World of Warcraft: Forever bringt das alte Azeroth zurück – aber nicht als Museum. Blizzard baut die ursprüngliche Welt weiter, ergänzt neue Gebiete, mehr als 1.000 Quests, Dungeons, Raids und eine neue spielbare Volksgruppe. Gleichzeitig soll vieles erhalten bleiben, was Spieler mit dem ursprünglichen World of Warcraft verbinden: Level 60, lange Reisen, soziale Gruppenbildung und eine Welt, in der nicht jeder Weg möglichst bequem sein muss, berichtet timestuff.de.
Genau deshalb ist „Classic+“ zwar ein verständlicher Vergleich, aber keine besonders präzise Beschreibung dessen, was Blizzard mit WoW Forever vorhat.
World of Warcraft: Forever erscheint im November 2026. Die entscheidende Nachricht für bestehende WoW-Spieler: Für die Basisversion ist kein zusätzlicher Spielekauf notwendig. Nach Angaben von Blizzard reicht eine aktive World-of-Warcraft-Subscription beziehungsweise Game Time aus. Bezahlt werden müssen dagegen bestimmte Extras – darunter der Zugang zur neuen Skyborne-Volksgruppe und, je nach Paket, der frühe Beta-Zugang.
Was ist World of Warcraft: Forever überhaupt?
Blizzard bezeichnet Forever als ein neues dauerhaftes Zuhause innerhalb von World of Warcraft, das parallel zum modernen WoW und zu WoW Classic existieren soll.
Die Geschichte setzt nach den Ereignissen der neuen Warcraft-III-Kampagne Forsaken Kingdom und noch vor Molten Core ein. Ausgangspunkt sind also Eastern Kingdoms und Kalimdor aus dem ursprünglichen Azeroth – allerdings nicht einfach im Zustand von 2004.
“This is not a mode, a season, or a new version of Classic.”
Mit diesem Satz grenzt Blizzard Forever ausdrücklich von einem weiteren Saisonmodell oder einer neuen Classic-Stufe ab.
Das ist ein wichtiger Unterschied. Season of Discovery experimentierte innerhalb eines zeitlich beziehungsweise strukturell begrenzten Classic-Rahmens. Forever soll dagegen über Jahre erweitert werden. Neue Inhalte sollen nicht zwangsläufig in spätere WoW-Erweiterungen führen, sondern das ursprüngliche Azeroth selbst größer machen.
WoW Forever, WoW Classic und „Classic+“: Was ist der Unterschied?
| Version | Grundidee | Was passiert mit der alten Welt? |
|---|---|---|
| WoW Classic | Frühere WoW-Erfahrungen möglichst nah an bekannten historischen Versionen spielen | Die jeweilige klassische Version steht im Mittelpunkt |
| WoW Forever | Original-Azeroth als dauerhaftes eigenes WoW weiterentwickeln | Neue Gebiete, Quests, Dungeons, Raids und Systeme werden ergänzt |
| „Classic+“ | Community-Begriff für ein erweitertes Vanilla-WoW | Kein offizieller Produktname von Blizzard |
| Modernes WoW | Die aktuelle, fortlaufende Hauptversion von World of Warcraft | Folgt der modernen WoW-Entwicklung und ihren Erweiterungen |
Wer unter „Classic+“ bisher ein Vanilla-WoW mit neuen Quests, Dungeons und Gebieten verstanden hat, wird in Forever vieles davon wiedererkennen. Trotzdem positioniert Blizzard das Projekt bewusst eigenständig.
Forever soll nicht rekonstruieren, wie Azeroth einmal war. Es soll beantworten, wie das ursprüngliche Azeroth hätte weitergehen können.
Release: Wann startet WoW Forever in Deutschland?
Der globale Start ist laut Blizzard für den 4. November 2026 um 15:00 Uhr Pacific Time angekündigt.
Hier gibt es allerdings derzeit eine kleine Besonderheit in Blizzards eigenen Angaben: Auf verschiedenen offiziellen Seiten wird der Termin einmal mit PST und an anderer Stelle mit PDT bezeichnet. Anfang November gilt an der US-Westküste normalerweise bereits Standardzeit.
Wird die von Blizzard in den Kaufhinweisen angegebene Zeit 15:00 Uhr PST zugrunde gelegt, wäre das für Deutschland 00:00 Uhr MEZ in der Nacht vom 4. auf den 5. November.
Spieler in Deutschland sollten deshalb vor dem Start noch einmal die lokal im Battle.net Launcher angezeigte Uhrzeit prüfen.
