Eine der markantesten Stimmen des kanadischen Rock ist verstummt. Sass Jordan ist am 2. Oktober 2026 gestorben. Ihre Familie teilte mit, dass die Sängerin im Kreis ihrer Angehörigen friedlich starb. Eine konkrete Todesursache wurde bislang nicht öffentlich genannt, berichtet timestuff.de.
Für viele dürfte ihr Name vor allem mit „Make You a Believer“, dem Album „Racine“ oder der Castingshow „Canadian Idol“ verbunden sein. Doch Jordans Karriere war deutlich größer als diese drei Stationen: Sie gewann einen Juno Award, tourte mit einigen der größten Rockbands der Welt und hatte zeitweise einen jungen Schlagzeuger in ihrer Band, der später mit den Foo Fighters weltberühmt werden sollte.
Eine Besonderheit in den aktuellen Berichten: Selbst bei Sass Jordans Alter gibt es widersprüchliche Angaben. Deshalb ist Vorsicht bei allzu eindeutigen Nachrufen angebracht.
Was über den Tod von Sass Jordan bestätigt ist
Die Nachricht wurde zunächst über Jordans offizielle Social-Media-Kanäle verbreitet. Nach Angaben der Familie starb die Sängerin am Freitag, dem 2. Oktober 2026, umgeben von Menschen, die ihr nahestanden. Auch Canadian Press berichtete über die Erklärung der Familie.
Ihre Familie erinnerte an Sass Jordan als eine „unnachahmliche Naturgewalt“ und als einen Menschen voller Licht und Freude.
Eine offiziell bestätigte Todesursache gibt es derzeit nicht. Das ist wichtig, weil im Netz bereits Spekulationen über mögliche Erkrankungen kursieren. Öffentlich dokumentiert ist lediglich, dass Jordan wenige Wochen vor ihrem Tod aus gesundheitlichen Gründen ihre verbleibenden Auftritte für 2026 abgesagt hatte.
| Frage | Was derzeit bekannt ist |
|---|---|
| Wann starb Sass Jordan? | Am 2. Oktober 2026 |
| Wo war ihre Familie? | Nach Angaben der Angehörigen war sie beim Tod von ihrer Familie umgeben |
| Was war die Todesursache? | Sie wurde bislang nicht offiziell bekannt gegeben |
| Gab es zuvor gesundheitliche Probleme? | Ja. Im September wurden die restlichen Auftritte 2026 wegen einer „serious medical condition“ abgesagt |
| Wie alt war Sass Jordan? | Hier widersprechen sich die veröffentlichten Angaben: genannt werden 63 und 65 Jahre |
63 oder 65? Warum selbst beim Alter unterschiedliche Angaben kursieren
Eine ungewöhnliche Situation betrifft Sass Jordans Geburtsjahr. Zahlreiche Medien nennen 63 Jahre und führen den 23. Dezember 1962 als Geburtstag. Andere aktuelle Berichte nennen dagegen 65 Jahre.
Deutschlandfunk Kultur weist ausdrücklich darauf hin, dass unterschiedliche Angaben zu ihrem Geburtsjahr existieren. Eine aktualisierte Meldung von Canadian Press, die sich auf Familiensprecher Eric Alper beruft, nennt den 23. Dezember 1960 als Geburtsdatum und damit ein Alter von 65 Jahren.
Seriös lässt sich deshalb derzeit vor allem eines sagen: Sass Jordan starb am 2. Oktober 2026. Ihr Alter sollte angesichts der widersprüchlichen biografischen Angaben nicht ohne diesen Hinweis genannt werden.
Wer war Sass Jordan?

Sass Jordan hieß mit bürgerlichem Namen Sarah Jordan. Sie wurde im englischen Birmingham geboren, wuchs aber in Montreal auf und wurde schließlich zu einer der bekanntesten Rock- und Bluesstimmen Kanadas.
Musik gehörte früh zu ihrem Leben. Nach Angaben ihrer offiziellen Biografie entwickelte sie ihren Stil in der lebendigen Musikszene Montreals. Noch als Teenager spielte sie in Bands; später war sie unter anderem Sängerin und Bassistin bei der Montrealer Band The Pinups.
Ihr Sound ließ sich nie sauber in eine einzige Schublade stecken. Da war klassischer Rock, Blues, Soul und eine Stimme, die nicht auf technische Perfektion getrimmt wirkte, sondern auf Druck und Wiedererkennungswert.
„Tell Somebody“ brachte den ersten großen Durchbruch
1988 erschien ihr erstes Soloalbum „Tell Somebody“. Der gleichnamige Song machte Jordan in Kanada einem breiteren Publikum bekannt.
Schon ein Jahr später folgte eine wichtige Auszeichnung: Bei den Juno Awards 1989 wurde sie als Most Promising Female Vocalist of the Year ausgezeichnet. Der Eintrag findet sich bis heute in der offiziellen Datenbank der Juno Awards. In den Jahren 1990, 1993 und 1995 kamen weitere Nominierungen als Female Vocalist of the Year hinzu.
