Elf Jahre nach dem ursprünglichen Release schickt CD Projekt RED Geralt noch einmal auf den Kontinent. Das neue Remaster wurde auf der gamescom enthüllt – und geht deutlich weiter als das Next-Gen-Update von 2022.
„The Witcher 3: Wild Hunt“ ist offenbar noch lange nicht fertig mit seiner eigenen Erfolgsgeschichte. CD Projekt RED hat während der gamescom Opening Night Live in Köln offiziell „The Witcher 3: Wild Hunt — Remastered“ angekündigt. Die überarbeitete Version erscheint bereits am 29. September 2026, berichtet timestuff.de.
Besonders interessant für Spieler, die das Rollenspiel bereits besitzen: Auf den unterstützten Plattformen wird das Remaster als kostenloses Upgrade angeboten. Gleichzeitig bekommt das 2015 veröffentlichte Abenteuer deutlich mehr als nur neue Texturen oder eine höhere Auflösung.
CD Projekt RED spricht in seiner offiziellen Ankündigung von Verbesserungen an Grafik, Performance und Gameplay. Dazu kommen überarbeitete Kampfsysteme, neue Animationen, Änderungen am Skill-System und weitere Komfortfunktionen.
“Upgrade to Remastered for free if you own The Witcher 3 on qualifying platforms.”
Wann erscheint The Witcher 3 Remastered?
Der Release ist für den 29. September 2026 angesetzt. Die Ankündigung erfolgte am 25. August im Rahmen der gamescom Opening Night Live in Köln.
Damit liegen zwischen Enthüllung und Veröffentlichung nur gut fünf Wochen. CD Projekt RED verzichtet also auf eine lange Marketingphase und bringt das Remaster vergleichsweise kurzfristig auf den Markt.
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Release | 29. September 2026 |
| Gratis-Upgrade? | Ja, für Besitzer auf unterstützten Plattformen |
| Plattformen | PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S, Nintendo Switch 2 |
| Battle.net | The Witcher 3 erscheint erstmals auch über Blizzards Plattform |
| Hearts of Stone & Blood and Wine | Im Remaster enthalten; Besitzer des Grundspiels erhalten Zugriff ohne zusätzliche Kosten |
| Songs of the Past | Separates kostenpflichtiges Add-on, Release 2027 |
Ist The Witcher 3 Remastered wirklich kostenlos?
Für viele bestehende Spieler: ja. Nach Angaben von CD Projekt RED und Reuters erhalten Besitzer des Spiels auf GOG, Steam, Epic Games Store, PlayStation 5 und Xbox Series X|S das Remaster als kostenloses Upgrade.
Bei der Nintendo Switch 2 sollte man dagegen genauer hinsehen. CD Projekt RED bestätigt eine erstmals native Switch-2-Version, verspricht aber nicht pauschal, dass Besitzer der bisherigen Nintendo-Switch-Fassung automatisch Anspruch auf diese Version haben.
Wer The Witcher 3 auf der ersten Switch besitzt, sollte deshalb nicht automatisch mit einem kostenlosen Wechsel auf die Switch-2-Fassung rechnen, solange CD Projekt RED dafür keine gesonderte Upgrade-Regel bestätigt.
Was ändert sich im Remaster?
Die Bezeichnung „Remastered“ ist diesmal mehr als ein Hinweis auf höhere Auflösung und schärfere Texturen. Auf der offiziellen Witcher-3-Seite nennt CD Projekt RED eine ganze Reihe konkreter Änderungen.
- Überarbeitete Grafik: verbesserte Texturen für Umgebungen, NPCs und Monster.
- Dichter wirkende Vegetation: Pflanzen und Landschaften werden sichtbar aufgewertet.
- Neue Beleuchtung: Lighting, Rendering und Raytracing werden erneut überarbeitet.
- Verbessertes Kampfsystem: neue Animationen und zusätzliche Finisher sollen Kämpfe dynamischer machen.
- Adaptive Kamera: die Perspektive reagiert stärker auf Kampfsituationen.
- Neues Skill-System: der Fertigkeitenbaum wird grundlegend überarbeitet.
- Transmog-System: Ausrüstung kann stärker nach dem gewünschten Aussehen angepasst werden.
- Cross-Platform-Mod-Support: Mod-Unterstützung soll nicht mehr ausschließlich ein PC-Thema bleiben.
- Erweiterter Fotomodus: zusätzliche Möglichkeiten für Screenshots und Inszenierungen.
- Überarbeitete Bewegung: Traversal, Animationen und die Steuerung von Geralts Pferd Plötze werden angepasst.
CD Projekt RED nennt außerdem verbesserte Monster-Verhaltensweisen, neue Effekte für Hexerzeichen sowie weitere Änderungen, die bisher noch nicht vollständig im Detail vorgestellt wurden.
Was ist der Unterschied zum Next-Gen-Update von 2022?

Genau hier dürfte bei vielen Spielern die größte Verwirrung entstehen. Schließlich bekam „The Witcher 3“ bereits im Dezember 2022 ein umfangreiches kostenloses Next-Gen-Update.