Die wichtigsten Termine von WoW Forever
| Termin | Ereignis |
|---|---|
| 17. September 2026 | Start der WoW-Forever-Beta |
| 21. Oktober 2026 | Geplantes Ende der Beta |
| 27. Oktober bis 3. November | Early Name Reservation für Käufer eines Upgrade-Pakets |
| 4. November 2026, 15:00 Pacific Time | Globaler Start von World of Warcraft: Forever |
| 9. Dezember 2026 | Freischaltung der ersten neuen Raids |
Bei der Early Name Reservation können bis zu drei Charaktere erstellt und angepasst werden. Die gewünschten Namen werden nach dem Prinzip first come, first served vergeben und sind deshalb nicht garantiert.
Ist WoW Forever im normalen WoW-Abo enthalten?

Ja. Für den grundlegenden Zugang zu World of Warcraft: Forever verlangt Blizzard keinen separaten Kauf des Spiels.
Benötigt wird:
- eine aktive World-of-Warcraft-Subscription oder
- aktive WoW Game Time.
Damit unterscheidet sich Forever deutlich von einem klassischen Vollpreis-Release.
Die zusätzlich angebotenen Pakete sind Upgrades. Sie schalten bestimmte Extras frei, nicht den grundlegenden Zugang zu Forever.
Was kostet extra?
Blizzard bietet drei digitale Upgrade-Stufen an:
- Skyborne Heroic Pack
- Skyborne Epic Pack
- Warcraft Forever Collection
Zusätzlich existiert eine physische Collector’s Edition.
| Paket | Wichtige Inhalte |
|---|---|
| Ohne Upgrade | WoW Forever mit aktiver WoW-Subscription oder Game Time spielbar |
| Skyborne Heroic Pack | Skyborne, Zephras-Isle-Startgebiet, Early Name Reservation, Mount, Cosmetics und weitere Extras |
| Skyborne Epic Pack | Heroic-Inhalte plus Beta-Zugang ab 17. September, 30 Tage Game Time und zusätzliche Cosmetics |
| Warcraft Forever Collection | Epic-Inhalte plus Warcraft III: Reforged und die neue Forsaken-Kingdom-Kampagne |

Die jeweils aktuellen regionalen Preise sollten deutsche Spieler direkt im europäischen Battle.net Shop prüfen.
Die Beta ist nicht automatisch im WoW-Abo enthalten
Hier kann der Begriff „Beta startet am 17. September“ leicht in die Irre führen.
Nach dem aktuell veröffentlichten Modell erhalten den garantierten Beta-Zugang Spieler mit:
- dem Skyborne Epic Pack oder
- der Warcraft Forever Collection.
Die Beta läuft laut Blizzard vom 17. September bis zum 21. Oktober 2026.
Das einfache WoW-Abonnement reicht also für die spätere Basisversion von Forever, nicht aber automatisch für diesen angekündigten Beta-Zugang.
Mehr als 1.000 neue Quests statt einer kopierten Vanilla-Welt
Inhaltlich geht Forever erheblich weiter als ein grafisch aufpoliertes Classic.
Blizzard nennt mehr als 1.000 neue Quests innerhalb der Levelphase von 1 bis 60. Bekannte Orte sollen erweitert werden, gleichzeitig entstehen bislang nicht spielbare oder nur angedeutete Regionen.
Dazu gehören unter anderem:
- Mount Hyjal und die Folgen von Archimondes Niederlage,
- Shen’dralas mit Verbindungen zu Dire Maul und den Shen’dralar,
- die neue Region Riverglades mit mehr als 150 Quests,
- Zephras Isle als Startgebiet der Skyborne.
Riverglades ist beispielsweise für einen großen Teil des Bereichs ungefähr zwischen Level 30 und 40 gedacht. Damit versucht Blizzard offenbar, nicht nur neues Endgame hinter Level 60 zu setzen, sondern bereits den eigentlichen Weg dorthin zu verändern.
Neun neue Dungeons und neue Raids
Auch bekannte weiße Flecken auf der alten Azeroth-Karte sollen endlich spielbare Inhalte erhalten.
Blizzard hat neun neue Dungeons angekündigt, darunter:
- Hall of Thanes unter Ironforge,
- Ruins of Lordaeron,
- City of Dalaran,
- Blackmaw Hold,
- Drowned City,
- Krol’dok Stronghold,
- Alcaz Prison,
- Shaper’s Terrace.
Im Raid-Bereich sind unter anderem Barrow Deeps als Herausforderung für zehn Spieler und Hyjal Summit mit 20-Spieler-Begegnungen geplant.
