Apple hat am Montag, dem 26. Oktober 2026, ein neues iPad mini vorgestellt. Der kompakte Tablet-PC erhält erstmals ein OLED-Display, den leistungsstarken A20-Pro-Chip und ein deutlich dünneres Gehäuse. Doch zwei Details dürften bei Kaufinteressenten für Diskussionen sorgen: Trotz des verbesserten Bildschirms bleibt die Bildwiederholrate bei 60 Hz, während der Einstiegspreis in Deutschland auf 749 Euro steigt. Das Informationsportal timestuff.de hat die Neuerungen mit dem bisherigen Modell verglichen und zeigt, worauf Käufer achten sollten.
Die neue Generation ersetzt das iPad mini mit A17 Pro aus dem Jahr 2024. Wie Apple in seiner offiziellen Ankündigung vom 26. Oktober bestätigt, beginnen die Vorbestellungen am 28. Oktober. Ab dem 6. November 2026 soll das Tablet in Deutschland erhältlich sein.
OLED statt LCD: Was sich beim Display des iPad mini 2026 verbessert
Die auffälligste Veränderung betrifft den Bildschirm. Apple ersetzt das bisherige 8,3-Zoll-LCD durch ein 8,5 Zoll großes Super Retina XDR Display mit OLED-Technologie. Weil die Displayränder um 24 Prozent schmaler geworden sind, wächst die nutzbare Bildschirmfläche, ohne dass das Gerät größer ausfallen muss.
Bei OLED erzeugen die einzelnen Bildpunkte ihr eigenes Licht. Schwarze Bereiche können deshalb tatsächlich schwarz dargestellt werden, anstatt durch eine Hintergrundbeleuchtung aufgehellt zu erscheinen. Das macht sich vor allem bei Filmen, dunklen Bildern und der Nutzung im abgedunkelten Zimmer bemerkbar.

Die wichtigsten Bildschirmdaten im Überblick:
- Displaygröße: 8,5 Zoll statt bisher 8,3 Zoll.
- Auflösung: 2.316 × 1.512 Pixel bei 326 ppi.
- Helligkeit: bis zu 600 Nits bei SDR-Inhalten und bis zu 1.200 Nits Spitzenhelligkeit bei HDR.
- Kontrastverhältnis: 2.000.000:1.
- Bildwiederholrate: weiterhin maximal 60 Hz.
- Zusatzoption: entspiegeltes Nanotexturglas bei den Varianten mit 256 und 512 GB.
Die beworbenen 1.200 Nits gelten allerdings für Helligkeitsspitzen bei HDR-Inhalten. Beim gewöhnlichen Lesen, Surfen oder Arbeiten ist der Wert von 600 Nits die aussagekräftigere Angabe.
Interessant ist auch die minimale Displayhelligkeit von nur einem Nit. Gerade beim abendlichen Lesen kann das angenehmer sein als ein Bildschirm, der sich nicht ausreichend abdunkeln lässt.
Warum hat das neue iPad mini trotz OLED nur 60 Hz?
Hier liegt die größte Schwäche des neuen Modells. Während Apple beim iPad Pro auf die adaptive ProMotion-Technologie mit bis zu 120 Hz setzt, bleibt das iPad mini auf 60 Hz beschränkt. Das bestätigt auch das Technikmagazin ComputerBase in seiner Analyse vom 26. Oktober 2026.
Der Unterschied betrifft nicht die Bildschärfe, sondern die Darstellung von Bewegungen. Bei 120 Hz kann das Display seinen Bildinhalt bis zu 120-mal pro Sekunde aktualisieren. Mit 60 Hz geschieht das höchstens 60-mal.
Das fällt beispielsweise beim schnellen Scrollen langer Webseiten, bei Animationen oder beim Spielen auf. Wer bereits ein iPad Pro oder ein Smartphone mit 120-Hz-Display verwendet, könnte die geringere Bildwiederholrate als Rückschritt empfinden.
Ein OLED-Bildschirm sorgt für bessere Schwarzwerte und stärkere Kontraste. Flüssigere Bewegungen liefert er aber nicht automatisch – dafür ist die Bildwiederholrate entscheidend.
Für E-Books, Streaming, handschriftliche Notizen und die meisten Alltagsanwendungen sind 60 Hz weiterhin ausreichend. Trotzdem ist die Entscheidung bei einem Tablet für mindestens 749 Euro bemerkenswert. Apple verbessert die Bildqualität erheblich, übernimmt aber nicht alle Displayfunktionen seiner teureren Geräte.
