Fünfmal gebuzzert, kein einziges Talent im Team: Für Shirin David begann die 16. Staffel von „The Voice of Germany“ mit einem Ergebnis, das nach der ersten Blind Audition ziemlich brutal aussieht. Während Rea Garvey direkt vier Talente einsammelte, blieb der Platz in Team Shirin komplett leer, berichtet timestuff.de.
Der auffälligste Moment des Abends war Rea Garveys früher Block gegen Shirin. Wer daraus allerdings ableitet, dass der Coach ihr den gesamten Abend ruiniert habe, macht es sich zu einfach. Der Block traf Shirin nur bei einem Talent. Vier weitere Male war sie tatsächlich im Rennen – und verlor die Entscheidung anschließend gegen einen anderen Coach.
Genau das macht Shirins Fehlstart interessanter als eine einfache „Rea gegen Shirin“-Geschichte.
Shirin David buzzert fünfmal – und bekommt trotzdem niemanden
Die offizielle Team-Übersicht von Joyn hält das ungewöhnliche Ergebnis nach Folge 1 fest: Shirin David drückte fünfmal auf ihren Buzzer, startete aber trotzdem mit null Talenten in die Staffel.
Nach dem ersten Abend sah die Verteilung so aus:
- Rea Garvey: 4 Talente
- Nico Santos: 2 Talente
- Michi Beck & Smudo: 1 Talent
- Shirin David: 0 Talente
Rea holte Lisa Aithnard, Bianca Basler, Ruben Claro und Julia Vieregge. Paul Nadler und Emma Josephine Stappenbeck entschieden sich für Nico Santos, Stephanie Joan Lingard für Michi und Smudo.
Das Entscheidende dabei: Nicht alle vier Rea-Talente waren überhaupt Duelle gegen Shirin. Bei Ruben Claro und Julia Vieregge hatte Shirin nicht gebuzzert.
Diese fünf Talente wollte Shirin – und so gingen die Entscheidungen aus
| Talent | Shirin im Rennen? | Block? | Entscheidung |
|---|---|---|---|
| Lisa Aithnard | Ja | Rea blockiert Shirin | Team Rea |
| Paul Nadler | Ja | Nein | Team Nico |
| Bianca Basler | Ja | Nicht Shirin wurde geblockt | Team Rea |
| Emma Josephine Stappenbeck | Ja | Nein | Team Nico |
| Stephanie Joan Lingard | Ja | Nein | Team Michi & Smudo |
Damit lässt sich das 0:7 nach den ersten erfolgreichen Blind Auditions ziemlich klar einordnen: Einmal nahm ein Block Shirin die Wahlmöglichkeit, viermal überzeugte am Ende ein anderer Coach das Talent.
Lisa Aithnard: Hier stoppte Rea Garvey Shirin tatsächlich

Ausgerechnet beim ersten Talent der neuen Staffel setzte Rea Garvey ein deutliches Zeichen. Lisa Aithnard sang „Nothing’s Real But Love“ von Rebecca Ferguson, mehrere Coaches drehten sich um – doch Shirin konnte nicht um sie kämpfen, weil Rea sie blockierte.
„Beim ersten Talent! Wirklich?“
Shirins Reaktion zeigte, wie früh der Konkurrenzkampf begann. Lisa entschied sich schließlich für Rea. Der komplette Auftakt ist in der offiziellen ersten Folge auf Joyn zu sehen.
Dieser Moment blieb hängen – und kann leicht den Eindruck erwecken, Rea habe Shirin den ganzen Abend systematisch ausgebremst. Die weiteren Entscheidungen erzählen aber eine andere Geschichte.
Bei Paul Nadler konnte Shirin frei kämpfen – er nahm trotzdem Nico

Paul Nadler war einer der Kandidaten, bei denen Shirin ihre Begeisterung besonders deutlich machte. Sie buzzert, wirbt um ihn und stellt klar, wie viel Potenzial sie in ihm sieht.
Doch Paul hatte mehrere Optionen. Auch Michi und Smudo sowie Nico Santos wollten ihn. Am Ende entschied er sich für Nico Santos.
Für Shirins Bilanz ist das wichtig: Hier gab es keinen gegnerischen Block als Erklärung. Sie bekam ihre Chance im Coach-Fight – verlor das Talent aber in der direkten Entscheidung.