Dieses brachte damals unter anderem Raytracing, schnellere Ladezeiten, integrierte Community-Mods, grafische Verbesserungen und neue Inhalte, die von der Netflix-Serie inspiriert waren. CD Projekt RED beschrieb die Änderungen seinerzeit auf der offiziellen deutschen Witcher-Seite.
Das Remaster von 2026 setzt deutlich später an. Es verbessert nicht nur die technische Präsentation, sondern greift stärker in die eigentlichen Spielsysteme ein.
| Next-Gen-Update 2022 | Remastered 2026 |
|---|---|
| Grafik- und Performance-Upgrade | erneut überarbeitete Grafik, Beleuchtung und Rendering |
| Raytracing | weiterentwickeltes Raytracing und Lichtsystem |
| integrierte Community-Mods | Cross-Platform-Mod-Support angekündigt |
| Gameplay-Optimierungen | überarbeitetes Kampf- und Bewegungssystem |
| bestehendes Skill-System | neu konzipierter Skill Tree |
| Fotomodus | erweiterter Fotomodus |
Das Remaster ist deshalb eher die nächste Evolutionsstufe von The Witcher 3 als eine bloße Neuauflage des Updates von 2022.
Hearts of Stone und Blood and Wine werden ebenfalls wichtig
Eine der überraschendsten Ankündigungen betrifft die beiden bisherigen Erweiterungen „Hearts of Stone“ und „Blood and Wine“.
CD Projekt RED erklärte, dass Besitzer des Grundspiels Zugriff auf beide Erweiterungen ohne zusätzliche Kosten erhalten. Im Remaster sind sie ebenfalls enthalten.
Damit wächst der Umfang selbst für Spieler, die bisher nur die ursprüngliche Basisversion gekauft hatten, erheblich. Besonders „Blood and Wine“ ist kein kleines Zusatzpaket, sondern erweitert das Spiel um die große Region Toussaint und eine umfangreiche eigene Handlung.
Songs of the Past gehört nicht zum kostenlosen Remaster
Parallel zum Remaster zeigte CD Projekt RED auf der gamescom erstmals ausführlicher die neue Erweiterung „The Witcher 3: Wild Hunt — Songs of the Past“. Genau hier ist eine klare Trennung wichtig.
Songs of the Past ist nicht Bestandteil des kostenlosen Remastered-Upgrades.
Das neue Add-on soll 2027 erscheinen und wird kostenpflichtig angeboten. Einen konkreten Veröffentlichungstag hat CD Projekt RED bislang nicht genannt.
Die Erweiterung führt Geralt in eine neue Region namens Letten. Nach Angaben des Studios handelt es sich zunächst um ein idyllisch wirkendes Land, das von ländlichen Traditionen, Ernten und Festen geprägt ist. Hinter dieser Fassade verbirgt sich jedoch eine alte Bedrohung.
Wichtig: Remastered erscheint am 29. September 2026. Songs of the Past folgt separat im Jahr 2027.
Damit sollte auch vermieden werden, Gerüchte über Story, Spielzeit oder konkrete Figuren des Add-ons als bereits bestätigte Fakten darzustellen. Bisher offiziell sind unter anderem der Name Letten, neue Gegner und der Release-Zeitraum 2027.
Warum CD Projekt RED ein elf Jahre altes Spiel noch einmal umbaut
„The Witcher 3“ erschien ursprünglich im Mai 2015 und gehört weiterhin zu den erfolgreichsten Spielen von CD Projekt RED. Laut Reuters wurden inzwischen mehr als 65 Millionen Exemplare verkauft.
Das Timing des Remasters ist daher kaum zufällig. Mit „Songs of the Past“ steht 2027 noch einmal eine große Erweiterung bevor, während die Witcher-Reihe gleichzeitig auf ihre nächste große Generation vorbereitet wird.
Das kostenlose Remaster senkt dabei die Hürde für eine Rückkehr erheblich: Besitzer müssen kein neues Vollpreisspiel kaufen, erhalten technische und spielerische Verbesserungen und können anschließend entscheiden, ob sie auch in die neue Erweiterung investieren möchten.
Für CD Projekt RED wird aus einem elf Jahre alten Rollenspiel damit erneut eine aktuelle Plattform – und nicht nur ein Klassiker, den Fans gelegentlich aus Nostalgie starten.
Für wen lohnt sich das Remaster?
Eine endgültige Bewertung ist natürlich erst nach dem Release möglich. Auf Basis der bereits bestätigten Funktionen dürften aber vor allem drei Gruppen profitieren:
- Langjährige Fans, die nach mehreren Jahren einen neuen Durchlauf starten möchten.
- Besitzer der Basisversion, die bislang nicht beide großen Erweiterungen gespielt haben.
- Neue Spieler, die The Witcher 3 erstmals auf aktueller Hardware oder der Nintendo Switch 2 erleben wollen.
Gerade die Kombination aus überarbeitetem Kampfsystem, neuem Skill Tree und grafischen Änderungen könnte dafür sorgen, dass sich ein erneuter Durchlauf stärker von der bisherigen Version unterscheidet als nach dem Next-Gen-Update von 2022.
Wer neben Gaming auch die aktuellen Streaming-Trends verfolgt, findet bei uns außerdem den überraschend starken Netflix-Start von „Regretting You“ in Deutschland.