Der eigentliche Höhepunkt ihrer ersten großen Karrierephase sollte jedoch erst einige Jahre später kommen.
„Racine“ und „Make You a Believer“ machten Sass Jordan international bekannt
1992 erschien „Racine“ – das Album, das heute am stärksten mit Sass Jordan verbunden wird. Es enthielt gleich mehrere Songs, die sich im Rockradio festsetzten, darunter:
- Make You a Believer
- You Don’t Have to Remind Me
- I Want to Believe
- Goin‘ Back Again
- Who Do You Think You Are
Besonders „Make You a Believer“ wurde zu ihrem internationalen Aushängeschild. Nach Angaben von Billboard Canada erreichte der Titel Platz 11 der US-amerikanischen Billboard Mainstream Rock Charts. Billboard zeichnete Jordan 1992 außerdem als Top Female Rock Artist aus.
„Racine“ funktionierte nicht deshalb so gut, weil Jordan versuchte, wie ein typischer Popstar der frühen 90er zu klingen. Das Album lebte gerade von der raueren Seite ihrer Stimme und einem deutlich vom klassischen Rock geprägten Sound.
Von „High Road Easy“ bis zum Soundtrack von „The Bodyguard“
Auf „Racine“ folgte 1994 das Album „Rats“. Daraus stammt mit „High Road Easy“ ein weiterer ihrer bekanntesten Songs. Der Titel erreichte laut Billboard Canada Platz 6 der US-Mainstream-Rock-Charts.
Jordan tauchte zu dieser Zeit aber auch außerhalb ihrer eigenen Alben auf. Gemeinsam mit Joe Cocker nahm sie den Song „Trust in Me“ für den Soundtrack des Films „The Bodyguard“ auf.
| Jahr | Album / Projekt | Bedeutung |
|---|---|---|
| 1988 | Tell Somebody | Solo-Debüt und erster großer Erfolg in Kanada |
| 1992 | Racine | Enthielt „Make You a Believer“ und wurde ihr bekanntestes Album |
| 1992 | Trust in Me mit Joe Cocker | Song für den Soundtrack von „The Bodyguard“ |
| 1994 | Rats | Mit „High Road Easy“ und „Sun’s Gonna Rise“ |
| 2020 | Rebel Moon Blues | Deutlich stärkere Hinwendung zum Blues |
| 2022 | Bitches Blues | Fortsetzung ihrer späten Blues-Phase |
Sass Jordan und Taylor Hawkins: eine Verbindung lange vor den Foo Fighters

Zu den interessanteren Kapiteln ihrer Karriere gehört ein Musiker, dessen Name später viel größer werden sollte: Taylor Hawkins.
Bevor Hawkins als Schlagzeuger der Foo Fighters weltbekannt wurde, spielte er in den 1990er-Jahren in Sass Jordans Band. Billboard Canada erinnert daran, dass Jordan damals den noch weitgehend unbekannten, etwa 22-jährigen Schlagzeuger für ihre Band engagierte.
Hawkins spielte später zunächst unter anderem für Alanis Morissette und wurde 1997 Mitglied der Foo Fighters.
Damit gehört Sass Jordan auch zu jener frühen Phase in Hawkins‘ Laufbahn, lange bevor er zu einem der bekanntesten Rockschlagzeuger seiner Generation wurde.
Sie stand mit Aerosmith, AC/DC und den Rolling Stones auf der Bühne
Der Erfolg der frühen 1990er brachte Jordan auch auf große Bühnen. Im Laufe ihrer Karriere trat sie im Umfeld von Acts wie Aerosmith, The Rolling Stones, AC/DC und Van Halen auf.
Das zeigt ganz gut, welchen Platz sie zu dieser Zeit im nordamerikanischen Rock hatte. Sass Jordan war nicht bloß eine Sängerin mit einem einzelnen Radiohit. Sie war Teil einer Rockszene, die in den frühen 1990ern noch riesige Hallen und Stadien dominierte.
Sechs Staffeln „Canadian Idol“ machten sie einem neuen Publikum bekannt
Wer Sass Jordan nicht aus dem Rockradio kannte, begegnete ihr möglicherweise Jahre später im Fernsehen.
2003 wurde sie Jurorin bei „Canadian Idol“, dem kanadischen Ableger des internationalen Castingformats. Jordan blieb nach Angaben von Billboard Canada über alle sechs Staffeln Teil der Jury.
Dadurch wurde sie auch einer Generation bekannt, die „Racine“ bei seiner Veröffentlichung noch gar nicht erlebt hatte. Anders als bei vielen Musikern, deren öffentliche Wahrnehmung irgendwann fast ausschließlich von alten Hits lebt, bekam Jordan damit ein zweites großes Standbein in der Popkultur.