Bianca Basler war Shirins vielleicht bitterste Niederlage des Abends
Bei Bianca Basler drehten sich alle vier Coach-Stühle. Ihre Interpretation von Céline Dions „It’s All Coming Back To Me Now“ wurde damit zu einem der großen Auftritte der Premiere.
Auch Shirin war sofort überzeugt. Ihre Einschätzung fiel bemerkenswert deutlich aus: Sie bezeichnete Bianca sinngemäß als eines der stärksten Talente, die sie in ihren bisherigen „The Voice“-Staffeln erlebt habe.
„Deine Reise wird sehr lang sein.“
Der Block in diesem Coach-Fight traf allerdings nicht Shirin: Rea schaltete Michi und Smudo aus. Bianca hatte weiterhin die Möglichkeit, sich für Shirin zu entscheiden – wählte am Ende aber Rea.
Gerade dieses Duell zeigt, warum „Rea hat Shirin alles weggeblockt“ die falsche Erklärung wäre.
Auch Emma entscheidet sich gegen Shirin
Emma Josephine Stappenbeck sorgte ebenfalls für einen Vierer-Buzzer. Mit ihrer Version von „Empire State Of Mind (Part II) Broken Down“ überzeugte sie sämtliche Coaches und hatte damit freie Auswahl.
Shirin lobte unter anderem die Reife und besondere Farbe ihrer Stimme. Rea versuchte es über Ausstrahlung und Persönlichkeit, Nico Santos über musikalische Details und seine Nähe zum Klavier.
Die Entscheidung fiel schließlich auf Team Nico.
Damit verlor Shirin an einem einzigen Abend bereits zum zweiten Mal ein Talent direkt an den amtierenden Sieger-Coach der Vorsaison.
Stephanie Joan Lingard macht Shirins fünfte Absage komplett
Auch bei Stephanie Joan Lingard drückte Shirin den Buzzer. Nach „I See Red“ standen jedoch ebenfalls Michi und Smudo als Alternative bereit.
Stephanie entschied sich für das Duo – und damit war Shirins ungewöhnlicher Auftakt perfekt: fünf Buzzer, vier echte Coach-Entscheidungen plus ein Block, aber kein Neuzugang.
Warum Rea nach Folge 1 trotzdem klar vorne liegt
Reas vier Talente sind nicht nur wegen der Zahl bemerkenswert. Er gewann auf unterschiedliche Weise:
- bei Lisa Aithnard mit zusätzlicher taktischer Hilfe seines Blocks gegen Shirin,
- bei Bianca Basler in einem großen Mehrkampf der Coaches,
- bei Ruben Claro gegen Michi und Smudo,
- bei Julia Vieregge gegen Nico Santos.
Das ist ein deutlich breiterer Start als bei Shirin. Trotzdem wäre es verfrüht, daraus schon ein Kräfteverhältnis für die gesamte Staffel abzuleiten. Die Blind Auditions haben gerade erst begonnen und in Staffel 16 treten laut Joyn insgesamt mehr als 100 Talente an.
Ein 0:4 bei den Teams ist nach einer Folge auffällig. Es ist aber noch lange kein verlorener Wettbewerb.
Folge 2 bekommt für Shirin dadurch eine andere Bedeutung
Am Samstag, 12. September, geht es mit der zweiten Blind Audition weiter. Folge 2 läuft um 20:15 Uhr auf ProSieben und bei Joyn.
Für Shirin ist die Ausgangslage jetzt ungewöhnlich klar: Während ihre Konkurrenten bereits erste Persönlichkeiten für ihre Teams gefunden haben, beginnt sie den zweiten Abend weiterhin mit der Suche nach ihrem ersten Talent.
Das macht jeden ihrer nächsten Buzzer automatisch interessanter. Nicht weil ein Rückstand nach einer Blind Audition sportlich entscheidend wäre, sondern weil sich nun beobachten lässt, ob Shirin ihre Ansprache verändert – oder ob genau die offensive Art, die ihr in der Vergangenheit starke Coach-Fights gebracht hat, diesmal wieder funktioniert.
Wer neben den Team-Entscheidungen auch wissen möchte, wie der neue Freitag-/Samstag-Sendeplan von „The Voice of Germany“ funktioniert, findet dort die Übersicht zu Sendern und Ausstrahlung.
Auch abseits von „The Voice“ sorgt eine überraschende Nachricht für Aufmerksamkeit – Lady Gaga soll erstmals Mutter geworden sein.
