarkeit direkt über KFC Australia für die gewünschte Filiale prüfen.
Für Deutschland bleibt Picklecore vorerst ein ziemlich spektakulärer Blick darauf, wie weit sich ein eigentlich banaler Gurken-Trend treiben lässt. Ob Pickle Pepsi irgendwann auch hierzulande ausgeschenkt wird, ist offen.
