Wer am Donnerstag, 29. Oktober 2026, mit der SWEG unterwegs ist, sollte seine Verbindung vor der Abfahrt überprüfen. Wegen eines erneuten Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi könnten auf mehreren Bahnstrecken in Baden-Württemberg Züge ausfallen. Besonders betroffen sein könnten Verbindungen im Breisgau, in der Ortenau und auf der Schwäbischen Alb. Das Nachrichtenportal timestuff.de hat die wichtigsten Informationen für Fahrgäste zusammengestellt. Eine gute Nachricht gibt es zumindest für Buspendler: Der reguläre Busverkehr der SWEG ist diesmal nicht vom Streik betroffen.
Die offizielle Mitteilung der SWEG vom 28. Oktober spricht ausdrücklich von möglichen Fahrtausfällen. Welche einzelnen Züge am Donnerstag tatsächlich ausfallen, steht damit noch nicht fest.
Welche SWEG-Bahnstrecken sind am 29. Oktober betroffen?
Die SWEG nennt fünf Verbindungen, auf denen der Warnstreik zu Zugausfällen führen kann. Fahrgäste sollten insbesondere folgende Strecken im Blick behalten:
- Bad Krozingen – Münstertal: Auf der Münstertalbahn sind Einschränkungen möglich.
- Endingen – Breisach: Der Bahnverkehr am Kaiserstuhl könnte vom Arbeitskampf betroffen sein.
- Achern – Ottenhöfen: Auch auf der Achertalbahn können einzelne Fahrten entfallen.
- Biberach – Oberharmersbach: Die Harmersbachtalbahn gehört zu den gefährdeten Verbindungen.
- Hechingen – Gammertingen: Auf dieser Strecke sind ebenfalls Ausfälle möglich.
Hintergrund ist der Streikaufruf für die Beschäftigten der Zugleitstellen in Endingen am Kaiserstuhl und Gammertingen sowie der Hauptverwaltung der SWEG Schienenwege GmbH in Lahr. Der Bahnverkehr kann dadurch auch dann beeinträchtigt werden, wenn die Zugpersonale selbst nicht unmittelbar am Warnstreik beteiligt sind.
Für Pendler ist vor allem eines wichtig: Eine angekündigte Streikgefahr bedeutet noch nicht, dass sämtliche Züge auf einer genannten Strecke ausfallen.
Auch DB Regio und Schwäbische Alb-Bahn könnten Einschränkungen spüren
Die Auswirkungen müssen sich nicht auf Züge der SWEG beschränken. Weil andere Eisenbahnunternehmen teilweise dieselbe Infrastruktur nutzen, können auch deren Verbindungen beeinträchtigt werden.
Laut SWEG betrifft das möglicherweise die Schwäbische Alb-Bahn zwischen Gammertingen und Engstingen sowie Züge der DB Regio zwischen Endingen und Gottenheim.
Hinzu kommt eine weitere Besonderheit: Während des Warnstreiks könnte die SWEG-Betriebswerkstatt in Gammertingen zeitweise nicht erreichbar sein. Das Unternehmen warnt deshalb auf folgenden Verbindungen vor möglichen betrieblichen Einschränkungen:
- Tübingen – Hechingen – Albstadt – Sigmaringen
- Aalen – Ulm
- Munderkingen – Ulm
Dort müssen nicht zwangsläufig Züge ausfallen. Denkbar sind laut Unternehmen auch kürzere Zuggarnituren. Das könnte für Reisende bedeuten, dass weniger Platz zur Verfügung steht, obwohl ihre Verbindung weiterhin fährt.
Welche SWEG-Züge sollen trotz Warnstreik fahren?
Nicht das gesamte Streckennetz ist gleichermaßen betroffen. Auf mehreren Verbindungen erwartet die SWEG nach derzeitigem Stand keine streikbedingten Zugausfälle.
Dazu zählen:
- Freiburg – Elzach
- Offenburg – Straßburg
- Offenburg – Bad Griesbach
- Offenburg – Freudenstadt
- Hausach – Hornberg
- Tübingen – Hechingen – Sigmaringen
- Aalen – Ulm
- Munderkingen – Ulm
- Ringzug
- Hermann-Hesse-Bahn
Die Einordnung ist allerdings kein Versprechen für einen vollständig störungsfreien Betrieb. Auf einzelnen der genannten Verbindungen könnten Züge beispielsweise kürzer als üblich ausfallen. Auch andere betriebliche Störungen bleiben unabhängig vom Streik möglich.
Fahren die SWEG-Busse am Donnerstag normal?
Anders als bei früheren Warnstreiks im September und Oktober richtet sich der aktuelle Streikaufruf nicht gegen den SWEG-Busverkehr. Die regulären Buslinien sind deshalb nach Unternehmensangaben nicht von dieser Arbeitsniederlegung betroffen.
