Das Duell zwischen Thorsten Legat und Harald Glööckler in der Show „Schlag den Star“ sorgte schon vor der Ausstrahlung für Diskussionen unter den Zuschauern, berichtet timestuff.de unter Berufung auf stern.de. Viele hielten die Paarung für unausgeglichen, weil ein ehemaliger Profifußballer gegen einen Modedesigner antreten musste. Trotzdem blieb die Spannung länger erhalten, als viele Kritiker erwartet hatten, und Glööckler brachte nicht nur Einsatz, sondern auch einige der unterhaltsamsten Momente des Abends mit.
Wie das Duell zwischen Legat und Glööckler endete
Am Samstagabend setzte sich der 57-jährige Thorsten Legat bei ProSieben gegen den 60-jährigen Harald Glööckler durch. Die beiden Kontrahenten mussten sich in ganz unterschiedlichen Spielen beweisen, darunter beim Lauf durch einen Bach, im Baseball und auf einem Dreirad. Die Entscheidung fiel schließlich im 14. Spiel, „Putten“, als beide mit Golfschlägern antreten mussten und Legat sich am Ende den Koffer mit 100.000 Euro sicherte.
Der Sieg wirkte nicht zufällig, doch mühelos war er ebenfalls nicht. Trotz seiner sportlichen Vergangenheit konnte Legat die Show nicht im Vorbeigehen für sich entscheiden, weil Glööckler konzentriert blieb und dem Favoriten das Duell nicht kampflos überließ. Genau deshalb fühlte sich das Finale nicht wie eine reine Formsache an, sondern wie der Abschluss eines intensiven Abends, in dem jedes Spiel an Bedeutung gewann.
Warum viele Zuschauer das Duell als unfair bezeichneten
Bereits vor Beginn der Sendung äußerten sich zahlreiche Nutzer in den sozialen Netzwerken kritisch zu dieser Konstellation. Einige Zuschauer schrieben, der Sieger stehe im Grunde schon vorher fest, andere bezeichneten die Paarung als seltsam und körperlich nicht wirklich vergleichbar. Solche Reaktionen erhöhten die Aufmerksamkeit für die Ausgabe zusätzlich, weil viele wissen wollten, ob „Schlag den Star“ tatsächlich so vorhersehbar verlaufen würde.
Auch nach der Show blieb diese Diskussion bestehen, doch der Ton veränderte sich spürbar. Selbst viele jener Zuschauer, die das Aufeinandertreffen zunächst für unfair hielten, lobten Harald Glööcklers Haltung und seine Bereitschaft, den gesamten Abend durchzuziehen. So mischte sich die Kritik am Format mit Respekt für einen Kandidaten, der unter Druck nicht einbrach und sich neben einem deutlich sportlicheren Gegner behauptete.
Glööckler brachte Ironie und Unterhaltung in die Show

Ein besonderer Blickfang des Abends war Harald Glööckler selbst, der schon in den ersten Minuten den Ton setzte. Direkt zu Beginn der Sendung machte er Moderator Matthias Opdenhövel, 55, klar, dass er mit „Herr Glööckler“ angesprochen werden möchte und nicht einfach beim Vornamen genannt werden will. Diese Bemerkung war typisch für seinen Stil und entwickelte sich schnell zu einem der auffälligsten Momente des Showstarts.
Solche Aussagen waren für Glööckler fast genauso wirkungsvoll wie seine Auftritte in den Spielen. Er präsentierte sich nicht nur als Teilnehmer, der bereit war zu kämpfen, sondern auch als Persönlichkeit, die ein Publikum tragen kann. Deshalb ließ das Interesse an der Sendung selbst in den Phasen nicht nach, in denen sich Legats Vorteil immer deutlicher zeigte.
Für Legat war es ein besonderer Anlauf nach zehn Jahren
Für Thorsten Legat hatte dieser Auftritt noch eine zusätzliche Bedeutung, denn er war bereits 2016 bei „Schlag den Star“ dabei. Damals musste sich der frühere Fußballprofi dem Choreografen Detlef Soost geschlagen geben und verpasste den Sieg. Dieses Mal lief es anders, und Legat nahm nicht nur den Geldpreis mit, sondern auch die persönliche Bestätigung, nach Jahren stärker zurückgekehrt zu sein.
Nach der Sendung machte er deutlich, dass es ihm nicht in erster Linie um das Geld ging. Seiner Aussage nach war allein die Rückkehr in dieses Format nach zehn Jahren schon ein kleiner Erfolg, während der eigentliche Antrieb darin lag, sich selbst etwas zu beweisen. Zugleich betonte Legat, dass er gereifter und ruhiger geworden sei, auch wenn die Emotionen ihn wie früher weiterhin begleiteten.
So reagierte Harald Glööckler auf seine Niederlage
Trotz der Niederlage hinterließ Harald Glööckler nach der Show nicht den Eindruck eines verbitterten Verlierers. Im Gegenteil: Er reagierte gelassen und freundlich und machte deutlich, dass er sich ehrlich für Thorsten Legat freue. Gerade diese Haltung kam beim Publikum gut an, weil in solchen Formaten nicht nur der sportliche oder spielerische Ausgang zählt, sondern auch die Art, wie jemand mit einer Niederlage umgeht.
Am Ende bekam „Schlag den Star“ genau das, was ein TV-Duell dieser Größenordnung braucht. Die Zuschauer sahen den Sieg des Favoriten, zugleich aber auch Charakter, Selbstironie und einen respektvollen Auftritt des Herausforderers, den viele im Vorfeld schon abgeschrieben hatten. Gerade deshalb blieb diese Ausgabe nicht nur wegen des 100.000-Euro-Koffers in Erinnerung, sondern auch wegen des starken Kontrasts zweier völlig unterschiedlicher, auf ihre Weise aber überzeugender Persönlichkeiten.
Wer nach Show 6 von „Let’s Dance“ gehen musste und wer jetzt ums Halbfinale kämpft, lesen Sie hier.