Später kehrte sie immer stärker zum Blues zurück
Ihre Karriere endete nicht mit den großen Rockjahren der 1990er. Jordan veröffentlichte weiter Musik und näherte sich im Laufe der Zeit immer stärker dem Blues an.
2020 erschien „Rebel Moon Blues“. Das Album schaffte es laut Billboard Canada bis auf Platz 5 der Billboard Blues Albums Charts. 2022 folgte „Bitches Blues“.
Für Jordan wirkte diese Entwicklung weniger wie ein radikaler Stilwechsel als wie eine Rückkehr zu musikalischen Wurzeln, die in ihrer Stimme ohnehin immer zu hören gewesen waren.
Was in den letzten Wochen vor ihrem Tod bekannt wurde
Am 1. September 2026 wurde öffentlich, dass Sass Jordan ihre noch ausstehenden Auftritte des Jahres absagen musste.
Eine besonders klare Mitteilung veröffentlichte das Dryden Regional Training and Cultural Centre, wo Jordan am 17. September auftreten sollte. Ihr Team erklärte demnach, dass sie wegen einer ernsten gesundheitlichen Erkrankung derzeit nicht auftreten könne und ihr geraten worden sei, sich für den Rest des Jahres aus allen beruflichen Verpflichtungen zurückzuziehen.
Auch geplante Shows in Thunder Bay und Fort Frances wurden abgesagt. Noch im Juli hatte Jordan beim Peterborough Musicfest auf der Bühne gestanden.
Die Absage im September bestätigt ein ernstes gesundheitliches Problem. Sie bestätigt jedoch nicht, woran Sass Jordan später starb.
Dieser Unterschied ist entscheidend. Es wäre nicht seriös, aus der Absage automatisch auf ihre Todesursache zu schließen. Die Familie hat bislang keine konkrete Erkrankung als Ursache ihres Todes genannt.
Warum Sass Jordan mehr hinterlässt als „Make You a Believer“
Wer ihren Namen heute zum ersten Mal liest, landet schnell bei einem einzigen Song. Das wird ihrer Karriere allerdings kaum gerecht.
Sass Jordan hatte mehrere sehr unterschiedliche Leben innerhalb derselben Musikkarriere: die junge Musikerin aus der Montrealer Clubszene, die Rockstimme der frühen 1990er, die Sängerin auf großen Tourneen, die Fernsehjurorin und schließlich die Musikerin, die sich wieder stärker dem Blues zuwandte.
Zu den Stationen, die ihre Laufbahn besonders geprägt haben, gehören:
- ihr Solo-Debüt „Tell Somebody“ von 1988;
- der Gewinn eines Juno Awards 1989;
- das Erfolgsalbum „Racine“ von 1992;
- die Rockhits „Make You a Believer“ und „High Road Easy“;
- die Zusammenarbeit mit Joe Cocker;
- Tourneen und Auftritte mit international bekannten Rockacts;
- die frühe Zusammenarbeit mit Taylor Hawkins;
- sechs Staffeln als Jurorin bei „Canadian Idol“;
- ihre spätere Rückkehr zu einem deutlich bluesigeren Sound.
Am Ende erklärt genau diese Mischung, warum die Nachricht von ihrem Tod weit über Kanada hinaus Beachtung findet. Sass Jordan gehörte zu den Stimmen, die man nicht erst anhand eines Fotos erkennen musste. Ein paar Takte reichten.
Häufige Fragen zu Sass Jordan
Wann ist Sass Jordan gestorben?
Sass Jordan starb am 2. Oktober 2026. Ihre Familie teilte mit, dass sie beim Tod von Angehörigen umgeben war.
Woran ist Sass Jordan gestorben?
Eine offizielle Todesursache wurde bislang nicht veröffentlicht. Bekannt ist lediglich, dass ihr Team Anfang September wegen eines ernsten medizinischen Problems sämtliche verbleibenden Auftritte für 2026 absagte.
Wie alt war Sass Jordan?
Die Quellenlage ist widersprüchlich. Einige Medien nennen 63 Jahre und das Geburtsjahr 1962, andere Berichte unter Berufung auf einen Vertreter der Familie nennen den 23. Dezember 1960 und damit 65 Jahre. Deshalb sollte ihr Alter derzeit nur mit entsprechendem Hinweis angegeben werden.
Welcher Song machte Sass Jordan berühmt?
Zu ihren größten Songs gehören „Make You a Believer“, „High Road Easy“, „You Don’t Have to Remind Me“ und „Tell Somebody“. Besonders „Make You a Believer“ aus dem Album „Racine“ wurde international bekannt.
War Sass Jordan bei „Canadian Idol“?
Ja. Sass Jordan gehörte ab 2003 zur Jury von „Canadian Idol“ und war in allen sechs Staffeln der Sendung dabei.
Mehr Hintergründe gibt es auch in unserem Beitrag zu „JP Kraemer erneut angezeigt: Worum es bei der neuen Strafanzeige geht und was jetzt geprüft wird“.
