Der Film „Sinners“ von Regisseur Ryan Coogler wurde zur größten Sensation der diesjährigen Oscar-Nominierungen: Die Produktion erhielt 16 Nominierungen – mehr als der bisherige Rekord von 14, den jahrelang gleich mehrere Hits gemeinsam gehalten hatten, berichtet timestuff.de unter Berufung auf theguardian.com.
Zusätzlich hat sich „Sinners“ bereits an den Kinokassen bewährt: Die weltweiten Einnahmen werden auf rund 368 Millionen US-Dollar geschätzt, und um den Film gibt es echten „Buzz“ – sowohl bei Kritiker:innen als auch beim Publikum.
Im Folgenden: Was genau diesen Rekord ausmacht, wer 2026 ebenfalls zu den Favoriten zählt – und warum die Oscars dieses Jahr anders wirken als früher.
„Sinners“ ist der erste Film in der Geschichte mit 16 Nominierungen für den Academy Award.
Was „Sinners“ zum Rekordhalter gemacht hat
16 Nominierungen sind nicht einfach „viel“. Es ist ein historisches Maximum für einen einzelnen Film – und damit über der bisherigen Bestmarke von 14 Nominierungen.
Zu den wichtigsten Kategorien, in denen der Film nominiert ist, gehören:
- Bester Film
- Beste Regie (Ryan Coogler)
- Bester Hauptdarsteller (Michael B. Jordan – Doppelrolle)
- Nebendarstellerische Nominierungen (u. a. Delroy Lindo, Wunmi Mosaku)
- Neue Casting-Kategorie (dazu weiter unten)
Ein Nominierungsrekord garantiert zwar noch keinen Siegesrekord – aber er bedeutet fast immer eines: Der Film ist zum „Zentrum der Saison“ geworden.
Worum es in „Sinners“ geht – und warum er so fesselt

In der Handlung spielt Michael B. Jordan Zwillingsbrüder, die im Mississippi der 1930er-Jahre einen Blues-Club eröffnen – und dabei gleichzeitig mit Rassismus und Vampiren konfrontiert werden. Diese Mischung klingt riskant, doch genau darin liegt die Stärke des Films: Er funktioniert gleichzeitig als
- atmosphärischer übernatürlicher Thriller,
- historisches Drama über eine Epoche,
- Film über Musik und kulturellen Code,
- und – überraschenderweise – über Entscheidungen, Angst und Würde.
Wer sonst noch oben mitspielt: Kurze Favoritenkarte für die Oscars 2026

In diesem Jahr läuft es nicht auf nur einen einzigen Film hinaus. Neben „Sinners“ sorgt auch die komödiantische (und leicht gegenkulturelle) Produktion „One Battle After Another“ von Paul Thomas Anderson für viel Gesprächsstoff: Der Film kommt auf 13 Nominierungen und gilt häufig als einer der Top-Anwärter auf die wichtigsten Preise.
Damit es übersichtlich bleibt, hier der kurze Überblick „wer wie viele bekommen hat“ unter den meistdiskutierten Filmen:
| Film | Nominierungen | Warum darüber gesprochen wird |
|---|---|---|
| Sinners | 16 | Absoluter Saisonrekord, „großes Kino“ + Genre-Drive |
| One Battle After Another | 13 | Anderson in Topform; starkes Ensemble; einer der Favoriten |
| Sentimental Value | 9 | Starker internationaler Player, viele Schauspielnominierungen |
| Marty Supreme | 9 | Auffällige Nominierungen, besonders in den Schauspielkategorien |
| Frankenstein | 9 | Ambitioniertes Projekt, „große“ Präsenz in den Listen |
| Hamnet | 8 | Gute Chancen in Schauspiel-/Drehbuchrennen |
Neue Casting-Nominierung: Was sich geändert hat (und warum das zählt)
2026 zeichnet die Academy erstmals Leistungen im Casting mit einem eigenen Preis aus.
Das klingt zunächst nach einer „technischen“ Neuerung – ist aber im Kern sehr menschlich: Manchmal ist es gerade die richtige Besetzung, die einen Film lebendig macht und Figuren so wirken lässt, als würde man ihnen vom ersten Moment an glauben.
Zu den ersten genannten Titeln in dieser Kategorie zählen unter anderem: „Hamnet“, „Marty Supreme“, „One Battle After Another“, „The Secret Agent“ und „Sinners“.
Rekorde nicht nur in Zahlen: Historische „Premieren“ dieses Jahr
Neben den großen Zahlen werden auch mehrere Punkte diskutiert, die über das reine „Wer hat wen überholt?“ hinausgehen:
- Die Kostüm-Nominierung machte Ruth E. Carter zur am häufigsten nominierten Schwarzen Frau in der Oscar-Geschichte (insgesamt fünf Nominierungen in ihrer Karriere).
- Die Kamera-Nominierung für Autumn Durald Arkapaw ist erst der vierte Fall, dass eine Frau in dieser Kategorie nominiert ist.
- Insgesamt unterstreichen die Listen dieses Jahr Internationalität und eine deutlichere Diversität der Branche – auch dank starker Filme in nicht-englischer Sprache.
Wann sind die Oscars 2026 – und was ist mit dem Voting?

Die Verleihung findet am 15. März 2026 statt, moderiert von Conan O’Brien.
Außerdem gibt es in diesem Jahr zusätzliche Voting-Regeln: In der finalen Phase soll ein neuer Mechanismus dazu beitragen, dass Wähler:innen alle nominierten Filme einer Kategorie tatsächlich ansehen, bevor sie im Endvoting abstimmen.
Diese Saison wirkt, als würden die Oscars erneut versuchen, Größe, Genre-Mut und internationalen Atem zusammenzubringen – und genau deshalb dürfte der Wettkampf bis zum letzten Stimmzettel spannend bleiben.
Wer nach dem Oscar-Rummel noch mehr Gesprächsstoff will, findet im Dschungelcamp 2026 die nächste Aufregung bei extremer Hitze bis 38 °C.