Die ersten neuen Raids sollen am 9. Dezember freigeschaltet werden. Für die Zeit danach nennt Blizzard bereits weitere Raids, Dungeons, PvP-Inhalte, zusätzliche Quests und eine überarbeitete Version eines bekannten Raids.
Keine Flugmounts und kein Level Scaling
Vielleicht sagt keine Feature-Liste so viel über Forever aus wie die Dinge, die Blizzard bewusst nicht übernehmen möchte.
Nach dem aktuellen Konzept gibt es:
- keine Flugmounts,
- kein Level Scaling,
- weiterhin eine wichtige Levelphase,
- einen stärkeren Fokus auf Vorbereitung und Zusammenarbeit.
Blizzard will außerdem verhindern, dass moderne Komfortfunktionen die soziale Struktur des ursprünglichen WoW vollständig aushebeln.
Die Welt soll wieder ein Teil des Spiels sein – nicht nur der Raum zwischen zwei Instanzen.
Gleichzeitig verzichtet Forever nicht komplett auf moderne Funktionen. Geplant sind unter anderem optionales Transmog, HD- und SD-Charaktermodelle sowie offizieller Controller-Support.
Wer sind die Skyborne?
Mit Forever kommt außerdem eine neue spielbare Volksgruppe: die Skyborne.
Sie starten auf Zephras Isle und können sich bei der Charaktererstellung entweder Horde oder Allianz anschließen.
Die Entscheidung hat auch Auswirkungen auf bestimmte Klassen:
- Horde-Skyborne erhalten Zugang zum Shaman,
- Allianz-Skyborne können Mage spielen,
- beide Seiten können unter anderem Warrior, Hunter, Rogue und Druid wählen.
Für Druiden sind eigene Skyborne-Formen vorgesehen.
Allerdings gibt es einen Haken: Der Zugang zu den Skyborne gehört nach aktuellem Stand zu den kostenpflichtigen Upgrade-Paketen. Wer Forever ausschließlich über sein normales WoW-Abo spielt, bekommt damit zwar Zugang zur neuen Welt, aber nicht automatisch zu allen zusätzlichen Features.
Ist WoW Forever also das lang erwartete Classic+?
Vom Spielgefühl und von vielen Ideen her: sehr wahrscheinlich das, was viele Spieler unter Classic+ verstehen. Als offizielle Bezeichnung ist das trotzdem falsch.
Classic+ war über Jahre ein Sammelbegriff der Community: Vanilla-WoW behalten, aber dort neue Inhalte entwickeln, anstatt zwangsläufig erneut durch Burning Crusade, Wrath of the Lich King und spätere Erweiterungen zu gehen.
Forever verfolgt genau in dieser Richtung einen interessanten Ansatz. Blizzard macht daraus jedoch keine Classic-Erweiterung, sondern eine dauerhafte dritte Säule neben modernem World of Warcraft und den Classic-Angeboten.
Das verändert die wichtigste Frage rund um das Projekt.
Nicht „Wie originalgetreu ist Forever?“, sondern: „Wie viel Neues verträgt das alte Azeroth, ohne seinen Charakter zu verlieren?“
Genau daran dürfte sich entscheiden, ob WoW Forever langfristig mehr wird als ein großer Nostalgie-Start im November.
Was vor dem Release noch offen ist
Trotz der ungewöhnlich vielen Informationen aus dem ersten Blizzard-Auftritt sind noch nicht alle Details bekannt. Blizzard hat für den 13. September um 10:00 Uhr PDT beziehungsweise 19:00 Uhr deutscher Sommerzeit einen eigenen World-of-Warcraft:-Forever-Deep-Dive angekündigt.
Dort sollen insbesondere Systeme, Belohnungen und Designentscheidungen ausführlicher erklärt werden.
Für Spieler dürften dabei vor allem drei Punkte interessant sein: wie stark Klassen verändert werden, wie die langfristige Content-Struktur funktioniert und wo Blizzard die Grenze zwischen bewusstem Classic-Design und unnötiger Altlast zieht.
Schon jetzt steht aber fest: World of Warcraft: Forever ist kein kurzfristiges Classic-Experiment. Blizzard baut eine eigene Version von Azeroth, die mit Level 60 nicht abgeschlossen sein soll – und genau das macht Forever deutlich interessanter als einen weiteren Neustart der bekannten Vanilla-Server.
Wer sich auch für aktuelle Game-Verfilmungen interessiert, findet bei uns außerdem alle wichtigen Infos zu Resident Evil 2026 und dem Deutschlandstart.