A20 Pro: Mehr Leistung, aber nicht jede Speichervariante ist gleich schnell
Beim Prozessor geht Apple einen deutlich größeren Schritt. Das neue iPad mini verwendet den A20 Pro, der auch im iPhone 18 Pro eingesetzt wird. Der Chip basiert auf einem 2-Nanometer-Fertigungsverfahren und soll gegenüber dem bisherigen A17 Pro vor allem bei Grafikberechnungen und KI-Anwendungen schneller arbeiten.
Apple nennt auf Grundlage eigener Tests folgende Leistungssteigerungen:
- Bis zu 60 Prozent höhere Multithread-CPU-Leistung.
- Bis zu 2,7-mal schnellere Grafikverarbeitung.
- Bis zu 4,5-mal höhere Leistung bei KI-Aufgaben.
Diese Zahlen stammen aus Herstellerbenchmarks und sind keine unabhängig gemessenen Alltagsergebnisse. Wie stark Nutzer den Unterschied bemerken, hängt von den verwendeten Apps ab. Beim Lesen einer Nachrichtenseite ist ein solcher Leistungssprung weniger relevant als beim Bearbeiten großer Bilddateien oder beim Ausführen anspruchsvoller Grafikprogramme.
Wichtiger Unterschied zwischen 128, 256 und 512 GB
Eine Besonderheit versteckt sich in den technischen Daten: Apple verwendet nicht in allen Versionen dieselbe CPU-Konfiguration.
Die Modelle mit 128 GB und 256 GB besitzen fünf CPU-Kerne und eine Neural Engine mit 16 Kernen. Erst die 512-GB-Version erhält sechs CPU-Kerne und eine Dual 16-Core Neural Engine mit insgesamt 32 Kernen. Die GPU besitzt dagegen bei allen Varianten sieben Kerne.
Wer das Tablet hauptsächlich zum Lesen, für Streaming oder zum Mitschreiben verwendet, dürfte von dieser Unterscheidung kaum profitieren. Für anspruchsvolle lokale KI-Modelle oder rechenintensive Aufgaben kann die größere Variante dagegen interessanter sein. Die genauen Konfigurationen sind in den technischen Daten von Apple aufgeführt.
Dünneres Gehäuse und IP67: Das ändert sich im Alltag
Das iPad mini war schon bisher für seine handliche Größe bekannt. Die neue Generation ist mit 5,4 Millimetern jedoch nochmals deutlich dünner als das 6,3 Millimeter starke Vorgängermodell. Auch beim Gewicht hat Apple eingespart: Die WLAN-Version wiegt nun 255 statt 293 Gramm.
Gerade bei längeren Lesesitzungen oder bei der Verwendung im Stehen sind knapp 40 Gramm weniger durchaus relevant. Gleichzeitig führt Apple mit IP67 erstmals einen zertifizierten Schutz gegen Staub und Wasser beim iPad mini ein.
Unter kontrollierten Laborbedingungen entspricht IP67 einem zeitweiligen Untertauchen in bis zu einem Meter tiefem Wasser für maximal 30 Minuten. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Tablet bedenkenlos zum Schwimmen oder für Unterwasseraufnahmen verwendet werden sollte.
Apple weist ausdrücklich darauf hin, dass der Schutz durch normalen Verschleiß nachlassen kann und Flüssigkeitsschäden nicht von der Garantie abgedeckt werden.
Weitere Veränderungen betreffen die Ausstattung. Die 12-Megapixel-Frontkamera sitzt jetzt an der längeren Gehäuseseite und ermöglicht dadurch eine natürlichere Kameraposition bei Videokonferenzen im Querformat. Hinzu kommen ein überarbeitetes Lautsprechersystem namens Acoustic Display, Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und der neue Apple-Chip N1 für drahtlose Verbindungen.
Die Cellular-Version verwendet außerdem das C2-Modem. Es soll nach Herstellerangaben bis zu 50 Prozent höhere Mobilfunk-Datenraten als der Vorgänger ermöglichen. Die tatsächliche Geschwindigkeit bleibt natürlich vom jeweiligen Netz abhängig.
iPad mini 2026: Preise und Verkaufsstart in Deutschland
Der technische Fortschritt hat seinen Preis. Das bisherige Basismodell kostete vor der Ablösung zuletzt 679 Euro, beim neuen iPad mini werden mindestens 749 Euro fällig. Das entspricht einem Anstieg von 70 Euro.