Das bedeutet allerdings nicht, dass automatisch Ersatzbusse für ausfallende Zugverbindungen bereitstehen. Im Gegenteil: Die SWEG stellt in ihrer Mitteilung klar:
„Eine Ersatzbeförderung für die Fahrgäste ist leider nicht möglich.“
Wer auf eine gefährdete Bahnstrecke angewiesen ist, sollte daher nicht darauf setzen, dass am Bahnhof kurzfristig ein Schienenersatzverkehr eingerichtet wird.
Eine reguläre Buslinie kann dennoch eine Alternative sein, sofern sie die benötigte Strecke bedient und zum gewünschten Zeitpunkt fährt. Gerade bei kleineren Orten lohnt sich ein Blick auf die tatsächlichen Haltestellen und Umsteigemöglichkeiten.
SWEG-Streik am 29. Oktober: So prüfen Fahrgäste ihre Verbindung

Wer am Donnerstag früh zur Arbeit, zur Schule oder zu einem wichtigen Termin fahren muss, sollte nicht erst am Bahnsteig nach möglichen Ausfällen suchen. Die SWEG empfiehlt ausdrücklich, die elektronischen Auskunftssysteme vor Fahrtantritt zu nutzen.
- Aktuelle SWEG-Meldungen lesen: Auf der offiziellen Seite für Verkehrsmeldungen lassen sich neue Hinweise zum Bahnverkehr überprüfen.
- Konkrete Zugverbindung suchen: Die DB-Reiseauskunft zeigt verfügbare Verbindungen und kann bei Störungen Alternativen vorschlagen.
- Am Donnerstag erneut kontrollieren: Auch wenn am Mittwochabend noch keine Änderung angezeigt wird, können sich bis zum Fahrtantritt neue Einschränkungen ergeben.
- Alternative rechtzeitig planen: Bei einem gefährdeten Anschluss sollten Reisende andere Zug- oder Busverbindungen prüfen und gegebenenfalls eine frühere Fahrt wählen.
Wer regelmäßig dieselbe Strecke nutzt, kann sie außerdem im DB Navigator speichern. Die digitale Reisebegleitung der Deutschen Bahn bietet Echtzeitinformationen und auf Wunsch Benachrichtigungen über Änderungen.
Besonders bei Fahrten mit Umstieg zählt nicht nur, ob der erste Zug fährt. Entscheidend ist, ob die gesamte Verbindung noch funktioniert.
Warum streikt Verdi erneut bei der SWEG?
Auslöser ist der laufende Tarifkonflikt im Eisenbahnsektor. Die Gewerkschaft Verdi und die Arbeitgeber haben sich in den bisherigen Verhandlungen über den Eisenbahntarifvertrag nicht auf eine neue Regelung einigen können.
Nach einem Bericht von baden.fm vom 27. Oktober fordert Verdi unter anderem 6,5 Prozent mehr Monatsentgelt und eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro monatlich. Außerdem verlangt die Gewerkschaft eine jährliche Sonderzahlung von 650 Euro für ihre Mitglieder.
Das bisherige Arbeitgeberangebot bleibt nach Darstellung der Gewerkschaft hinter diesen Forderungen zurück. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 16. November 2026 vorgesehen.
Der Warnstreik am Donnerstag soll den Druck in den laufenden Gesprächen erhöhen. Wie stark er sich auf den Fahrplan auswirkt, hängt unter anderem davon ab, in welchem Umfang die aufgerufenen Beschäftigten ihre Arbeit niederlegen.
Was müssen Pendler für Donnerstag, 29. Oktober, beachten?
Am Mittwoch, 28. Oktober, liegt eine Warnung vor möglichen Zugausfällen vor, jedoch noch keine abschließende Liste sämtlicher gestrichener Fahrten. Eine genaue zeitliche Eingrenzung der Einschränkungen lässt sich aus der offiziellen SWEG-Mitteilung ebenfalls nicht ableiten.
Für Reisende auf den fünf besonders gefährdeten Strecken ist es deshalb sinnvoll, bereits am Vorabend nach Alternativen zu suchen und die Verbindung am Donnerstag vor der Abfahrt erneut zu prüfen.
Wer eine wichtige Prüfung, einen Arzttermin oder einen anderen zeitkritischen Termin wahrnehmen muss, sollte ausreichend Spielraum einplanen. Ist eine zuverlässige Anreise nicht möglich, empfiehlt die SWEG selbst, gegebenenfalls auf andere Verkehrsmittel auszuweichen oder die Fahrt zu verschieben.
Entscheidend bleibt der aktuelle Betriebsstand am 29. Oktober: Erst die konkreten Fahrplanmeldungen zeigen, welche Züge tatsächlich ausfallen und welche Verbindungen trotz Warnstreiks angeboten werden.
Auch abseits der Verkehrsmeldungen gibt es Neues bei Netflix, wo seit dem 27. Oktober eine dreiteilige Doku über Matthew Perry zu sehen ist, in der die „Friends“-Stars fehlen.