Die von Macwelt und ComputerBase veröffentlichten deutschen Preise staffeln sich nach Speicher und Mobilfunkausstattung folgendermaßen:
| Speicher | Wi-Fi | Wi-Fi + Cellular |
|---|---|---|
| 128 GB | 749 Euro | 919 Euro |
| 256 GB | 879 Euro | 1.049 Euro |
| 512 GB | 1.129 Euro | 1.299 Euro |
Wer das optionale Nanotexturglas möchte, muss weitere 130 Euro einplanen. Diese Ausführung ist nur für die Speichervarianten mit 256 und 512 GB vorgesehen.
Auch Zubehör kann den Gesamtpreis erhöhen. Der Apple Pencil Pro kostet in Deutschland 149 Euro, der einfachere Apple Pencil mit USB-C 89 Euro. Das neue Smart Folio wird für 89 Euro angeboten. Beide Pencil-Varianten werden vom iPad mini unterstützt.
Für berechtigte Kunden aus dem Bildungsbereich nennt Apple einen Einstiegspreis von 699 Euro.
Die wichtigsten Termine: Am Mittwoch, dem 28. Oktober 2026, beginnt die Vorbestellung über Apple. Der reguläre Verkaufsstart und die ersten Auslieferungen sind für Freitag, den 6. November vorgesehen. Zur Auswahl stehen die Farben Mitternacht und Polarstern.
Lohnt sich das neue iPad mini oder reicht das Modell von 2024?
Das hängt stärker vom bisherigen Gerät und den persönlichen Anforderungen ab als von den neuen Leistungszahlen.
Wer ein älteres iPad mini besitzt und es regelmäßig für längere Lesezeiten, Bildbearbeitung oder unterwegs nutzt, bekommt mehrere sinnvolle Verbesserungen. OLED, geringeres Gewicht, Wasserschutz und der schnellere Prozessor ergeben zusammen ein deutlich moderneres Gerät.
Bei einem gut funktionierenden iPad mini mit A17 Pro aus dem Jahr 2024 fällt die Entscheidung schwieriger aus. Dieses ist für typische Alltagsaufgaben weiterhin leistungsfähig. Auch der neue Bildschirm bleibt bei 60 Hz, und Apple gibt für beide Generationen eine WLAN-Surf- beziehungsweise Videolaufzeit von bis zu zehn Stunden an.
Vor einer Vorbestellung sind deshalb drei Fragen besonders sinnvoll:
- Ist OLED wirklich wichtig? Wer häufig Videos anschaut oder bei wenig Licht liest, profitiert eher vom neuen Display als jemand, der hauptsächlich Webseiten öffnet.
- Wird mehr Leistung benötigt? Für rechenintensive Kreativprogramme kann der A20 Pro einen Unterschied machen. Für einfache Notizen ist der Nutzen begrenzt.
- Wie wichtig ist ein flüssiges 120-Hz-Display? Wer daran gewöhnt ist, bekommt diese Eigenschaft auch beim neuen iPad mini nicht.
Vor allem die Speicherauswahl sollte nicht überstürzt werden. Wer 512 GB bestellt, bezahlt nicht nur für mehr Platz, sondern erhält zugleich die leistungsstärkere CPU- und Neural-Engine-Ausführung. Für gewöhnliche Tablet-Anwendungen ist der erhebliche Aufpreis dafür allerdings nicht automatisch gerechtfertigt.
Mit dem iPad mini 2026 schließt Apple eine wichtige Lücke zwischen seinen kompakten und größeren Tablets. Der Wechsel zu OLED, das leichtere Gehäuse und der Wasserschutz sind nachvollziehbare Verbesserungen. Die entscheidende Einschränkung bleibt jedoch bestehen: Für einen höheren Preis gibt es eine modernere Bildqualität, aber weiterhin keine 120 Hz. Ob sich das lohnt, hängt letztlich davon ab, ob Käufern das handliche Format und die neuen Ausstattungsmerkmale wichtiger sind als eine besonders flüssige Bildschirmdarstellung.
Auch bei Aldi Süd gibt es ab dem 26. Oktober ein neues Angebot: ein modulares Kindersofa für 79,99 Euro, dessen Ausstattung und Verfügbarkeit einen Blick wert sind.
